und wieder ein Massaker in den USA

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Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 29. Apr 2013 03:50

Ich hat geschrieben:Glaubst Du, eine wie auch immer geartete Regierung würde davor zurückschrecken, "Sicherheitskräfte" und Armee bewaffnet gegen das eigene Volk einzusetzen, falls es ihr wirklich notwendig erscheint?

Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, daß so etwas nur ein "Privileg" von Diktatoren wäre. Denn das ist letztendlich auch wieder "nur" eine Kalkulationsfrage!
Keeper hat geschrieben:Sie würde bestimmt nicht davor zurückschrecken, wenn die richtigen kranken Menschen dies entscheiden.
Kleiner Nachtrag:

Lies Dir nur mal diesen kurzen Artikel hier genau durch, wenn Du magst (primär den letzten Absatz dort): http://www.streitkraeftebasis.de/portal ... BTL78hQ!!/

Zitat aus dem o.g. Link: "Die RSUKr sollen die aktive Truppe bei Aufgaben im Rahmen des Heimatschutzes unterstützen. Damit nehmen sie in erster Linie Wach- und Sicherungsaufgaben wahr. Sie können aber auch zu anderen militärischen Aufgaben wie zum Beispiel der Unterstützung von Großvorhaben herangezogen werden. Darüber hinaus können sie subsidiäre Aufgaben im Rahmen der Katastrophenhilfe übernehmen."
Hm... "Darüber hinaus" ... :denk: Also schonmal definitiv nicht nur Katastrophenhilfe und Sicherungsaufgaben. "Großvorhaben" (!) im Innern ... mit "militärischen Aufgaben" ?
Muß bequem sein, solche "Großvorhaben" militärischer Natur im Innern nicht weiter definieren zu müssen, bevor es ggfs. mal ernst wird. Ist auch verständlich, denn sonst wachen vielleicht nicht wenige doch noch (früher) auf, was unsere Besitzer (!) bzw. deren Handlanger in Erklärungsschwierigkeiten bringen könnte, was ja - falls kurzzeitig bleihaltige Argumente als notwendig erachtet werden - in Anbetracht des vorübergehend gestörten "Geschäftsbetriebes" ein wahres Dilemma darstellen würde. Aber die Zerstreuungs- und Ablenkungsmaschinerie hat ja heutzutage mehr Möglichkeiten denn je. Na, klingelt 's? Hoffentlich nicht, das wäre nicht matrixkonform! *zwinker* Aber todernst. "Heimatschutz" - Ich lach mich tot. Erinnert mich doch schon wieder iwie an Farwest - ach ja: Das Ministerium für Staatssi... äh' "Heimatschutz".

Was sagt Dir das in dem o.g. Kontext?

Keeper hat geschrieben:... sondern nur eine von mir Präsentierte Theorie dass man auch heute sich nicht alles erlauben kann, als Weltmacht.
Was sich Farwest (schon seit der Gründung!) so alles erlaubt - falls es Dich noch interessiert - wird übrigens z.T. auch hier sehr gut veranschaulicht: http://www.youtube.com/watch?v=VxE5KladYFI

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 25. Apr 2013 22:52

Keeper hat geschrieben:Es sollte reichen, wenn ich sage, dass die Anzahl der Soldaten sowie der Kriegsmaschinerie auch heute noch sehr viel Bedeutung hat.
Ich vermute mal, daß Du mit "Kriegsmaschinerie" hier wohl das moderne Kriegsgerät bzw. die dementsprechende Technologie und Ingenieurskunst meinst (falls nicht, dann korrigiere mich bitte).
Dessen maßgebliche Bedeutung habe Ich oben - u.a. - ja auch selbst noch betont, weil angesichts dessen nämlich auch die Anzahl der Soldaten - im Vergleich zu früheren Zeiten (!) - nicht mehr so entscheidend ist (daß Ich damit natürlich nicht von 10 Mann, die angeblich dafür genügen würden, rede, dürfte soweit eigentlich klar sein, denke Ich ;) ).
Keeper hat geschrieben:Amerika hat Gold ...
Dazu nur kurz folgendes: Wenn Du magst, dann kannst Du Dich ja mal mit dem Thema "Goldstandard" beschäftigen. Vereinfacht ausgedrückt fungiert dieses im Endeffekt (stellvertretend) als Indikator für die Stabilität von Währungen. Ansonsten ist es aber im Grunde - rein für sich betrachtet (!) - ziemlich wertlos: Du kannst es nicht essen, es kann auch nicht z.B. als Treibstoff verwendet werden, es ist - im Gegensatz zu anderen Metallen - kein unverzichtbarer Bestandteil für wichtige Endprodukte, zur Rüstung/Befestigung oder als Werkzeug ist es viel zu weich etc. ...
Es eignet sich (mit dafür notwendigen Zusätzen) höchstens als Schmuck. Von daher ist es während eines Kriegsgeschehens mit globalerem Ausmaß ziemlich unbedeutend (mit Ausnahme für den Fall, daß höchstens noch Geschäfte mit ggfs. neutralen Staaten gemacht werden könnten, vorausgesetzt, daß von diesen der entsprechende Goldstandard ähnlich bewertet wird - allerdings ist das bei den o.g. Großmächten für einen Krieg i.d.R. nicht relevant, da sie größtenteils Selbstversorger sind - vor allem Rußland).
Keeper hat geschrieben:Amerika hat Öl, immerhin Platz 3 der Förderung. Irak welches, wenn man unseren Verschwörungstheoretikern glauben darf nur des Ölen angegriffen wurde, ist nur auf Platz 11, mit einen Anteil von ...
Du übersiehst dabei einen wesentlichen Faktor. Zunächst einmal ist der Vorrat an fossilen Verbrennungsstoffen nicht unbegrenzt und die USA sind diesbezüglich der mit Abstand weltweit (!) größte Verbraucher der Welt! Das Öl - und die dort entsprechend niedrige(re)n Preise für die daraus produzierten Treibstoffe - ist somit derzeit (und wohl auch noch für die mittelfristige Zukunft) nicht nur für deren Wirtschaft insgesamt unverzichtbar, sondern auch eine (u.a. ebenfalls damit zusammenhängende) unabdingbare Voraussetzung für die militärische Macht bzw. Vormachtstellung, die sie heute haben. Nebenbei ist das übrigens auch der Hauptgrund, warum man sich dort bei internationalen Vereinbarungen zu Klimafragen oft querstellt und das ganze dadurch mitverzögert wird.
Keeper hat geschrieben:Amerikas Technologie die es zu erbeuten gäbe.
Die für andere Großmächte (und für den Preis bzw. primär Risiko eines Krieges auch nur annähernd lohnende) bedeutendste Technologie der USA liegt aber hauptsächlich im militärischen Sektor begründet - im Umkehrschluß müßte man gegen diese Überlegenheit erst einmal bestehen, um sie überhaupt erbeuten zu können. Demgegenüber ist doch z.B. die (versuchte) Wirtschaftsspionage bei weitem billiger und vor allem auch risikolos (die entsprechenden Informanten vor Ort einmal ausgenommen).

Außerdem wird keine Großmacht mehr versuchen, eine andere offen mit Streitkräften zu besetzen, weil der jeweils Angegriffene in diesem Falle (der Angreifer wird dies ja nur mit relativ günstigen Erfolgsaussichten versuchen) dann ja geradezu gezwungen wäre, seine Massenvernichtungswaffen (welche natürlich auch weiterhin modernisiert und ständig gewartet werden müssen) einzusetzen.

Fazit: Verabschiede Dich von der Vorstellung, daß die weiter o.g. Dinge nur durch "Irre" veranstaltet werden könnten. Im Gegenteil: "Irre" wären gar nicht in der Lage, ein komplexes Staatsgebilde (mit-) zu leiten, geschweige denn, sich innenpolitisch überhaupt an der Macht zu halten. Diese absurden Legenden haben ihren Ursprung zumeist in der Propaganda ihrer jeweiligen Gegner.
Leute, die Staaten über längere Zeiten (mit-) lenken, haben allerdings alle gemeinsam andere (und dafür notwendige) Eigenschaften : Primär nämlich realpolitisches Geschick und Skrupellosigkeit!
Keeper hat geschrieben:Was ich damit deuten wollte, wenn ein Land sein Volk unterschätzt, so wie mein bzw. unser Beispiel das der Staat Waffen verbietet und zur Abgabe zwingen würde, es dadurch zum Internen Militär Einsatz kommt, wäre das ein gefundenes fressen für andere Länder, nicht nur eine Rechtfertigung vorm Weltsicherheitsrat, sondern auch Allianzen dadurch entstehen, die auch Amerika mit ihren tollen Flugzeugträgern nicht abschrecken könnte.
Atombomben und co. kann man hier eh getrost weg lassen, wer setzt diese denn ein? ein krieg gewinnt man so nicht mehr, man zerstört sich eher damit selbst.
Ich hatte schon verstanden, was Du meinst. Aufgrund des effektiven Militärapparates und diverser Kontrollmechanismen und Taktiken (siehe oben) würde es aber kaum soweit kommen - und im Fall der Fälle wird der Ausnahmezustand ausgerufen und Widerstände der Bürger durch gezielt effektive Maßnahmen schnell beendet werden. Im Inneren würde die Regierung dadurch eher kaum geschwächt.

Andere Länder werden das o.g. allein schon aus wirtschaftlichen Gründen nicht tun. Und Dein letzter Satz hier erklärt übrigens, warum eine Großmacht heute nicht mehr versuchen wird, eine andere Großmacht militärisch zu besetzen (diese Zeiten sind nämlich gerade dadurch vorbei). Selbst lokal begrenzte Konflikte finden - u.a. auch deshalb - heute als Stellvertreterkriege statt.
Keeper hat geschrieben:Versteh mich bitte nicht falsch, mir geht es nicht um Rechtfertigung, sondern nur eine von mir Präsentierte Theorie dass man auch heute sich nicht alles erlauben kann, als Weltmacht.
Zunächst einmal: Selbstverständlich kannst Du Deine Gedanken hier jedezeit vorbringen, wenn Du willst (Ich wirke vielleicht manchmal etwas rauh - oder wie auch immer), habe aber kein Problem mit anderen Meinungen, sofern darüber offen und sachlich diskutiert wird bzw. werden kann. Mir geht es hier auch nicht ums Überzeugen, sondern a) darum, meine Sichtweise(n) darzulegen und b) um durch opponente Äußerungen vielleicht noch etwas dazulernen oder verstehen bzw. besser nachvollziehen zu können (von daher äußere Ich mich hin und wieder auch ein wenig provokant - aber nicht, um meine Meinung durchzusetzen, sondern sozusagen als Ansporn ;) ) - ansonsten wären solche Diskussionen ja im Grunde auch überflüssig.
Nachtrag: Natürlich kann sich auch eine Weltmacht nicht alles leisten - allerdings (unter Zuhilfenahme diverser Mechanismen) schon relativ viel...
Keeper hat geschrieben:Letzten Endes würde aber ein TV und Internet verbot ausreichen, das Volk schnell zum Schweigen zu bringen ohne Blut vergießen :D
Nur das Radio bleibt, yes we can für 24h, doch die Waffen, die bleiben trotzdem... :|
Bis zu einem gewissen Punkt. Den Menschen geht es noch relativ gut - wenn eine Regierung allerdings gewisse Bedürfnisse des Volkes oder gar die Grundversorgung nicht mehr richtig sicherstellen kann, dann kippt die Stimmung auf einmal ganz schnell.
Deshalb werden (u.a.) heute "im Westen" z.B. repressive Maßnahmen intelligent und genau dosiert eingesetzt (nach dem Motto: Warum die Herde übertrieben reizen - solange es nicht notwendig ist?). Dadurch werden selbst ausgesprochene Gegner auf lange Sicht zumeist niedergehalten, aber gleichzeitig i.d.R. nicht so stark, daß sie genug Energie aufbringen, um etwas anzuzetteln.
Darüberhinaus gibt es ja auch noch (neben der Überwachung) weitere Sicherungen, wie z.B. das antike "Teile-und-herrsche"-Spiel: in diesem Fall werden Oppositionen innerhalb und im Volk gespalten. Und wer herrscht weiterhin? ;)
Keeper hat geschrieben:Darüber sollte man sich mal gedanken machen, denn am dümmsten stehen wir da, nicht mal die Amerikaner. Wir das Deutsche Volk können uns nicht mehr durchsetzen. Proteste interessieren niemanden und unsere Parteien sind auch alle gleich nur die Farben unterscheiden sich.
Die Deutschen werden heute im Gegensatz zu den Amis ja auch noch stärker kontrolliert (aber das würde hier jetzt zu sehr abweichen). Die von Dir erwähnte Zeitarbeit (sprich: eine schleichende Spaltung des Arbeitsmarktes, sprich: das damit einhergehende schrittweise Unterlaufen der Tarifverträge, sprich: letztendlich Profitmaximierung durch Enteignung bzw. Ausbeutung) ist übrigens auch ein Beispiel für die o.g. Salamitaktik. ;)

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Daimao_Koopa » 24. Apr 2013 00:56

@Keeper:
Du hast mit deiner Theorie nicht unrecht. Großmacht ist keine Allmacht - und selbst die mächtigsten Götter können unter Vereinigung
aller Kräfte bezwungen werden. Im Fall USA gibt es nur ein Problem...

Europa - geschweige denn der Rest der Welt - ist nämlich alles andere als "einer Meinung". Es ist wie bei den Germanen zur Besatzungszeit
der Römer: hätten die Germanen sich schon früher geeint und gegen ihre Besatzer aufgelehnt, hätten die Römer schon dann keine Chance
gehabt sich gegen diesen Feind in dessen Land zu behaupten. (Zum Glück haben die Germanenstämme sich aber erst dann resolutiert, als
schon ein reger Austausch von Kultur von Statten ging!)

Europa, sowie alle anderen Großmächte dieser Welt, sind ziemlich zerstritten - woran die USA und ihre Schachpolitik nicht ganz unschuldig ist.
Keeper hat geschrieben:Diese Zeiten sind schon lange um.
Das glaube ich nicht. Solange auch nur ein Irrer den Finger über einem der roten Knöpfe hält, ist ein Atombombenangriff noch
unschöne Realität. Irre (also ideologisch/politisch motivierte Staatmenschen) gibt es aktuell noch zuhauf...
Keeper hat geschrieben:könnten die Politiker dann einfach mal so Millarden verschleudern ?
Ja, denn auch die amerikanischen Politiker tun dies immer noch - und zwar auf Bühnen, die das dumme, desinformierte, träge,
wütende Volk nicht zu sehen bekommt. Politk ist nur deswegen so erfolgreich, weil Politiker es verstehen ihre Interessen vor den
Augen der breiten Masse zu verbergen.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Keeper » 24. Apr 2013 00:31

Ich hat geschrieben: Aber nochmal: Warum sollten Rußland oder China bei so etwas eingreifen (wollen)? Kriege wurden schon immer ausschließlich zur Erringung von Gebieten und Bodenschätzen (also zur Festigung und Ausdehnung der eigenen Macht) geführt, aber noch nie, um zu "befreien"! Das ist alles nur verlogener propagandistischer Scheißdreck, der jeden Krieg begleitet (also auch als fester Bestandteil desselben zu betrachten ist - heute mehr denn je).

Größtenteils sind wir uns ja einer Meinung, doch du scheinst die Konversation Elle Macht Repräsentation zu unterschätzen, wäre alles so einfach und toll wie du es ja leider schilderst, wäre Amerika nicht nur unantastbar sondern ganz und gar unbesiegbar. Es sollte reichen, wenn ich sage, dass die Anzahl der Soldaten sowie der Kriegsmaschinerie auch heute noch sehr viel Bedeutung hat.

Gründe kann ich dir allerdings bei unserer erstellten bösen Amerikanischen Staat vs. Volk Demonstration auch geben, die einen Krieg für eine Starke Allianz rechtfertigen würde, nach denen du suchst.

1. Amerika hat Gold, allein die Reserven sind mehr als lukrative, da verblasst bereits das Öl im Irak... http://de.statista.com/statistik/daten/ ... dreserven/

2. Amerika hat Öl, immerhin Platz 3 der Förderung. Irak welches, wenn man unseren Verschwörungstheoretikern glauben darf nur des Ölen angegriffen wurde, ist nur auf Platz 11, mit einen Anteil von 3.4%
http://de.statista.com/statistik/daten/ ... dreserven/

3. Amerikas Technologie die es zu erbeuten gäbe.

4. Die gewonnene Macht in der Wirtschaft, good bye Dollar und Amerikas Rating Agenturen,die andere Länder mit einen Knopfdruck Bankrott gemacht haben.

5. Neue Weltmacht, wer immer das dann sein mag.


Was ich damit deuten wollte, wenn ein Land sein Volk unterschätzt, so wie mein bzw. unser Beispiel das der Staat Waffen verbietet und zur Abgabe zwingen würde, es dadurch zum Internen Militär Einsatz kommt, wäre das ein gefundenes fressen für andere Länder, nicht nur eine Rechtfertigung vorm Weltsicherheitsrat, sondern auch Allianzen dadurch entstehen, die auch Amerika mit ihren tollen Flugzeugträgern nicht abschrecken könnte.
Atombomben und co. kann man hier eh getrost weg lassen, wer setzt diese denn ein? ein krieg gewinnt man so nicht mehr, man zerstört sich eher damit selbst.
Diese Zeiten sind schon lange um.

Versteh mich bitte nicht falsch, mir geht es nicht um Rechtfertigung, sondern nur eine von mir Präsentierte Theorie dass man auch heute sich nicht alles erlauben kann, als Weltmacht.

Letzten Endes würde aber ein TV und Internet verbot ausreichen, das Volk schnell zum Schweigen zu bringen ohne Blut vergießen :D
Nur das Radio bleibt, yes we can für 24h, doch die Waffen, die bleiben trotzdem... :|


Noch Nebenbei, wäre vielleicht Interessant, gäbe es heute Zeitarbeitsfirmen ? hätte das Deutsche Volk Waffen ? könnten die Politiker dann einfach mal so Millarden verschleudern ?
Wäre der Tabak heute trotzdem noch so teuer ?

Darüber sollte man sich mal gedanken machen, denn am dümmsten stehen wir da, nicht mal die Amerikaner. Wir das Deutsche Volk können uns nicht mehr durchsetzen. Proteste interessieren niemanden und unsere Parteien sind auch alle gleich nur die Farben unterscheiden sich.

*prost*

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 22. Apr 2013 13:26

Keeper hat geschrieben:Naja wenn du 50% oder mehr Bürger die allesamt bewaffnet sind gegen dich hast, bringen dir viele Spielzeuge nichts, so ist das halt, bei internen Konflikten.
Zusätzliche Belastung von außen wäre katastrophal. Egal wie krank so eine Regierung sein kann, jeder würde Verluste in der Bevölkerung, Verluste bei seinen Soldaten vermeiden und seine Infrastruktur in Takt halten wollen.
Ich glaube, daß Du daß Du die oben erwähnte Salamitaktik überlesen hast. Außerdem wäre ein Szenario, in dem "50% der Bevölkerung" wie ein Block geschlossen zusammenkämpft, doch ein "wenig" utopisch, meinst Du nicht? Von den den vielen anderen Kontrollmechanismen mal abgesehen (aber das würde hier jetzt den Rahmen sprengen).
Soldaten sind übrigens bekanntlich auch immer zu ersetzen (was man anhand der langen Tradition der menschlichen Kriegsgeschichte ja auch schon erahnen kann).
Heutzutage hat deren Anzahl übrigens sehr viel an Bedeutung verloren. Die Professionalität, die Taktik des Zusammenspiels, informelle Vernetzung und natürlich die technisch-elektronische Entwicklung samt entsprechendem modernen Kriegsgerät gewinnt dagegen immer mehr an Gewicht (so ist heute z.B. nur noch jeder dritte US-Kampfpilot tatsächlich physisch vor Ort im Einsatz - die anderen steuern unbemannte Drohnen, die alles erledigen - Tendenz stark ansteigend). Ein bewaffneter Aufstand von darüberhinaus völlig konzeptlosen Bevölkerungsteilen wäre schneller zerschlagen, als er begonnen hätte (die meisten wären schon tot, bevor sie überhaupt etwas registrieren könnten - egal, wieviel Gewehre sie gerade dabei haben). Aber für eine Niederschlagung reichen die herkömmlichen "Sicherheitskräfte" zumeist sowieso schon aus.

Was das US-Militär selbst betrifft: Es ist zur Zeit das höchstgerüstete und modernste überhaupt. Die einzige Militärmacht, die binnen kürzester Zeit weltweit koordinierte Großoperationen durchführen kann (was vor allem durch die amphibische Vormachtstellung gewährleistet wird). Rußlands Streitkräfte sind auch nicht zu verachten, aber in diesem Maße nicht dazu in der Lage. China hinkt dem ganzen (auch hier zeigt sich, daß Menschenmassen dabei nicht mehr so bedeutend sind) derzeit noch weiter hinterher, obwohl sie in Sachen Aufrüstung ebenfalls ständig mit dabei sind (im Gegensatz zu Europa übrigens). Aber nochmal: Warum sollten Rußland oder China bei so etwas eingreifen (wollen)? Kriege wurden schon immer ausschließlich zur Erringung von Gebieten und Bodenschätzen (also zur Festigung und Ausdehnung der eigenen Macht) geführt, aber noch nie, um zu "befreien"! Das ist alles nur verlogener propagandistischer Scheißdreck, der jeden Krieg begleitet (also auch als fester Bestandteil desselben zu betrachten ist - heute mehr denn je).
Keeper hat geschrieben:Nein, so ist es schon ok, wenn die Muttis anfangen zu weinen schälst du als Präsident eine Zwiebel und umarmst vor laufender Kameras ein paar Omis, nach 2-3 Wochen ist alles wieder im Lot.
So ungefähr: denn schließlich hättest Du als Präsident ja entschlossen den Frieden und die Freiheit (was ja auch immer zusammen mit dem Begriff "Demokratie" erwähnt wird!) - natürlich ganz selbstlos - verteidigt, respektive gebracht.
Die angeblich unabhängigen ( :lol: ) Massenmedien machen das schon (deren Macht und Möglichkeiten zur Manipulation, die Raffinesse und vor allem das Monopol zur massenhaften Informationsverbreitung (!) sind dabei niemals zu unterschätzen).
Keeper hat geschrieben:Ach und unterschätze nicht Europa und verwechsle dieses nicht mit Deutschland, im EU-Parlament sind mehr Kommunisten und co als du denkst :rolleyes:
Doch das ist ein anderes Thema.
Ich fürchte, Du verkennst da ein wenig die Verhältnisse (bitte nicht falsch auffassen) - von der kontextbezogenen Bedeutungslosigkeit der jeweiligen politischen Bezeichnungen mal abgesehen.
Aber gut, das ist in der Tat ein anderes Thema. Also genug davon. ;)

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von gabor » 22. Apr 2013 10:47

Oha!!!Das kommunistische Europa! :lol: :au:
Immer bereit!

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Keeper » 22. Apr 2013 10:11

Ich hat geschrieben:Europa schonmal mit absoluter Sicherheit nicht! :lol:
Und warum sollten sich Rußland oder China gegen eine derart hochgerüstete Militärmacht (von den Atomwaffen mal ganz abgesehen) ausgerechnet deshalb in einen Krieg stürzen?
Aus reiner Nächstenliebe? ;)
Naja wenn du 50% oder mehr Bürger die allesamt bewaffnet sind gegen dich hast, bringen dir viele Spielzeuge nichts, so ist das halt, bei internen Konflikten.
Zusätzliche Belastung von außen wäre katastrophal. Egal wie krank so eine Regierung sein kann, jeder würde Verluste in der Bevölkerung, Verluste bei seinen Soldaten vermeiden und seine Infrastruktur in Takt halten wollen.
Verlierst du nur einen dieser Punkte, kannst du schnell alles verlieren.

Was deine Andeutung des aufgerüsteten Amerikanischen Militärs betrifft. Massenvernichtungswaffen dienen bekanntlich nur zur Abschreckung.
Jene Waffen die bekannt sind, so wie die Atombombe oder Wasserstoffbombe sind Taktisch nicht effektiv. Vor allem nicht, wenn andere diese Waffen auch besitzen.
Auch solltest du bedenken, dass diese Waffen veraltet sind. 1945 wurde von den Amerikanern die erste Atom Bombe gezündet. 1952 die Wasserstoffbombe, für uns das Pölb die stärkste uns bekannte Waffe.
Glaubst du ernsthaft, das die Militärs heute nichts besseres haben? ich deute hier allgemein jedes Industrielle Moderne Land an und nicht nur Amerika.
Stell dir mal vor, so was dringt nach außen wegen interner Probleme oder noch schlimmer, dein eigenes doofe Volk kommt an besitz deiner Spielzeuge? ^^

Nein, so ist es schon ok, wenn die Muttis anfangen zu weinen schälst du als Präsident eine Zwiebel und umarmst vor laufender Kameras ein paar Omis, nach 2-3 Wochen ist alles wieder im Lot.
Ach und unterschätze nicht Europa und verwechsle dieses nicht mit Deutschland, im EU-Parlament sind mehr Kommunisten und co als du denkst :rolleyes:
Doch das ist ein anderes Thema.
Keeper hat geschrieben:Hoffen wir nur, das die Waffen nicht an Qualität verlieren ...
Gerade in der Branche dürfte das wohl am wenigsten zu befürchten sein...[/quote]

Leider bin ich mir da nicht so sicher, nicht wenn es um Öffentliche Waffen geht und diese Wirtschaftlich behandelt werden...
Heute hast du Pferdefleisch in deiner Lasagne und morgen explodieren deine Patronen in der Colt.

Die Amis werden es nie lernen, immerhin steht ihre Freiheit auf den Spiel und diese kann man nur Zivil mit Waffen sichern :au:

Bild

Gott schütze Amerika, ach nein, das machen ja nun die Kinder.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 22. Apr 2013 04:33

Keeper hat geschrieben:Sie würde bestimmt nicht davor zurückschrecken, wenn die richtigen kranken Menschen dies entscheiden.
Gab es (ist zwar lange her) ja dort auch schon einmal unter Lincoln in New York.
Aber z.Zt. sind ja für die dortige Regierung auch keinerlei Gründe dazu vorhanden (vor allem, wenn man gegen einen äußeren Feind predigt, den man sich größtenteils selbst geschaffen hat, wobei die Durchschnittsbürger - durch die Massenmedien berieselt - auch gerne mal vergessen, daß ihre eigenen Truppen in deren Ländern stehen). Davon mal abgesehen wurde bei solcherlei Unternehmungen sowieso schon immer nach der "Salamitaktik" vorgegangen.
Keeper hat geschrieben:Sollte ein Land, auch Amerika das Militär intern gegen Zivilisten einsetzen und wir reden hier in großen Maßstäben, würde Amerika im Weltsicherheitsrat Elend abstinken ^^
Sanktionen oder je nach Verbrechen sogar sofortige Kriegserklärung seitens Europa, Russland, China und co. wären die Folgen.
Europa schonmal mit absoluter Sicherheit nicht! :lol:
Und warum sollten sich Rußland oder China gegen eine derart hochgerüstete Militärmacht (von den Atomwaffen mal ganz abgesehen) ausgerechnet deshalb in einen Krieg stürzen?
Aus reiner Nächstenliebe? ;)
Keeper hat geschrieben:Natürlich gibt es noch eine andere... wenn das ganze Amerikanische Volk seine Waffen freiwillig abgibt.

Also, sehr unwahrscheinlich :rolleyes: .
Unwahrscheinlich ist das allerdings (auch).
Keeper hat geschrieben:Hoffen wir nur, das die Waffen nicht an Qualität verlieren ...
Gerade in der Branche dürfte das wohl am wenigsten zu befürchten sein...

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Keeper » 22. Apr 2013 02:33

Sie würde bestimmt nicht davor zurückschrecken, wenn die richtigen kranken Menschen dies entscheiden.

Doch eins musst du bedenken, Amerika ist zwar eine Weltmacht, doch alleine nicht mehr wert als Nord Korea.
Sollte ein Land, auch Amerika das Militär intern gegen Zivilisten einsetzen und wir reden hier in großen Maßstäben, würde Amerika im Weltsicherheitsrat Elend abstinken ^^
Sanktionen oder je nach Verbrechen sogar sofortige Kriegserklärung seitens Europa, Russland, China und co. wären die Folgen.

Heist, die Macht die Amerika zwar besitzt jedoch intern nicht gezielt einsetzen kann betäubt es geradezu, doch diese Macht wäre wahrscheinlich die einzige Lösung, diese ganzen Waffen zu beschlagnahmen.
Natürlich gibt es noch eine andere... wenn das ganze Amerikanische Volk seine Waffen freiwillig abgibt.

Also, sehr unwahrscheinlich :rolleyes:

Selbst wenn es Geld für diese Waffenabgabe gäbe, würden es trotzdem keine 50% der Waffen zum Schmelzofen schaffen.

Siehst es ja auch beim Tabak, egal wie teuer der scheiss wird, wirklich weniger geraucht wird nicht und selbst wenn, der Prozess ist ein sehr langsamer.
Hoffen wir nur, das die Waffen nicht an Qualität verlieren wie beim Tabak, nicht das wir bald in den Nachrichten sehen, das ein Amerikanisches Kind welches von Eltern zum schießen motiviert wurde am Kolben Rückschlag starb.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 22. Apr 2013 01:41

Keeper hat geschrieben:Selbst wenn, der Schwarzmarkt wird sich freuen ^^
Und den Großproduzenten selbst könnte es - auf längere Sicht - auch relativ egal sein. Es sei denn, man würde bei denen dasselbe Prozedere anwenden, das vor gut einem Jahrzehnt in Europa bei der Tabakindustrie erfolgreich angewandt wurde, welche zuvor an einer geschmuggelten Stange Kippen genau soviel verdiente, wie an einer versteuerten. Es konnte z.T. sogar nachgewiesen werden, daß allseits bekannte Firmen den organisierten Schmuggel unterstützte, weil man dadurch den Absatz natürlich noch erheblich steigern konnte.

Als mehrere Staaten dann wirklich gemeinsam ernst machten (schließlich gingen ihnen dadurch ja Unsummen an Steuergeldern flöten) und der jeweilige Hersteller für jede einzelne Schmuggelstange, die aus seiner Produktion stammte, ein hohes Bußgeld mitentrichten sollte, fand das bis dahin blühende Geschäft innerhalb von kürzester Zeit ein Ende (letztlich also nur eine Kalkulationsfrage)!
Danach wurde dieser Markt mit minderwertigem Tabak unter entsprechend gefälschten Marken versorgt (was man den o.g. Firmen selbst ja nicht mehr anlasten konnte).

Ich fand es damals wirklich erstaunlich und selten so veranschaulichend, wie groß die Macht gewisser (privaten) Wirtschaftsmächte doch ist bzw. sein kann.
Da bleibt (für mich) allerdings auch noch eine Frage offen: Wer hat dadurch letztendlich denn wirklich großartig gewonnen? :denk:

Die Staaten bzw. Finanzämter nur bedingt, da (einerseits aufgrund der hohen Steuern) der Konsum nicht mehr anstieg. Die legale Tabakindustrie somit ebenfalls nicht.
Die OK aber auch nicht großartig, da sich dieser Bereich nicht mehr so lohnte, was man ja schon alleine anhand der Fälschungen und des Umstiegs auf minderwertigen Tabak erkennen kann, der von den Konsumenten natürlich nur bedingt gekauft wurde, so daß deren Absatzzahlen sanken (und das Geschäft dann eher kleineren Banden überlassen wurde).

Die Konsumenten? Auch nicht wirklich. Einerseits mußten diese für diesselbe Konsummenge tiefer in die Tasche greifen und andere wiederum mußten sich aufgrund von Geldmangel mit dem o.g. billigen und minderwertigen Tabak zufriedengeben (dessen "Qualität" die Krankenkassen natürlich auch noch entsprechend belastete).

Hält sich das ganze dadurch im Endeffekt in der Waage?
Keeper hat geschrieben:In Amerika sind so viele Waffen in Umlauf, Gesetze wären nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein.
Drastische Maßnahmen wären erforderlich, und das gegen ein Wolk welches bis auf die Zähne bewaffnet ist.
Na Mahlzeit.

Da kommt jede hilfe zu spät.
Wenn man obiges (der Vergleich hinkt allerdings aufgrund der Unterschiedlichkeit der jeweiligen Produkte) nicht anwenden könnte oder würde.....
Glaubst Du, eine wie auch immer geartete Regierung würde davor zurückschrecken, "Sicherheitskräfte" und Armee bewaffnet gegen das eigene Volk einzusetzen, falls es ihr wirklich notwendig erscheint?

Man sollte sich nicht der Illusion hingeben, daß so etwas nur ein "Privileg" von Diktatoren wäre. Denn das ist letztendlich auch wieder "nur" eine Kalkulationsfrage!

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Keeper » 22. Apr 2013 00:26

Selbst wenn, der Schwarzmarkt wird sich freuen ^^

In Amerika sind so viele Waffen in Umlauf, Gesetze wären nur ein kleiner Tropfen auf einen heißen Stein.
Drastische Maßnahmen wären erforderlich, und das gegen ein Wolk welches bis auf die Zähne bewaffnet ist.
Na Mahlzeit.

Da kommt jede hilfe zu spät.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 21. Apr 2013 02:14

Ach ja, nun ist es ja auch offiziell raus:

Die sooooo grandios angekündigte und (angeblich) geplante Verschärfung der US-Waffengesetze ist (erwartungsgemäß) natürlich wieder einmal ebenso grandios gescheitert. http://web.de/magazine/nachrichten/ausl ... egeln.html

Noch Fragen? :||

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 30. Mär 2013 20:01

Thefalus hat geschrieben:Unverschämt, wie ich nun mal bin, sage ich, was ich dazu denke:
Von mir aus... es ertönte ein (g)rollendes Quietschen und siehe da: das Rezessionsmonster ward über ihn gekommen. :|
Thefalus hat geschrieben:... Also schaue ich auch immer genau hin, wer die Entwaffnungen so vollmundig fordert.
Jaaa, genauso argumentiert ja u.a. auch die Michigan-Miliz; ist ja alles schön und gut, aber was meinst Du denn jetzt diesbezüglich zu den Rauschmitteln?
Thefalus hat geschrieben:Was ich aber fast noch spannender finde, daß ist die gerade gescheiterte UNO-Resolution eines Waffenlieferungsverbotes an Staaten, die Waffen gegen die Zivilbevölkerung verbrecherisch einsetzen. Ausgerechnet der Iran, Nordkorea und Syrien haben das Gesetz zu Fall gebracht. Echt der Hammer.
Ah jo: :au: <--- Echt der Hammer! Aber falls es Dich wirklich mal interessieren sollte: http://www.youtube.com/watch?v=cYdHT1RgIo8
Hier noch ein (vielleicht) etwas eindrucksvolleres Beispiel (damit man hinterher vor lauter Gesülze nicht noch vergißt, über was genau da eigentlich gerade so gesülzt wird): http://youtu.be/tPiQ90MTBSs
Cheers.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von khezef » 30. Mär 2013 18:53

Apropo Syrien:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/s ... 91775.html

Bild

Die FSA schickt laut dem Spiegel jetzt auch Kinder an die Front. Der kritiklose Artikel selbst steigert meinen Drang zu kotzen fast noch, aber mich wundert, dass überhaupt darüber berichtet wird. Naja, woran ich dabei jedenfalls denken musste war diese heuchlerische Doppelmoral: Den angelich abgrundtief bösen Rebellenführer Cony aus Afrika und seine monströse Armee aus Kindersoldaten wollten wir für solche "Verbrechen" einen Kopf kürzer machen, aber in Syrien feiern unsere Medien sie als unschuldige Märtyrer und die NATO (Frankreich und England haben in den letzten Wochen medial verbreitet, sie würden sich über das EU - Waffenembargo hinwegsetzen) und die arabische Liga belohnen die FSA dafür mit Waffen anstatt mit schwer bewaffneten Kopfgeldjägern. Und wir sehen zu, wie der nahe Osten in Fetzen gerissen wird.

Khezef

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Thefalus » 30. Mär 2013 16:58

Unverschämt, wie ich nun mal bin, sage ich, was ich dazu denke:

1935 verbietet Mao Tse Tung alle privaten Waffen. Kurz darauf tötet er 20 Millionen unbewaffnete Bauern, die gegen ihn aufstehen. Und was sagte Mahatma Gandhi zu privaten Waffen? Sie sind eine unabdingbare Voraussetzung, um die Rechte eines freien Volkes verteidigen zu können ("Among the many misdeeds of the British rule in India, history will look upon the act depriving a whole nation of arms, as the blackest.") Und was hat der Dalai Lama zu Waffengesetzen gesagt? "But if someone has a gun and is trying to kill you ... it would be reasonable to shoot back with your own gun." Aha. Und Sigmund Freud? "Angst vor Waffen ist ein Anzeichen für eine retardierte Sexualität und emotionale Unreife."

Und Adolf Hitler? Der hat es sogar fertig gebracht nur die Juden in seinem Volk per Gesetz völlig zu entwaffnen. Um die solcherart wehrlos Gewordenen dann zu deportieren und in Konzentrationslagern zu ermorden! Der KZ-Überlebende Theodore Haas berichtet in einem Interview:

"Before Adolph Hitler came to power, there was a black market in firearms, but the German people had been so conditioned to be law abiding, that they would never consider buying an unregistered gun. The German people really believed that only hoodlums own such guns. What fools we were. [...] There is no doubt in my mind that millions of lives could have been saved if the people were not "brainwashed" about gun ownership and had been well armed. Hitler’s thugs and goons were not very brave when confronted by a gun. Gun haters always want to forget the Warsaw Ghetto uprising, which is a perfect example of how a ragtag, half starved group of Jews took up 10 handguns and made asses out of the Nazis."

Private Bewaffnung - so zeigt die Geschichte - können ein freies Volk vor gewaltsamen Übergriffen von totalitären Diktaturen, von sozialistischen, kommunistischen, aber auch von rechtsradikalen Religiösen und sonstigen Nazi-Extremspinnern wirkungsvoll schützen. Also schaue ich auch immer genau hin, wer die Entwaffnungen so vollmundig fordert.

Was ich aber fast noch spannender finde, daß ist die gerade gescheiterte UNO-Resolution eines Waffenlieferungsverbotes an Staaten, die Waffen gegen die Zivilbevölkerung verbrecherisch einsetzen. Ausgerechnet der Iran, Nordkorea und Syrien haben das Gesetz zu Fall gebracht. Echt der Hammer.

Thefalus

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 29. Mär 2013 22:41

Trotzdem hinkt ein Vergleich zwischen Suchtmitteln und Waffen meiner Meinung nach (auch) in diesem Kontext schon ziemlich gewaltig. :rauchen:
Thefalus hat geschrieben:Tabak, Alkohol und Waffen - das war den Diktatoren schon immer ein Dorn im Auge, wenn es um ihre Untertanen ging.
Bei Waffen stimme Ich Dir hier zu. (was hinsichtlich des US-Regierungs-Spagats in dieser Frage übrigens auch eine amüsante Seite vorzuweisen hat)
Aaaber... Du hast u.a. wohl sträflicherweise vergessen, die Tabak- und Sprirtuosensteuern an dieser Stelle in Deine Überlegungen miteinzubeziehen... :( Schäme er sich. Schäuble' s watching u!
Oder auch andere Rauschmittelchen: Immerhin hatte man z.B. britischerseits ja auch früher schon beachtliche Erfolge bezüglich der Kontrolle in bzw. über China (via Opium) zu verzeichnen.
Ebenso sollen früher die echten Amis - berechtigterweise - auch nicht gerade besonders über das (ihnen überbrachte) Feuerwasser begeistert gewesen sein, wie man so hört. ...

Wie es wohl (grundsätzlich) heutzutage mit diesem Thema in diesem Kontext wirklich beschaffen sein mag? :denk:

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von khezef » 29. Mär 2013 18:15

Das würde die "Briefe der Meister"erklären, die auf ihren Kopf gelandet sein sollen :denk:

Dort wo alteingesessene oder mit Traditionen verbundene Gegenstände verboten werden, entsteht sofort ein Schwarzmarkt für diese Dinge. Schönes Beispiel ist das Alkoholverbot in den USA Anfang des 20 Jh. und der Entwaffnungsversuch für Tuarek in Zentralwestafrika nach den erten beiden Tuarekaufständen.

Khezef

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Thefalus » 29. Mär 2013 17:22

Keeper hat geschrieben:Vielleicht sollten wir auch den Schnaps verbieten.
Sehr visionär von dir. :D Auch wenn nicht gerade neu.

Bild

Tabak, Alkohol und Waffen - das war den Diktatoren schon immer ein Dorn im Auge, wenn es um ihre Untertanen ging. Sehr schön auch Helena Blavatsky, die Mutter der Esoterik, die allen Anhängern Schnaps und Tabak strengstens verbot, aber selbst dicke Havannas rauchte und Cognac gleich flaschenweise in ihren fetten Leib goß. Sie sei "dermassen feinstofflich", daß sie "sonst davonfliegen" würde... :lol:

Wie dem auch sei, ich finde es toll, wenn ein Verbot von Waffen für das Volk funktioniert, dann kann man ja auch Kokain und Heroin verbieten! Ist doch klasse!

Thefalus

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 29. Mär 2013 03:42

Na ja, wie schon erwähnt, ist letzteres speziell (wieso "geographisch"?) noch ein anderes Thema für sich, zu dem Ich mich an dieser Stelle auch nicht weiter äußern werde (nix für ungut).

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Keeper » 29. Mär 2013 03:30

Ich hat geschrieben: Das ganze hat auch mehr mit der jeweiligen Motivation zu tun, als man gemeinhin meint - mitunter noch weit mehr, als "nur" die Frage nach der generellen Verfügbarkeit.
Obwohl Ich denke, daß die Mordrate - speziell in der BRD - bei einer erheblichen Lockerung oder gar Aufhebung des hiesigen WaffG [und im letzteren Fall auch des KrWaffKontrG] aus diversen Gründen wohl sprunghaft ansteigen würde; aber das ist noch ein anderes Thema.
Schwer einzuschätzen.
Ich behaupte einfach mal knall hart, das Waffen sich in Deutschland kaum lohnen, da unser Freund und Helfer schnell vor Ort sein kann, nicht mal für Kriminelle gibt einen Grund für eine Waffe, außer damit jemanden einzuschüchtern.

Würde sich Deutschland jedoch Geografich verändern oder die Kriminalität drastisch erhöhen, würden auch hier schnell viele Schusswaffen ihren neuen Haushaltbesitzer finden... ob legal oder Illegal.
Unser Waffengesetz und alles was dazu gehört hat seine richtigkeit, funktioniert jedoch nur solange, wie sich das volk vom Staat beschützt fühlt, was mit ein Hauptproblem der USA darstellt.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 29. Mär 2013 03:00

Keeper hat geschrieben:Stellt euch mal vor, diverse Amokläufe in Schulen wären nicht mit Schusswaffen sondern mit Molotowcocktails geregelt worden, günstiger, einfach in Herstellung und sehr effektiv.
Dies dürfte i.d.R. allerdings definitiv nicht den Tatbedürfnissen dieses Tätertyps gerecht werden.
Keeper hat geschrieben:... der Mensch steuert immer dagegen und Mordet halt anders.
Das ganze hat auch mehr mit der jeweiligen Motivation zu tun, als man gemeinhin meint - mitunter noch weit mehr, als "nur" die Frage nach der generellen Verfügbarkeit.
Obwohl Ich denke, daß die Mordrate - speziell in der BRD - bei einer erheblichen Lockerung oder gar Aufhebung des hiesigen WaffG [und im letzteren Fall auch des KrWaffKontrG] aus diversen Gründen wohl sprunghaft ansteigen würde; aber das ist noch ein anderes Thema.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Keeper » 29. Mär 2013 02:36

Ich sehe nicht diese Waffen als das Hauptproblem für Amerika und andere Länder, wo relative gesehen viele Menschen Opfer durch Schusswaffen werden.

Prozentual ist, egal im welchen Land die Opferzahl durch Schusswaffen sehr gering (Zivil)
Die Meisten werden immer noch, erdrosselt, erwürgt, erschlagen, überfahren, ersoffen oder sonst noch alles. Auch in Amerika. „Noch mal es geht um Morde, keine Unfälle etc“
Es scheint, das ein Mörder oder ein Krimineller der dazu bereit ist, meistens nie zu einer Schusswaffe greift sondern andere Mittel in Betracht zieht.
Das hat bestimmt viele Gründe, Waffen sind laut, teuer und meistens recht leicht zurück zu verfolgen. Vielleicht ist es auch einfach nur die Situation.

Ich will jetzt nicht allzu sehr in Zahlen, Statistiken, Studien oder Vermutungen eingehen…
Das Thema ist ja Waffengesetz, Gesetze bedeuten Einschränkung, Gesetze bedeuten Erziehung durch den Staat. Da würde ich auch sagen, nein danke.
Nur weil ein paar Menschen ihre Macken haben und Amok laufen, darf ich nun keine Waffe zur Verteidigung besitzen und dabei zusehen wie meine Frau und Kinder vor meinen Augen von Gangstern Vergewaltigt und ermordet werden.
So denken die Ami‘s und es nicht auch nicht „Grundsätzlich“ falsch.
Die brauchen nur strengere Waffen Gesetze, was der Verkauf, besitz und Lagerung betrifft und alles wäre vielleicht besser, Aufklärung wäre bestimmt auch nicht falsch.

Doch bleiben wir doch einfach mal Realstich und Ehrlich… egal welche Ideen durchgesetzt würden, der Mensch steuert immer dagegen und Mordet halt anders.
Stellt euch mal vor, diverse Amokläufe in Schulen wären nicht mit Schusswaffen sondern mit Molotowcocktails geregelt worden, günstiger, einfach in Herstellung und sehr effektiv.
Vielleicht sollten wir auch den Schnaps verbieten.
Bogen, Armbrust, Pusterohre, alles potenziell gefährlich und Distanzwaffen.

Letztens lief eine Doku über Waffen, in Deutschland sind die dabei, Waffen zu kreieren die nur bei ihren Besitzer funktionieren.
Das wäre doch auch schon mal ein richtiger Weg.
Jetzt müssten diese Waffen nur noch erkennen können, ob man grad auf eine Bedrohung Zielt oder einen Unschuldigen, dann wäre es perfekt.

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Ich » 29. Mär 2013 00:45

gabor hat geschrieben:Nunja.....der tägliche Gebrauch mag ja das Empfinden etwas beeinflussen,aber meiner Erfahrung nach nur,wenn einem persönlich nix passiert dabei,bzw. man nie das Opfer war.....
Richtig, das Empfinden eines kontextbezogenen Opfers wird allzu häufig sogar so stark beeinflußt, daß es nach dem Vorgang gar nichts mehr empfindet (weil tot). ;)

Mal ernsthaft, unterhalte Dich mal mit Kriegsveteranen darüber. Viele haben übereinstimmend erzählt (vor allem durch direkte Fronterlebnisse und auch ohne eigene physische Verwundung), daß sie durch das Erlebte - was natürlich auch stark von dem alltäglich präsenten Tod (ergo: damaliger Normalzustand!), natürlich gerade auch von Freunden, mitbeeinflußt wurde - sehr stark abgestumpft waren.
Danach hat es bei vielen auch längere Zeit gebraucht, bis sich dieser Zustand wieder "normalisierte" bzw. abklang.
Sowas ist ja eigentlich auch schon urlange bekannt und kommt auch heute bei z.B. "Nahost-Heimkehrern" vor (bedenke dabei auch, daß die o.g. Veteranen im Gegensatz zu den letztgenannten jahrelang, fast ununterbrochen, an der Front und - u.a. auch aufgrund des Ausmaßes - dem ganzen somit i.d.R. noch weit mehr ausgesetzt waren).

Was Du eigentlich meinst, drückt sich meiner Meinung nach noch weit eher bei z.B. "zivilen" Körperverletzungen, Straßenkriminalität, Mobbing etc. aus - obwohl sich das natürlich keinesfalls ausschließt!
Allerdings hat das o.g. Beispiel da doch noch eine weit andere Dimension (so wirst Du im Ernstfall wohl trotzdem auf anrückende Feindkräfte schießen, auch wenn Du selbst vorher schonmal X Monate im Lazarett gelitten hast - im heutigen Zivilleben verzichtest Du dagegen z.B. auf einen Faustschlag aus nichtigem Anlaß - vielleicht auch, weil Du selbst schon einige eingesteckt hast... etc.).
gabor hat geschrieben:Und die doch recht kräftige Manipulation der "Frontschweine" durch besonders ausgebildete"Antreiber" sollte auch nicht vergessen werden.
Wenn ich den Gegner erst gar nicht als menschliches Wesen wahrnehme(Untermenschen,Gooks,Schlitzis,Charli,besessene Islamisten.....) wird`s doch um einiges leichter....
Tja, das war (und ist auch weiterhin) natürlich auch schon immer mit eine wesentliche Komponente des Krieges gewesen. Aber was willst Du jetzt genau im hiesigen Kontext damit ausdrücken?
Ein Vergleich des "Entmenschlichens der Opfer" seitens eines Amokläufers und andererseits eines Soldaten auf dem Schlachtfeld würde da doch trotzdem noch ein wenig hinken, oder?

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von gabor » 28. Mär 2013 18:22

Ich hat geschrieben:Natürlich ist eine Verwendung von Hieb- und Stichwaffen "persönlicher" und erfordert zumeist auch mehr Mut bzw. Entschlossenheit (durch Schußwaffen wird u.a. diese Hemmschwelle auch meiner Meinung nach umgangen, wodurch sich natürlich auch die Törungsfälle erheblich häufen, welche ansonsten - allgemein - im Falle einer Nichtverfügbarkeit wohl schon desöfteren unterblieben wären).
Allerdings ist im Falle eines alltäglichen Gebrauchs (z.B. im Krieg) die Abstumpfung mit der Zeit in beiden Fällen gegeben.
Daimao_Koopa hat geschrieben:Im Fall von Schusswaffengebrauch (ich kann nur schätzen, da mir hier die Erfahrung fehlt) verkommt die ganze Kunst irgendwann zu einer Art "Spiel", bzw. zu einem kaum bewussten Automatismus. Soll heißen: irgendwann merkt man nicht mehr dass man tötet, da die Waffe einem den Akt abnimmt. Traurig und irgendwie auch beängstigend!
Das, was Du hier meinst, trifft meines Erachtens wohl (noch weit) eher auf Tötungen per Mausklick - z.B. via Drohnen - zu:
Hier eine interessante Doku, in der es auch um diesen Aspekt geht: http://youtu.be/JXkvPHo7OPk
Nunja.....der tägliche Gebrauch mag ja das Empfinden etwas beeinflussen,aber meiner Erfahrung nach nur,wenn einem persönlich nix passiert dabei,bzw. man nie das Opfer war.....
Wäre z.B. bei einem Schlachter der Fall.Solange das alles seinen gewohnten Gang geht....ein netter Beruf,aber was,wenn der Bulle sich mal das Bolzenschussgerät "ausleiht"!? :lol:
Und die doch recht kräftige Manipulation der "Frontschweine" durch besonders ausgebildete"Antreiber" sollte auch nicht vergessen werden.
Wenn ich den Gegner erst gar nicht als menschliches Wesen wahrnehme(Untermenschen,Gooks,Schlitzis,Charli,besessene Islamisten.....) wird`s doch um einiges leichter....
Immer bereit!

Re: und wieder ein Massaker in den USA

von Daimao_Koopa » 28. Mär 2013 01:45

Ja, genau so etwas meine ich! Ähnliche Dokus kenne ich zwar, aber ich werd's mir im Laufe der Woche noch ansehen. ...Wenn doch die Übertragungsrate meines WL-Sticks nicht so grottig wäre...

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