Das Böse
Verfasst: 17. Jun 2006 12:18
Das Böse
Ein Mensch pflückt,
denn man merkt es kaum,
ein Blütenreis von einem Baum.
Ein andrer Mensch,
nach altem Brauch,
denkt sich,
was der tut, tu ich auch.
Ein dritter,
weils schon gleich ist,
fasst jetzt ohne Scham den vollen Ast,
und sieh, nun folgt ein ganzes Heer von Sündern,
den armen Baum ganz leer zu plündern.
Von den Verbrechern war der erste,
wie wenig er auch tat,
der schwerste.
Er nämlich übersprang die Hürde
der unantastbar reinen Würde.
Zu fällen einen schönen Baum,
braucht´s eine Viertelstunde kaum.
Zu wachsen,
bis man ihn bewundert,
braucht er,
bedenkt es,
ein Jahrhundert.
c by Roth
Ein Mensch pflückt,
denn man merkt es kaum,
ein Blütenreis von einem Baum.
Ein andrer Mensch,
nach altem Brauch,
denkt sich,
was der tut, tu ich auch.
Ein dritter,
weils schon gleich ist,
fasst jetzt ohne Scham den vollen Ast,
und sieh, nun folgt ein ganzes Heer von Sündern,
den armen Baum ganz leer zu plündern.
Von den Verbrechern war der erste,
wie wenig er auch tat,
der schwerste.
Er nämlich übersprang die Hürde
der unantastbar reinen Würde.
Zu fällen einen schönen Baum,
braucht´s eine Viertelstunde kaum.
Zu wachsen,
bis man ihn bewundert,
braucht er,
bedenkt es,
ein Jahrhundert.
c by Roth