lokale legenden

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Re: lokale legenden

von pazuzu » 19. Okt 2008 12:04

ich dacht eher an spuk oder hexen , riesen usw.
den schinderhansel hat es wirklich gegeben.
ist ober trotzdem eine gute geschichte

Re: lokale legenden

von Apokalypse » 19. Okt 2008 11:38

Ich weiß net ob das hier so reinpasst aber er ist schließlich in der Gegenden wo ich herkomme eine legende von Hunsrück bis nach Mainz man schätzt er hatte um die 90 Mann und war sogar mit den Roten Fink zusammen.

Schinderhannes - Der Räuberhauptmann

würde in der näheren Stadt Mainz durchs Fallbeil hingerichtet, man hat die Leiche entwendet nach der Hinrichtung , das Skelet was in der Uni liegt mit den Namen ist nachweißlich nicht Schinderhannes.

Apo

Re: lokale legenden

von Azazel » 19. Okt 2008 10:49

Man kann die Arbeit solcher menschen gar nicht hoch genug einschätzen - es wäre schade, wenn diese alte Sagen und Mythen verloren gehen würden

Re: lokale legenden

von Rall Schorrdas » 18. Okt 2008 17:54

Das hier ist bei mir um die Ecke. (Der erste Abschnitt gibt einige Sagen zum Ort in Kurzform wieder.)

undefined://www.bochum-riemke.de/tippelsberg.html

Ansonsten haben wir in Bochum das Glück, einen Privatgelehrten zu haben, der hier die lokalen Sagen erfaßt. Mit Bochum allein ist er längst fertig und kümmert sich mittlerweile um andere Orte im Ruhrgebiet. Daher vielleicht auch für die Anderen aus der Gegend interessant.

undefined://www.iefr.de/

:)

Rall

lokale legenden

von pazuzu » 18. Okt 2008 13:57


ich dacht es macht spass mal die lokalenlegenden aus euren gegenden zu hören


ich bin in tegel geboren


Spuk in Tegel


Tegel ist ein ehemaliges Jagdhaus des Großen Kurfürsten, das zum Unterschied vom nahe gelegenen Dorf gleichen Namens Schloß Tegel heißt. Hier war ein Poltergeist zu Hause, der Tag und Nacht lärmte und den Bewohnern keine Ruhe ließ.

Zunächst war der Geist nur durch sein Lärmen lästig, schließlich aber fing er an, die Leute mit Steinen zu bewerfen. Da diese glühend heiß waren, vermutete man, daß das Gespenst seine Wurfgeschosse direkt aus der Hölle beziehe. Manchmal knallte der Geist mit Peitschen in den Räumen des Schlosses; auch mit den Eßwaren trieb er Schindluder und machte sie häufig ungenießbar, mit dem Feuer aber ging er ganz gefährlich um. Hie und da konnte man ihn sehen. Bald zeigte er sich als kleines Männchen, dann war er wieder riesengroß, einmal sah er wie ein schwarzer Kobold aus, dann wieder wie ein weißgrauer Dunst. In ganz Berlin kannte man ihn, in allen Kreisen der Gesellschaft sprach man von diesem unheimlichen Spuk. Alle Versuche, ihn zu vertreiben, blieben lange Zeit erfolglos. Endlich verschwand er und zeigte sich nicht mehr.

Goethe erinnert im Faust spöttelnd an diesen Spuk:

Das Teufelspack, es fragt nach keiner Regel,
Wir sind so klug, und dennoch spukt's in Tegel.




Der Spuk in der Tegeler Mühle



Der Müller von Tegel wollte seine Tochter an einen Müllergesellen verheiraten, und es kamen auch viele Anwärter. Der Müller nahm sie zunächst als Geselle auf Probe. Aber keiner von ihnen überlebt die erste Nacht in der Mühle. Auf rätselhafte Weise kamen alle ums Leben. Bald wagte sich keiner mehr, dort anzuklopfen. Eines Tages jedoch erschien ein hübscher, fremder Bursche und hielt um die Hand der Tochter an. Alle Warnungen des Müllers und seine Hinweise auf die rätselhaften Tode seiner Vorgänger konnten den jungen Mann nicht abhalten. Am Abend nahm dieser ein Beil und machte sich im Mahlraum ein Bett. Anstatt zu schlafen beobachtete er jedoch, mit dem Beil in der Hand, was um ihn herum geschah. Um Mitternacht schlüpfte eine graue Katze unter den Säcken hervor und begann den Mühlstein zu bewegen. Bald sprangen noch zwei weitere Katzen hinzu und zu dritt begannen sie den Mahlstein wie rasend zu drehen. Der Geselle nahm all seinen Mut zusammen und wollte die Tiere verjagen. Da fingen die Katzen an zu wachsen und sie fauchten den Burschen grimmig an :"Au", schrie die erste, "Jau", die zweite und "Hau" die dritte. Auf dieses Zeichen fielen sie den Müllergesellen an. Dieser aber ergriff sein Beil und hieb der größten Katze eine Vorderpfote ab.Jammernd stoben sie davon. Der junge Mann aber nahm die abgeschlagene Pfote. Im selben Augenblick verwandelte sich die Katzenpfote in eine Menschenhand mit einem roten Ring am Finger. Verwundert steckte er die Hand ein. Am anderen Morgen stand er munter vor dem Müller und seiner schönen Tochter. Als die ersten Kunden kamen und ihr Mehl abholten, erzählten sie, dass die alte Webern todkrank im Bett läge. Der Müllergeselle erklärte, er sei so klug wie ein Doktor und wolle die alte Webern sehen, vielleicht könne er sie heilen. Als er das Zimmer der Kranken betrat, bat er sie, ihre Hand ansehen zu dürfen. Schnell aber versteckte diese ihre Hände unter dem Betttuch. Da holte er die abgeschlagene Hand hervor und unter Heulen und Jammern gestand die Frau eine Hexe zu sein. Als sie dies ausgesprochen hatte, starb sie. Der Müllerbursche aber heiratete die Müllerstochter und nie wieder hat es in der Tegeler Mühle gespukt.


Incende quod adorasti ! [img]undefined://i270.photobucket.com/albums/jj110/pazuzu_01/grund-1.jpg[/img]

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