hab gerade auf gameone.de nen trailer gefunden :
vom aktuellen fantasy filmfest: Don´t be afraid of the dark
Don’t be afraid of the Dark
Wo Guillermo del Toro drauf steht, da ist auch Guillermo del Toro drin. Jedenfalls erhofft man sich das vom Eröffnungsfilm des diesjährigen Fantasy Filmfests, auch wenn Herr del Toro in “Don‘t be afraid of the Dark” nicht im Regie-Stuhl Platz genommen hat, sondern nur als Produzent und Co-Writer auftritt.
Regieneuling Troy Nixey suggeriert schon im Titel, dass man es hier mit Dunkelheit zu tun bekommt, klingt soweit ja schon sehr vielversprechend! Meine größere Angst galt allerdings nicht der Dunkelheit, sondern einem anderen Umstand. Um es kurz zu machen: Ein Kind in einer Hauptrolle und dann auch noch in einem Gruselfilm! So hart das auch klingt, Filme, auf die das zutrifft, sind für mich schon oft zu einer Plage geworden. Nicht zuletzt dank Rotzgöre Nummer eins, Dakota Fanning. Die kommt in diesem Film zwar in keinster Weise vor, allerdings ist sie für mein Rotzgören-Trauma verantwortlich und damit Grund genug hier als Mahnmal erwähnt zu werden. Dakota, ich hoffe, du liest das hier und ziehst demütig den einzig sinnvollen Schluss für deine weitere Karriere!
Mit vielen bösen Vorahnungen wurde ich im Kinosessel dann doch von einem Prolog überrascht, der förmlich nach del Toro schreit: Ein düsteres Anwesen, eine große Detailverliebtheit und Blut.
Die Villa gehört einem Maler mit dem Namen Blackwood. In der etwas wüst wirkenden Bibliothek ist eine recht junge Haushälterin gerade damit beschäftigt, ein paar Bücher vom Staub zu befreien, als die Dienstglocke schellt. Unsicher und auch etwas ängstlich bahnt sich die junge Frau ihren Weg durch Räume, die nur durch die Blitze des nächtlichen Gewitters erhellt werden. Der Keller, in dem man nicht die eigene Hand vor Augen sehen kann, ist ihr Ziel. Als plötzlich die schemenhaft-kauzige Gestalt Blackwoods im Schein eines Blitzes erkennbar wird, ist es für die Haushälterin zu spät. Der alte Mann schlägt nicht nur ihr wortwörtlich die Zähne ein, sondern hat auch selbiges schon bei sich selbst vollzogen. Hastig klaubt er, vom flackernden Schein einer Kerze beleuchtet, die Beißerchen auf. Die Zähne sollen ein Lösegeld sein, denn Blackwoods Sohn wurde von Wesen im Heizofen entführt, die sich nur gegen menschliche Zähne besänftigen lassen.
Dieser Versuch des Tausches endet aber für Blackwood nicht sonderlich erbaulich, stimmt den Zuschauer dafür aber wunderbar auf den eigentlichen Film ein. In der Gegenwart angekommen, stellt mich Regisseur Nixey direkt auf die Probe und das mit nichts geringerem als der Hauptdarstellerin. Sally heißt das von Bailee Madison gespielte Scheidungskind, das natürlich gegen seinen Willen zu seinem Vater ziehen muss. Guy Pearce schlüpft in die Rolle von Alex, Sallys Vater, einem Architekt, der sich mit seiner neuen Frau Kim (Katie Holmes) in dem schon aus dem Prolog bekannten Anwesen niedergelassen hat um es zu restaurieren. Im Haus angekommen, bedient sich Sally aller Klischees, die Kinder in Filmen so unsagbar unausstehlich machen. Natürlich mag sie ihre Stiefmutter nicht, natürlich ist sie altklug und natürlich hört sie nicht, auf das was ihr Vater ihr sagt.
Der Umbruch lässt aber zum Glück nicht lange auf sich warten. Als Sally, im gerade zu Parkgroßem Garten der Villa, zielstrebig auf eine zugewucherte, versteckte Glaskuppel zusteuert, zeigt sich nicht nur, dass das Anwesen einen versteckten Kellerraum besitzt, sondern auch, dass Handwerker Harris etwas zu verbergen hat.
Natürlich kann dieser Keller, der sich als letzter Aufenthaltsort Blackwoods vor seinem Verschwinden entpuppt, nicht unberührt bleiben. Vor allem der Heizofen hat es Sally angetan, schließlich sagen die Stimmen im Ungewissen dahinter, dass sie mit ihr befreundet sein wollen. Ohne sich weiter daran zu stören, dass sie hier auf jemanden hört, den Sally noch nie gesehen hat, schraubt sie das Siegel der Ofenöffnung ab und öffnet somit ihre eigene kleine Büchse der Pandora.
Nixey versucht erst gar nicht, del Toros Einfluss auf seinen Film zu verbergen und somit siedelt sich “Don’t be afraid of the Dark” irgendwo zwischen “Pans Labyrinth” und “Cronos” an. Sehr positiv vorzuheben ist die darstellerische Leistung von Bailee Madison, die als Sally zu überzeugen weiß. Nixey hat, nicht zuletzt dank der Hilfe von Altmeister Guillermo del Toro, mit „Don’t be afraid of the Dank“ ein gelungenes Debut erschaffen und bringt Katie Holmes endlich auf Augenhöhe mit ihrem Gatten Tom Cruise.
Trailer
außerdem ein neuer leckerbissen vom regisseur von "suicide circle" ,Shion Sono : cold fish ...... hört sich gut an ...
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