Jetzt ist wieder einer der besten Serien zu Ende gegangen: LOST, was aussah, wie eine klassische Robinsonade und sich als Mystery-Serie der Extraklasse entpuppte. Auf der INSEL gab es sehr vieles, was theologische und philosophische Fragen aufwirft, z.B. das "Rauchmonster", der Tempel, das Licht in der Grotte oder "Jacob".
Ohne jetzt das Ende zu Spoilern, sofern Ihr sie vielleicht noch nicht gesehen habt, machte mich das "Ende" sehr nachdenklich, denn sie befasst sich mit dem Tod, und was danach geschieht: Man begegnet all jenen Menschen, die einem besonders wichtig sind in einer Umgebung, die einem vertraut ist und man ahnt nicht, dass man tot ist. Mit jeder Begegnung erinnert man sich ein Stück mehr, und schließlich ist man bereit, "weiter zu gehen".
LOST gefällt mir deshalb so gut, weil die Serie das Thema Religion anpackt, ohne einen erhobenen, christlichen Zeigefinger zu zeigen. Es wird nicht auf eine bestimmte Konfession eingegangen, sondern deckt die zentralen Fragen der Menschen ab: Warum sind wir hier? Was ist das Böse? Was ist das Gute? Gibt es den Teufel? Gibt es Gott? usw.
In diesem Sinne, hier kommt meine Weisheit, die ich nicht nur aus LOST, aber vor allem daraus gezogen habe: Nicht unsere Veranlagungen, sondern unsere Entscheidungen sind gut oder böse, denn in jedem von uns wohnen Dämonen.
Die letzte Folge von LOST ...
Moderator: gabor
- Monsterfactory
- Beiträge: 93
- Registriert: 26. Feb 2010 01:05
- Religionszugehörigkeit: katholisch
- Wohnort: Lieber ein böses Gesicht als eine böse Seele.
- Kontaktdaten:

