Hallo ihr alle! ^^
Da bin ich wieder. Und hier ist ein kleiner Reisebericht (Achtung, teilweise ironisch =P) mit einigen Fotos (die durch meine billige Digicam manchmal ein wenig verwackelt sind). Mal sehn, ob den überhaupt jemand durchliest, ist ja immerhin ziemlich lang ^^.
Vom Skikurs, der keiner war (12.01.2007-20.01.2007)
Am Abend des 12. Januar machten wir uns mit zwei anderen Schulen in zwei Doppelstockreisebussen auf den Weg. Jeder Platz war belegt und alle wollten nur das eine: Schlafen. Allerdings gab es auch ein paar Ausnahmen – und diese hielten den Großteil der müden Leute wach. Außerdem gab es da ja noch den Busfahrer, der immer schön kommentieren wollte, wo wir uns grad befinden und wie weit es noch ist. Die perfekten Schlafbedingungen also ^^.
In Tschechien angekommen mussten wir erst mal noch von Praha (Prag) aus 2 Stunden bis zu unserem Zielort Destne
(sprich: Deschtne) und von dort aus noch eine halbe Stunde bis zum Hotel fahren – und wurden währenddessen immer verzweifelter. Denn wohin wir auch blickten, kein Schnee, weit und breit. Außer drei bis vier Flocken ab und zu mal am Straßenrand. Punkt 8 Uhr waren wir dann am Hotel. Erst mal gab es die Zimmeraufteilung, wobei einige Leute das „Glück“ hatten, in der Kacenka
(sprich: Katschjenka) zu landen, einem Nebenhaus zu unserem Hotel, das wie ein Hexenhaus aussah und mit dem Hotel durch einen Schlammweg verbunden war.
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Das Hotel
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Der Weg zur Kacenka
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Ausblick aus unserem Zimmer
Ich kam mit vier Mädchen aus meiner Klasse in ein 5-Bett-Zimmer ... die Überraschung kam dann, kaum dass wir die Tür aufmachten: Es gab ein Doppelbett, eine Liege und eine aufgeklappte Couch. Wo aber sollte die Fünfte schlafen? Die Putzfrau meinte, auf der Couch wäre genug Platz für zwei (Maße:2m x 1,20m!!!). Da nun aber wirklich nicht zwei darauf schlafen konnten, habe ich einfach die beiden Sessel, die da noch waren, zusammengeschoben und drei Kissen übereinander in die Mitte gepackt. Und somit hatte ich auch ein Bett – zwar nicht sehr bequem, aber es ging.
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Mein „Bett“ ^^
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Die aufgeklappte Couch
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Die anderen Betten
Danach gab’s Mittagessen und dann eine Stunde Mittagspause, die wir alle durchgeschlafen haben ^^. Nach dem wir so halbwegs wieder munter waren ging’s einen Berg hinauf. Oben angekommen, setzten wir uns in eine kleine Hütte, die Bar, Restaurant und Pension in einem war. Danach gingen wir noch kurz nach Polen rüber XXXD (dort oben verlief die Grenze zwischen Polen und Tschechien und wir konnten mit jedem Fuß in einem anderen Land stehen) und dann wieder den Berg hinunter, durch Modderwege und Eis (dementsprechend sahen auch die Hosen und die Schuhe von allen aus ^^). Im Hotel angekommen wurden erst mal die Schuhe und Hosen gesäubert und dann gab’s Abendessen – schon wieder warm.
Irgendwie scheinen es die Tschechen aber mit dem Kümmel zu haben, denn in jedem Essen war Kümmel drin – sogar auf dem Brot! Morgens gab es immer ein Büffee mit Brot bzw. Baguettebrötchen, Butter, Käse, Wurst, Kiwi oder Orange, Cornflakes (mit Joghurt oder ohne) und ab und zu mal einen Joghurt. Mittags gab es dann immer warm und Abends genauso (wobei es mittags immer noch eine Vorsuppe gab). Das Essen ging, manchmal war es sehr lecker, dann mal wieder okay und dann mal wieder ... *würg* ... Aber zum Glück hatten eine aus meinem Zimmer einen Wasserkocher und alle ein paar 5-Minuten-Terrinen mitgebracht XD. Was ich aber am meisten am Essen vermisste war Obst. Es gab zwar morgens Kiwi und an ein paar Tagen auch Orangen, nur haben die nicht für alle gereicht und waren teilweise extrem sauer bzw. schon schlecht.
Die nächsten Tage lang hofften wir immer wieder auf Schnee – und dabei blieb es auch. Also gingen wir jeden Tag wandern oder laufen. Einmal wanderten wir in den Ort Destne hinab und dann wieder zurück – insgesamt waren das 12 km und alle waren nachher kaputt gewesen.
Der Ort
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Ein andermal mussten wir 2,5 km bergauf auf Note laufen – ich habe so um die 19 Minuten gebraucht und bekam 08 Punkte (eine 3).
Und dann mussten wir mal 25 Minuten lang um das Hotel laufen, es gab 10 Punkte (2-) für die, die es schafften, und noch mehr Punkte für die, die es schafften und dabei noch über 10 Runden liefen. Leider blieb es bei mir nur bei 10 und einer viertel Runde ^^.
Am schlimmsten war aber der Orientierungslauf, der den Großteil unserer Zeugnisnote ausmachte: Wir bekamen einen Kompass in die Hand gedrückt und mussten Dreier-Gruppen bilden. Dann bekamen wir aufgaben und 40 Minuten zeit und mussten vom Ausgangspunkt, der Kacenka, verschiedene Objekte ausmachen, zu denen hinlaufen, die Entfernung messen und weiter ein Objekt ausmachen und immer weiter, bis wir an einer Brücke auf den Weg zurück stießen (kleiner Trampelpfad, steil bergauf). Ich hab nun mal nicht so eine gute Kondition, und dann noch einen steilen Berg hinauf zu
laufen war nun doch sehr anstrengend. Und das den ganzen Weg zurück. Am Ziel war ich zwar halbtot und bin fast umgekippt, aber immerhin hatten wir nur 38 Minuten gebraucht und damit einen Punkt zusätzlich bekommen. Am Ende bekam unsere Gruppe 12 Punkte (2+), weil fast alle Entfernungsberechnungen falsch waren. Na ja, auch egal ^^
Am Mittwoch gab es eine Disko, die um Mitternacht zu Ende war (ich bin aber nicht hingegangen, mir war das zu laut und es haben eh nur alle sich voll gesoffen und geraucht). Um halb eins sollte auch jeder in seinem Zimmer sein. Aber drei Jungs aus der Kacenka waren noch bei uns mit auf dem Zimmer gewesen. Und dann bekam einer den Anruf, dass einer der Sportlehrer, Herr Arndt, die Tür von der Kacenka zugeschlossen hatte. Die drei Jungs Lemme, Sören und Manni (alles spitznamen ^.~) waren aber zu feige, rüber zu gehen und zu klingeln, also haben sie bei uns übernachtet: drei Mädchen schliefen in dem Doppelbett, eine auf der Liege und ich auf den zusammengeschobenen Sesseln – ohne Kissen, denn die waren auf den Boden gelegt und Manni schlief darauf. Und Lemme und Sören mussten sich die aufgeklappte Couch teilen, wobei Lemme in der Nacht sehr oft runterfiel XXXD. Am nächsten Morgen gabs dann erst mal eine Standpauke, da Herr Arndt die ganze Nacht auf die Jungs gewartet hatte ^^.
Am Donnerstag dann hatten wir die Hoffnung auf Schnee ganz aufgegeben. Es regnete immer nur und Skifahren konnten wir erst recht vergessen. Am Abend sahen wir die Nachrichten auf Pro7 (dem einzigen deutschen Fernsehsender in unserem Zimmer, ansonsten hatten wir noch Eurosport auf englisch und einen tschechischen Sender) und dort hieß es, dass ein schwerer Sturm auf Deutschland zuzieht – auch über Sachsen-Anhalt, wo wir alle herkommen. Fast jeder hing dann an seinem Handy und telefonierte oder schrieb SMS nach Hause. Allerdings hatten die dort keinen Strom mehr und als wir auch noch Stromausfall bekamen und dadurch keinen Empfang mehr hatten, war uns schon ein wenig mulmig, immerhin kam der Sturm auch zu uns. Zwei Stunden später hatten wir wieder Strom (allerdings nur für das Licht und die Steckdosen, das Wasser und die Heizung blieben kalt) und was sahen wir? Draußen schneite es!!! *grummel* In der Kacenka war während des Sturms sogar ein Fenster kaputtgegangen, bei uns war zum Glück nichts passiert.
Am nächsten Tag allerdings war der Schnee wieder weg und wir konnten machen, was wir wollten, denn wegen Sturmwarnung war es verboten, zu wandern. Und am Samstag dann ging es wieder nach Hause, nach 9 Stunden Fahrt waren wir wieder da ^_____^.
Ich fand den Skikurs sehr lustig, aber auch sehr anstrengend ^^. Und nach einer Woche hat man auch die Nase voll und will wieder nach Hause, wo man immer warmes Wasser hat (und auch das Wasser mitten im Duschen nicht verschwindet ^^) und wo man ein weiches Bett hat XXXXXD Ja ja, da lernt man erst richtig, das zu Hause zu schätzen. Was ich aber lustig fand war, dass die Lehrer irgendwie alle cool drauf waren ^____^ ist ja in der Schule sonst nicht so. Und ich mochte das Adlergebirge – überall Bäume, kleine Bäche und oft Nebel ^^ die Landschaft war einfach toll.
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eine Felswand mit Eiszapfen
Aber trotzdem freu ich mich, wieder zu hause zu sein ^.~
Ob sich überhaupt jemand diesen ganzen Text durchliest? Ich bin ja selbst erstaunt, wie viel ich geschrieben habe o.O
^^
Eure
Ay