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Isn hier los, eh?!

Verfasst: 17. Sep 2006 12:43
von Schwarze Witwe
Hat Benedikt ein Tabu gebrochen?

Rom (dpa) - Papst Benedikt schwebte noch in den Wolken, die Lufthansa-Maschine mit dem Ehrengast war noch nicht in Rom gelandet, durch die Tore von Vatikancity geschritten, da brach die Welle der Empörung schon los. Es begann in der Türkei, "feindselig und provozierend" seien seine Worte über den Islam gewesen, meinte ein hoher muslimischer Geistlicher.


Protest in Pakistan gegen die Äußerungen des Papstes.

© dpa

Das war nur der Anfang, innerhalb weniger Stunden eskalierte der Streit, aus allen Teilen der islamischen Welt hagelte es Kritik, und am Freitag detonierte im Gaza-Streifen vor einer Kirche ein Sprengsatz. Noch am Donnerstagabend hatte ein Vatikansprecher versucht, die Wogen zu glätten - vergeblich. Gut ein Jahr ist Joseph Ratzinger im Papstamt - jetzt hat er mit seinen gelehrigen Worten einen offenen Konflikt mit dem Islam hervorgerufen.

Blick zurück zu Papst Johannes Paul II., der Pole galt ja nicht gerade als Leisetreter, mehrfach hatte er sich zum Thema Islam und Gewalt geäußert, hatte die "Geißel des Terrorismus" verurteilt. "Niemals Gewalt im Namen der Religion", war das Credo des alten Mannes, der dabei zornig schaute und die Faust hob. "Damit war alles gesagt", meint ein Theologe in Rom, "und die Muslime wussten, was gemeint war." Weiter war der kämpferische Pole nie gegangen.

Italienische Vatikanexperten hatten den "wunden Punkt" in der gewundenen und etwas sperrigen Rede des ehemaligen Professor Ratzingers an der Universität Regensburg sofort erkannt. Etwas "bizarr" sei die Art und Weise, wie der Papst da mit den Muslimen umgehe, meinte Marco Politi, einer der renommierten Vatikanisten. Die Zeitung "Corriere della Sera" argwöhnte gleich, ob es bald eine Fatwa (ein Todesurteil) islamischer Geistlicher gegen den Papst gebe. Aber noch war der Ton der Debatte eher leicht und amüsiert.

Das hat sich an diesem Freitag schlagartig geändert: Die größte Organisation islamischer Staaten OIC wirft Benedikt XVI. vor, er habe eine "Verleumdungskampagne" gegen den Islam und den Propheten Mohammed losgetreten. Das Parlament in Pakistan forderte, das katholische Kirchenoberhaupt solle seine Worte zurücknehmen. Italienische Medien berichteten in breiter Aufmachung, die Sache scheint außer Kontrolle geraten.

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"Indem er vom Propheten Mohammed und dem Koran spricht, hat Benedikt ein Tabu verletzt", versucht die römische Zeitung "La Repubblica" zu erklären. Zwar dürften Geistliche über die Ethik, die Friedensidee oder etwa die Familienpolitik der jeweils anderen Religion reden und dabei auch Kritik üben. "Aber niemals über die heiligen Texte und die Dogmen" der jeweils anderen Religion. Vor allem: Kritik am Propheten Mohammed sei tabu.

Tatsächlich hatte Ratzinger in seiner strittigen Rede auf Koransuren verwiesen, zudem die alte "Streitaxt" des Dschihad ausgegraben, der Heilige Krieg des Islams. Gleichsam im Vorbeigehen streifte er noch die hochkomplizierte Debatte zwischen Vernunft und Glauben (sein Lieblingsthema). Doch dann zitierte er einen christlichen Herrscher aus dem Mittelalter, ausführlich - scheinbar genüsslich ließ er den Mann zu Wort kommen, der vor gut 600 Jahren meinte, Mohammed habe "nur Schlechtes und Inhumanes" gebracht. War dem Professor bewusst, welche Empfindlichkeiten er da berührte?

"Ratzinger eröffnet eine Debatte", meint dagegen ein Theologe in Rom. "Der Islam muss sein Verhältnis zur Gewalt und zum Heiligen Krieg klären." Seit längerem gibt es Stimmen in Rom, die meinen, allein mit der Forderung nach "Dialog" komme man kaum weiter beim Thema Islam und Gewalt. "Wenn es im Namen des christlichen Gottes Anschläge wie vom 11. September gäbe, würde jeder Dorfpfarrer dagegen von der Kanzel wettern", meinte ein Insider schon vor einiger Zeit. Soll heißen: Auch islamische Geistliche müssten Farbe bekennen. Das hatte Johannes Paul, der kämpferische Pole, auch schon gefordert - allerdings ohne missverständliche und gelehrige Zitate aus dem Mittelalter.

Und ich dacht, Döner macht schöner. Die können wieder mal Sorgen haben, tz...

Verfasst: 17. Sep 2006 12:52
von Mephisto-Michi
jaah und wie viele unschuldige werden jetzt aufgrund Ratzis ' Beleidigung Mohammeds' von irgend nem terroristen mit in den tod gerissen??

dass der alte knacker da keine angst zu haben brauch in seinem bunker im vatikan ist klar, da traut sich eh niemand hin und da kommt auch keiner rein-.-

meeeine güte und sowas nur wegen menschengruppen die, weil sie selber nix auf die reihe kriegen sich dem Glauben des Islams oder der christlichen Kirche verpflichtet haben.

Soviel theater für einen gott

das is ja mal toll
gott müsste man sein -.-

hoioioi

:au: :au: :au: :au: :au: :au: :au:

Mephi

Verfasst: 17. Sep 2006 13:07
von Schwarze Witwe
Hat Papst Bennie wieder mal seine Worte nich mit Bedacht gewählt und wird sich mit fürchterlichen Gewissensbissen quälen "Ein gutes Gewissen ist ein sanftes Ruhekissen" die nächsten Monate, gar Jahre nicht auf ihn zutreffen, wenn er des Nachts den Kopf von einer Seite auf die andre im Brokatkissen wälzt.

Die Terroristen wappnen sich derweil und schulen sich durch Salvegames. Da ist der kleine märtyrerische Todesengel in Kanada nur Teil ner ziemlich hohen Dunkelziffer.

Ballergames für Terrorfürst der Finsternis Osrama Bin Laden

Computerspiele haben inzwischen einen festen Platz in den Arsenalen der Terror-Propagandisten. Auch von einer al-Qaida-nahen Organisation kommt jetzt ein Ballerspiel: In "Quest for Bush" soll der Spieler den US-Präsidenten jagen. Das Spiel ist eine Kopie eines Anti-Qaida-Games aus den USA.

Von Yassin Musharbash, Christian Stöcker

Der Terror findet auch in antiamerikanischen Computerspielen einen Ausdruck.

© dpa

Das Propagandaspiel sieht aus wie von circa 1997. In klassischer Shooter-Pose ragt die ebenso klassische Shooter-Waffe AK 47 ins Bild, mit der linken Maustaste wird der Abzug betätigt. Ziemlich dämliche Soldaten stellen sich der bewaffneten Spielfigur in den Weg - US-Soldaten sollen das sein. Was man allerdings wissen muss, denn die krude Grafik lässt solche Differenzierungen kaum zu.

Deutlicher sind da schon die überall an Wänden befestigten Pressefotos, die George W. Bush, den britischen Premierminister Tony Blair, US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld und andere zeigen - dazwischen hängen auch Bilder schiitischer Würdenträger aus Iran und Irak. Für Begriffstutzige hängen ab und zu Schilder mit der Aufschrift "American Camp" an der Wand. Am Ende haben leidensbereite Spieler wohl die Möglichkeit, ein digitales Abbild von US-Präsident Bush persönlich über den Haufen zu schießen.

Produziert vom Medien-Arm von al-Quaida

Terrorfürst Osama bin Laden

Bilder des weltweit wohl meist gehassten Terroristen.
"Quest for Bush" heißt der extrem simple Egoshooter. "Ein Spiel für alle kleinen Terroristen": Unter diesem offensichtlich ironisch gemeinten Claim wird das Spiel seit heute zum Herunterladen bereit gehalten, unter anderem auf einer einschlägig bekannten Pro-Dschihad-Seite, auf der oft auch Bekennerschreiben der al-Qaida und anderer Gruppen veröffentlicht werden. Als Produzent erscheint die "Global Islamic Media Front" (GIMF), die als Medienarm al-Qaidas fungiert und zuletzt alle Reden Osama Bin Ladens produziert hatte, inklusive hochwertiger englischer Untertitel.

Allerdings gibt es keinen Grund zu der Annahme, die Entwicklung des Shooters sei von Osama Bin Laden angeordnet worden. Denn die GIMF war zwar früher sehr eng an dessen Netzwerk angebunden, wird heute aber fast ausschließlich von "Ehrenamtlichen" betrieben - sie ist in die Hände von Qaida-Sympathisanten übergegangen und hat keine nachweisbaren belastbaren Beziehungen mehr zu kämpfenden Kadern.

Auf diese Loslösung von der Urorganisation wies die GIMF im vergangenen Jahr mehrfach ausdrücklich hin, so in einem Statement der Führung vom August 2005: "Die GIMF ist eine islamische Medienbasis im Internet. Sie ist die Botschafterin der Mudschahidin gegenüber den Muslimen und jenen Nichtmuslimen, die dem Islam nicht feindlich gegenüberstehen. Die GIMF gehört niemandem. Sie ist das Eigentum aller Muslime. Die GIMF gehört zu keiner Organisation oder bestimmten Gruppe."

Verfasst: 17. Sep 2006 13:34
von devilsnake
is schon ein bisschen blöd
die sehen doch nur das sie beleidigt wurden und sehen dabei nicht den zusammenhang...
der past hat doch ein weiß "Gott" wie altes zeug zitiert um gegen den krieg zu sprechen

aber der papst hätte ja nachdenken können was er sagt

ach ja schön blöd die sache

Verfasst: 17. Sep 2006 13:48
von Schwarze Witwe
Mhm, ich glaub das Problem ist, dass die Muslime in Puncto ihrer Religion ziemlich kompromisslos und kaum kompromissbereit sind. Für die ist Islam die Ablöse des Christentums, kam (chronologisch) später so in etwa wie die letzteren werden die ersten sein. Für Muslime ist Jesus nur Mensch und Prophet, der versagt hat mit seiner Lehre, sogar der Alkohol verboten wurde, weil die Leute besoffen zum Gebet gekommen sind. Die denken tatsächlich, die wissen und können alles besser und dabei sind sie dermaßen verbohrt und mit Scheuklappen versehen, dass ihre einzige Antwort Krieg ist, wenn sie sich angegriffen und angefasst fühlen. Das Problem ist, dass die meinen, wenn du nicht für mich (den Islam) bist, bist du gegen mich und schwupp ist das zu bekämpfende Feindbild fertig.

Blöd würde ich das nicht nennen (nur weil Mohammedsche Analphabet war), vielleicht etwas simpel (Position und Gegenposition frontal) zumal Krieg manchmal unvermeidlich ist, aber die besten Kämpfe werden meiner Meinung nach immer noch ohne Waffen aus- und Siege davongetragen. Das war schon immer so. Irgendwann werden dies auch noch lernen und das ist etwas, was ihnen Papst Megaschlau nich abnehmen kann.

Verfasst: 17. Sep 2006 13:55
von devilsnake
hast ja recht nur wie sollen die lernen ohne krieg auszukommen wenn die ganze welt das nicht mal lernen kann?

Verfasst: 17. Sep 2006 14:43
von Mystery
Naja, "Papa Ratzi" hats echt drauf, ich meine, auch wenn er das anders gemeint hat, für die Muslime klingt das nunmal feindseelig und er weiß genau, wie sie auf sowas reagieren (so doof kann selbst er nicht sein). Er hätte sich besser ausdrücken sollen, aber vielleicht wollte er ja auch irgendetwas damit provozieren... wer weiß...

Verfasst: 18. Sep 2006 12:52
von Azazel
@Mistery - das glaube ich auch

Verfasst: 18. Sep 2006 12:52
von Rall Schorrdas
Ganz im Ernst: Wer von Euch hat das Zitat des Zitates im Zusammenhang gelesen? Bei uns in der Zeitung (WAZ) war es jedenfalls innerhalb des Kontextes abgedruckt.
Und ich muß sagen, da war wirklich nichts groß falsch zu verstehen dran. Razi hat ein historisches Zitat innerhalb einer rein akademischen Diskussion gebracht, das geht aus dem Zusammenhang ganz klar hervor. Wenn sich nun trotzdem irgendwelche Muslime darüber aufregen, dann kann dies nur eine einzige Ursache haben: böswillige Absicht. Tatsächlich habe ich schon an anderer Stelle beobachtet, daß auch durchaus intelligente Muslime die deutsche Sprache gerne einmal nach ihrem Gutdünken auslegen, ohne sich über die tatsächlichen Hintergründe auch nur einen Deut zu scheren. So verwehren sie sich etwa gegen den Begriff "Mohammedaner" mit dem "Argument" Mohammed seie kein Gott und die Bezeichnung somit beleidigend. Dieser Logik nach glauben Benediktiner aber auch an einen Gott namens Benedikt.
Fazit: Der Islam IST gefährlich, weil er aus seinen kulturellen Wurzeln heraus zu Extremismus. Das Argument, daß es auch genügend nette und moderate Moslems gebe (was natürlich stimmt), lasse ich deshalb nicht gelten, denn es ist die Möglichkeit des Fanatismus, die es zu bekämpfen gilt, und dazu müßte der Koran nun einmal umgeschrieben werden.

Finsternis,

Rall

Verfasst: 18. Sep 2006 13:32
von Mephisto-Michi
der islam selbst ist nicht gefährlich,( es sind schließlich nicht alle muslime terroristisch)
ist er doch nur eine glaubensrichtung unter vielen.ich denke so wie früher die kreuzzüge geführt wurden und ''heidnische'' völker ''bekehrt'' wurden im namen des christentums kann man auch den heutigen Islam in dieser richtung ansiedeln: es ärgert die muslime gewaltig als terroristen abgestempelt zu werden nur weil einige ihrer unrühmlichen vertreter 2 flugzeuge ins WTC geflogen haben und es dauernd Selbstmordattentäter gibt die sich im namen allahs in die luft sprengen.

außerdem haben die medien auch einen einfluss auf das ganze hickhack, es werden nur bruchstücke der ratzi- rede in den zeitungen abgedruckt und je nachdem wie die verleger dieser zeitung gesinnt sind wird das eben in ein neutrales oder negatives licht gedrückt..

ich persönlich halte das ganze für übertrieben, es zeigt doch einmal mehr die engstirnigkeit und verbohrtheit der zutiefst gläubigen, die angst vor dem verändern der umstände- egal von welcher seite und welcher herkunft..
im moment sieht es doch so aus:
die muslime fühlen sich zutiefst beleidigt durch die anmaßung, alle die muslimisch sind wären terroristen- womit sie auch recht haben, man kann schließlich nicht alle in diese schublade stecken.

die christen hingegen leiden unter ihrer extremen intoleraz und verfechten ihren Gott als den einzig wahren und ihre mittel die zum glauben führen als die einzig richtigen( dass das vor ein paar jahrhunderten genauso mit dem '' schwert'' passiert ist vergessen wohl einige)

meine meinung.
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lg
mephi