AC/DC Fanthread
Verfasst: 2. Sep 2007 01:45
Bei AC/DC handelt es sich wohl um eine der einflussreichsten Hardrock- und Heavy Metal-Formationen aller Zeiten. Neben anderen 70er-Pionieren wie Led Zeppelin, Black Sabbath, Queen und Deep Purple hat wohl keine Band so das Image dieser Stilrichtung so geprägt wie die Australier: Der prototypische genialisch-infantile Leadgitarrist Angus Young in seiner Schuluniform, die simple und gleichzeitig unkaputtbar-kraftvolle Songstruktur und schließlich – im legendären Frontmann Bon Scott – sowohl textlich wie auch im Lifestyle die Inkarnation von Sex, Drugs and Rock'n'Roll. Allein die Tendenzen der anderen Bands – Black Sabbath mit Abstrichen – in Richtung Progressive Rock/Artrock oder andren hippieesken Klängen markieren einen wichtigen Unterschied zu AC/DC, die stets ihrem Credo des simpel-effektiven Rock'n'Roll treu geblieben sind.
Angefangen hat die ganze Geschichte in den frühen 70er Jahren, als die Brüder Malcolm und Angus Young (der damals gerade mal das Teenageralter erreicht hatte) gemeinsam eine Band gründeten, die sich an klassischem Rock'n'Roll orientierte, diesen aber mit wesentlich mehr Druck und Dreck auf die Bühne bringen wollte. Bis 1975 stand dann erste klassische Lineup mit Drummer Phil Rudd, Bassist Mark Evans und dem Sänger Bon Scott, der ironischerweise zuerst der Busfahrer der Band gewesen war, dann aber den Ur-Vokalisten Dave Evans 1974 abgelöst hatte. Mit den ersten beiden, zunächst nur in Australien veröffentlichten Alben TNT[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=LCnGtNiDav8[/url] und High Voltage[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=0GZTcuyj9vM[/url] von 1975 und 1976 stand dann auch endgültig das zementharte Image der Band als dickschädelige, primitiv anmutende, über Sex, Gewalt und das harte Leben on the road singende Hardrock-Prototypen. Der Fokus von Fans und Medien stand eindeutig auf dem Leadgitarristen Angus Young und dem Sänger Bon Scott, der seinerseits keine Gelegenheit ausließ, über die Stränge zu schlagen. Die weiteren, inzwischen auch international (über Capitol) releasten Alben Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1977) [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=S-fruBuR1jY[/url] Let There Be Rock (1977)[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=QNwN3rSrvaE[/url] Powerage (1978)[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=i__LRINO2oI[/url] und Highway To Hell (1979) [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=rAg5kTLeMh4[/url] machten AC/CD dann auch im Rest der Welt zu Rock-Superstars, und die von Tausenden Fans mitgegrölten titelgebenden Hymnen der Platten erschütterten die Stadien der Welt.
Dass der gerade im Hardrock- und Metalsektor gerne bemühte Mythos eines Lebens ohne Grenzen jedoch nicht ohne Opfer auskommt, mussten auch AC/DC erfahren, und zwar ausgerechnet auf der Höhe ihres Erfols. Ende 1979 war gerade das bislang erfolgreichste Album der Band mit dem Tiel Highway To Hell veröffentlicht worden, als Bon Scott am 19. Februar 1980 in London auf dem Rücksitz des Wagens eines Freundes starb. Wie üblich, bildeten sich sofort Legenden und Verschwörungstheorien um seinen Tod, und lange wurde vom "klassischen" Dahinscheiden durch Ersticken an seinem eigenen Erbrochenen ausgegangen. In der Tat dürfte es sich um eine unglückliche Kombination aus Alkoholvergiftung und dem Asthma des Musikers gehandelt haben. Auf jeden Fall war der Hardrock im Allgemeinen und die Band AC/DC im Besonderen einer Leitfigur beraubt, und beide Parteien standen vor der Frage, wie es nun weitergehen sollte.
Schließlich kam der noch von Bon Scott selbst bewunderte Sänger Brian Johnson an den begehrten Posten hinters Mikro, auch wenn dies eine Zweiteilung der Fanschar in "Scott-Traditionalisten" und "Johnson-Progressive" mit sich brachte. Das noch 1980 erschienene Comebackalbum nannte sich pietätvoll Back In Black [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=IPlEnC4SdCA[/url], lieferte aber (u.a. in den Hits Hell's Bells und dem Titeltrack) eine ebenso intensive Dosis Sex, Drugs und Rock'n'Roll wie der Vorgänger. Hinzu kam, dass die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Sänger eher in den Details als im Grundsätzlichen lagen, so dass der Übergang von der Scott- zur Johnson-Ära insgesamt relativ geräuschlos (falls man das so sagen kann) vor sich ging.
Dennoch wurde es im weiteren Verlauf der 80er Jahre schwierig für AC/DC, den Erfolg der 70er aufrecht zu erhalten. Zwar enthielt das 1981er Album For Those About To Rock (We Salute You) [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=2-tQr5yCo4s[/url] noch einmal einen echten Band-Klassiker, doch gab es einiges an bandinternen und sonstigen Problemem zu bewältigen: Unter anderen stieg 1983 Drummer Phil Rudd aus, das Management wechselte, und die weiteren AC/DC-Platten schnitten im Vergleich zu vergangenen Heldentaten sowohl kommerziell wie auch bei den Fans eher mau ab. Erst 1990 gelang mit The Razor's Edge [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=md38AGK7YOs[/url] und dem allseits bekannten Song Thunderstruck ein kleines Comeback, und die anschließende Welttournee (auch festgehalten auf der Doppel-LP Live, die als eines der besten Livealben aller Zeiten gilt) brachte AC/DC wieder in Richtung Top of the Rocks. In den 90ern gab es dann relativ wenig Neues von AC/DC zu hören, wenn man von der Rückkehr Phil Rudds auf den Schlagzeughocker und dem 95er Album Ballbreaker[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=PZCBNRF3LY4[/url] absieht. Dessen Single Big Gun schaffte es zwar auf dem Soundtrack zum Schwarzenegger-Film "True Lies", doch ansonsten war es nicht unbedingt ein Schritt in Richtung neuer Legendenbildung. Erst der 2000er Longplayer Stiff Upper Lip [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=iFpVorbQc_M[/url] konnte die Mehrheit von Fans und Kritikern wieder mit Back to the Roots-Rock'n'Roll überzeugen. 2003 wurden AC/DC in die Rock'n'Roll Hall Of Fame eingeführt und konnten auf 63 Millionen verkaufte Schallplatten alleine in den USA zurückblicken. Seit 2006 arbeitet die Gruppe auch wieder an einem neuen Studioalbum.
-Die Idee, seine Schuluniform als Bühnenoutfit zu tragen, hatte Angus Young von seiner Schwester erhalten, nachdem frühere Kostümideen wie Spiderman oder Superman verworfen worden waren.
-Der Begriff AC/DC bezeichnet ursprünglich die Abkürzung für den elektrotechnischen Unterschied zwischen Wechselstrom (alternating current) und Gleichstrom (direct current).
-Alben
* 1975 High Voltage
* 1975 T.N.T.
* 1976 Dirty Deeds Done Dirt Cheap
* 1977 Let There Be Rock
* 1978 Powerage
* 1979 Highway to Hell
* 1980 Back in Black
* 1981 For Those About to Rock We Salute You
* 1983 Flick of the Switch
* 1985 Fly on the Wall
* 1986 Who Made Who
* 1988 Blow Up Your Video
* 1990 The Razors Edge
* 1995 Ballbreaker
* 2000 Stiff Upper Lip
Sonstige
* 1978 If You Want Blood You've Got It (Live)
* 1992 Live (2CD)
* 1997 Bonfire (4-CD-Boxset)
Angefangen hat die ganze Geschichte in den frühen 70er Jahren, als die Brüder Malcolm und Angus Young (der damals gerade mal das Teenageralter erreicht hatte) gemeinsam eine Band gründeten, die sich an klassischem Rock'n'Roll orientierte, diesen aber mit wesentlich mehr Druck und Dreck auf die Bühne bringen wollte. Bis 1975 stand dann erste klassische Lineup mit Drummer Phil Rudd, Bassist Mark Evans und dem Sänger Bon Scott, der ironischerweise zuerst der Busfahrer der Band gewesen war, dann aber den Ur-Vokalisten Dave Evans 1974 abgelöst hatte. Mit den ersten beiden, zunächst nur in Australien veröffentlichten Alben TNT[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=LCnGtNiDav8[/url] und High Voltage[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=0GZTcuyj9vM[/url] von 1975 und 1976 stand dann auch endgültig das zementharte Image der Band als dickschädelige, primitiv anmutende, über Sex, Gewalt und das harte Leben on the road singende Hardrock-Prototypen. Der Fokus von Fans und Medien stand eindeutig auf dem Leadgitarristen Angus Young und dem Sänger Bon Scott, der seinerseits keine Gelegenheit ausließ, über die Stränge zu schlagen. Die weiteren, inzwischen auch international (über Capitol) releasten Alben Dirty Deeds Done Dirt Cheap (1977) [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=S-fruBuR1jY[/url] Let There Be Rock (1977)[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=QNwN3rSrvaE[/url] Powerage (1978)[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=i__LRINO2oI[/url] und Highway To Hell (1979) [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=rAg5kTLeMh4[/url] machten AC/CD dann auch im Rest der Welt zu Rock-Superstars, und die von Tausenden Fans mitgegrölten titelgebenden Hymnen der Platten erschütterten die Stadien der Welt.
Dass der gerade im Hardrock- und Metalsektor gerne bemühte Mythos eines Lebens ohne Grenzen jedoch nicht ohne Opfer auskommt, mussten auch AC/DC erfahren, und zwar ausgerechnet auf der Höhe ihres Erfols. Ende 1979 war gerade das bislang erfolgreichste Album der Band mit dem Tiel Highway To Hell veröffentlicht worden, als Bon Scott am 19. Februar 1980 in London auf dem Rücksitz des Wagens eines Freundes starb. Wie üblich, bildeten sich sofort Legenden und Verschwörungstheorien um seinen Tod, und lange wurde vom "klassischen" Dahinscheiden durch Ersticken an seinem eigenen Erbrochenen ausgegangen. In der Tat dürfte es sich um eine unglückliche Kombination aus Alkoholvergiftung und dem Asthma des Musikers gehandelt haben. Auf jeden Fall war der Hardrock im Allgemeinen und die Band AC/DC im Besonderen einer Leitfigur beraubt, und beide Parteien standen vor der Frage, wie es nun weitergehen sollte.
Schließlich kam der noch von Bon Scott selbst bewunderte Sänger Brian Johnson an den begehrten Posten hinters Mikro, auch wenn dies eine Zweiteilung der Fanschar in "Scott-Traditionalisten" und "Johnson-Progressive" mit sich brachte. Das noch 1980 erschienene Comebackalbum nannte sich pietätvoll Back In Black [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=IPlEnC4SdCA[/url], lieferte aber (u.a. in den Hits Hell's Bells und dem Titeltrack) eine ebenso intensive Dosis Sex, Drugs und Rock'n'Roll wie der Vorgänger. Hinzu kam, dass die Unterschiede zwischen dem alten und dem neuen Sänger eher in den Details als im Grundsätzlichen lagen, so dass der Übergang von der Scott- zur Johnson-Ära insgesamt relativ geräuschlos (falls man das so sagen kann) vor sich ging.
Dennoch wurde es im weiteren Verlauf der 80er Jahre schwierig für AC/DC, den Erfolg der 70er aufrecht zu erhalten. Zwar enthielt das 1981er Album For Those About To Rock (We Salute You) [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=2-tQr5yCo4s[/url] noch einmal einen echten Band-Klassiker, doch gab es einiges an bandinternen und sonstigen Problemem zu bewältigen: Unter anderen stieg 1983 Drummer Phil Rudd aus, das Management wechselte, und die weiteren AC/DC-Platten schnitten im Vergleich zu vergangenen Heldentaten sowohl kommerziell wie auch bei den Fans eher mau ab. Erst 1990 gelang mit The Razor's Edge [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=md38AGK7YOs[/url] und dem allseits bekannten Song Thunderstruck ein kleines Comeback, und die anschließende Welttournee (auch festgehalten auf der Doppel-LP Live, die als eines der besten Livealben aller Zeiten gilt) brachte AC/DC wieder in Richtung Top of the Rocks. In den 90ern gab es dann relativ wenig Neues von AC/DC zu hören, wenn man von der Rückkehr Phil Rudds auf den Schlagzeughocker und dem 95er Album Ballbreaker[url]undefined://www.youtube.com/watch?v=PZCBNRF3LY4[/url] absieht. Dessen Single Big Gun schaffte es zwar auf dem Soundtrack zum Schwarzenegger-Film "True Lies", doch ansonsten war es nicht unbedingt ein Schritt in Richtung neuer Legendenbildung. Erst der 2000er Longplayer Stiff Upper Lip [url]undefined://www.youtube.com/watch?v=iFpVorbQc_M[/url] konnte die Mehrheit von Fans und Kritikern wieder mit Back to the Roots-Rock'n'Roll überzeugen. 2003 wurden AC/DC in die Rock'n'Roll Hall Of Fame eingeführt und konnten auf 63 Millionen verkaufte Schallplatten alleine in den USA zurückblicken. Seit 2006 arbeitet die Gruppe auch wieder an einem neuen Studioalbum.
-Die Idee, seine Schuluniform als Bühnenoutfit zu tragen, hatte Angus Young von seiner Schwester erhalten, nachdem frühere Kostümideen wie Spiderman oder Superman verworfen worden waren.
-Der Begriff AC/DC bezeichnet ursprünglich die Abkürzung für den elektrotechnischen Unterschied zwischen Wechselstrom (alternating current) und Gleichstrom (direct current).
-Alben
* 1975 High Voltage
* 1975 T.N.T.
* 1976 Dirty Deeds Done Dirt Cheap
* 1977 Let There Be Rock
* 1978 Powerage
* 1979 Highway to Hell
* 1980 Back in Black
* 1981 For Those About to Rock We Salute You
* 1983 Flick of the Switch
* 1985 Fly on the Wall
* 1986 Who Made Who
* 1988 Blow Up Your Video
* 1990 The Razors Edge
* 1995 Ballbreaker
* 2000 Stiff Upper Lip
Sonstige
* 1978 If You Want Blood You've Got It (Live)
* 1992 Live (2CD)
* 1997 Bonfire (4-CD-Boxset)