Mann beist Hund ("C'est arrivé près de chez vous")
Verfasst: 7. Apr 2010 17:39
ohne frage einer meiner absoluten favoriten. wenn ich ne liste meiner liebsten filme erstellen müsste, käme "mann beist hund" wohl unter die ersten fünf.
belgischer film, 1992, schwarz/weiß, Benoît Poelvoorde, Rémy Belvaux, André Bonzel (alias: les artists anonymus)
der film ist von dem oben genannten regisseur trio produziert und die drei spielen auch die hauptrollen. der ganze film ist wie eine reportage aufgemacht bei der junge filmstudenten einen serienmörder mit der kamera begleiten. die morde sind teils extrem realistisch dargestellt und auch vor senioren und kindern wird kein halt gemacht. dennoch ist der film nicht geschmacklos oder zielt auf bloßen schock ab, er ist viel mehr eine einzigartig inszenierte medien Kritik/satire, und darüber hinaus auch sehr lustig (auf seine ganz spezielle art.). ein freund meinte mal das der titel "mann beist hund" ein ausspruch von einem journalisten ist der mal sagte: heute ist es keine schlagzeile mehr wenn ein hund einen mann beist. es muss schon andersherum ablaufen! (das ist kein zitat und ich weis auch nicht ob das so stimmt, dennoch würde es aufgrund der medienkritik im filme ja einleuchten.)
interessant ist auch das der mörder (benoit poelvoorde) kein auftragskiller ist oder irgend einer bande angehört. er ist immer allein unterwegs und raubt lediglich des geldes wegen. er sieht es als seine arbeit und ist in seinem vorgehen unheimlich rutiniert und distanziert, zumindest emotional, zu seinem opfer.
er klingelt bei alten frauen und gibt sich als reporter aus der eine umfrage zum thema alters einsamkeit machen will. mitten im gespräch zieht er dann nen revolver und erschreckt sein opfer das sofort einen herzanfall bekommt. dann blickt er schmunzelnt vergnügt in die kamera und prahl mit seinem scharfsinn, denn er sah beim reinkommen schon das herzmedikament auf dem tisch stehen.
dann krallt er sich immer anfang des monats nen briefträger, um ausfindig zu machen wo senioren wohnen. und so weiter und sofort.... der film ist voll von morden (ich kann bei gott nicht sagen wie viele).
knackpunkt des ganzen ist dass das filmteam im verlauf des films immer stärker in die geschehenisse eingreift, auf verlangen des unberechenbaren und, ja, teils auch sympatischen mörders.
wirklich ein absolut einzigartiger film. amüsant, brutal, komisch, poetisch, traurig, kritisch, um nur ein paar abgehalfterte adjektive zu nennen.
"Taube.
Vogel im grauen Gewand.
hast in der städte hölle, meine blicke von dir verbannt.
du bist wirklich die schnelle."
belgischer film, 1992, schwarz/weiß, Benoît Poelvoorde, Rémy Belvaux, André Bonzel (alias: les artists anonymus)
der film ist von dem oben genannten regisseur trio produziert und die drei spielen auch die hauptrollen. der ganze film ist wie eine reportage aufgemacht bei der junge filmstudenten einen serienmörder mit der kamera begleiten. die morde sind teils extrem realistisch dargestellt und auch vor senioren und kindern wird kein halt gemacht. dennoch ist der film nicht geschmacklos oder zielt auf bloßen schock ab, er ist viel mehr eine einzigartig inszenierte medien Kritik/satire, und darüber hinaus auch sehr lustig (auf seine ganz spezielle art.). ein freund meinte mal das der titel "mann beist hund" ein ausspruch von einem journalisten ist der mal sagte: heute ist es keine schlagzeile mehr wenn ein hund einen mann beist. es muss schon andersherum ablaufen! (das ist kein zitat und ich weis auch nicht ob das so stimmt, dennoch würde es aufgrund der medienkritik im filme ja einleuchten.)
interessant ist auch das der mörder (benoit poelvoorde) kein auftragskiller ist oder irgend einer bande angehört. er ist immer allein unterwegs und raubt lediglich des geldes wegen. er sieht es als seine arbeit und ist in seinem vorgehen unheimlich rutiniert und distanziert, zumindest emotional, zu seinem opfer.
er klingelt bei alten frauen und gibt sich als reporter aus der eine umfrage zum thema alters einsamkeit machen will. mitten im gespräch zieht er dann nen revolver und erschreckt sein opfer das sofort einen herzanfall bekommt. dann blickt er schmunzelnt vergnügt in die kamera und prahl mit seinem scharfsinn, denn er sah beim reinkommen schon das herzmedikament auf dem tisch stehen.
dann krallt er sich immer anfang des monats nen briefträger, um ausfindig zu machen wo senioren wohnen. und so weiter und sofort.... der film ist voll von morden (ich kann bei gott nicht sagen wie viele).
knackpunkt des ganzen ist dass das filmteam im verlauf des films immer stärker in die geschehenisse eingreift, auf verlangen des unberechenbaren und, ja, teils auch sympatischen mörders.
wirklich ein absolut einzigartiger film. amüsant, brutal, komisch, poetisch, traurig, kritisch, um nur ein paar abgehalfterte adjektive zu nennen.
"Taube.
Vogel im grauen Gewand.
hast in der städte hölle, meine blicke von dir verbannt.
du bist wirklich die schnelle."