Die dunkle Seite der Mythologien
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von Azazel » 18. Okt 2007 09:33
von ap » 17. Okt 2007 23:29
Kritik: von SolidSnake Der ansehnliche 70er Jahre B-Film THIRST – BLUTDURST setzt sich (als einer der ersten seiner Zeit) nicht als "Vampirfilm" aus den all zu bekannten, "romantischen" Vampirmythen zusammen. Es gibt in diesen Film keine Vampire mit übermenschlichen Kräften, die des nachts Jagd auf unschuldige machen, auch keine Kruzifixe, Holzpflöcke oder Knoblauch-Attacken. THIRST ist viel mehr ein Vampir-Drama, das sich dem Thema auf sehr unkonventionelle Art genähert hat. Interessant ist die Idee mit der Blutfarm, in denen Spender als gehorsame und verwirrte Menschen dargestellt werden, die sich nach Aufrufen des Vampirsyndikats nach Blutgruppen eingliedern, und wie Melkkühe ihr Blut abzapfen lassen! THIRST bleibt bis zur ersten Hälfte sehr spannend, dank des flotten Filmablaufs. Ein gelungener Soundtrack wirkt sehr atmosphärisch. Ab der zweiten Hälfte zieht sich der Film leider die Länge, das Ende ist aber durchaus unterhaltsam. Ein paar kurze Gewaltszenen (auflösendes Gesicht, auf dem Strommast bruzzelnder Körper) und einige Special Effects (Traumsequenz, Blutdusche etc.) wurden ziemlich gut in Szene gesetzt. Der Film lebt von der sehr guten schauspielerischen Leistung von Chantal Contouri, die als innerlich-zerissene Kate überzeugend rüberkommt. Auch bekannte Schauspieler wie David Hemmings (PROFONDO ROSSO, DIE LIGA DER AUSSERGEWÖHNLICHEN GENTLEMAN) oder Henry Silva (GHOST DOG, RIFFS 2) überzeugen, verblassten aber neben der Haupdarstellerin. Im Ganzen hat Rod Hardy mit seinen Kinofilm-Debüt THIRST - BLUTDURST einen guten, kurzweiligen B-Film geschaffen. Vampir-Puristen sollten wegen der individuellen Story aber besser verzichten... Die Bild- und Tonqualität konnte überzeugen. Leider klingt die deutsche Tonspur etwas dumpf. Extras sind keine ewähnenswerten auf der CMV-DVD enthalten. Fazit: Ein ansehnlicher Vampir-Klassiker, der durchaus den Grundstein für einige moderne Vampir-Ideen legte (z.B. BLADE), und der durch eine sehr sympathische Hauptdarstellerin besticht. GS-Wertung: 3 von 6 Punkten
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