ap hat geschrieben:
das wäre ja morgen !!! Na mal sehen........

soviel Mal dazu....
http://www.wochenblatt.de/live/php3/red ... =2&id=9726
Die Krisenangst geht um:
Viele reden jetzt vom Bunkern
Schwarzmaler sehen es voraus: Der Euro wird demnächst untergehen
Foto: Müller/pixelio.de
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Griechenland und die Euro-Angst machen es möglich: Eine neue Endzeitstimmung droht mit dem Zerfall
Die Welt wird demnächst untergehen, zumindest wird sich alles bislang Bekannte in Luft auflösen.“ So oder so ähnlich behaupteten es die Menschen im Jahr 754 v. Chr., im Jahr 1628 und natürlich auch im Jahr 2010. Seit es die Menschheit gibt droht sie täglich mit ihrem eigenen Untergang – sogar ganze Religionen haben sich auf dieser Annahme gebildet. Die griechische Fast-Staats-Pleite und die gesamte Euro-Zone lassen der Endzeit-Angst neue Blüten wachsen.
Im Internet gibt es Milliarden von Seiten, in denen vor dem Ende gewarnt wird. Die Rede ist von Hungersnöten, Zwangsenteignungen, Kriegen auch in unseren Breiten – und natürlich von der größten Krise aller Zeiten. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise, die Euro-Angst und die Annahme, die europäische Gemeinschaftswährung werde sich bald in Luft auflösen, sorgen in der Internet-Gemeinde für klare Modell-Vorstellungen. Dem kleinen Mann soll demnach alles genommen werden: die Ersparnisse, der Arbeitsplatz, das Eigentum.
Doch alles ist nur halb so schlimm, wenn man vorbereitet ist. Etwa, indem man Mehl und Zucker im Keller gebunkert hat. Oder Nudeln (natürlich die ohne Ei), Reis und Konserven. Wer Angst vor der Zukunft hat, der weiß auch, was man jetzt einkaufen soll. So wird in einem Forum folgende Liste veröffentlicht: Nudeln in jeder Form, Haferflocken, Mehl, Hülsenfrüchte wie Bohnen, Kichererbsen, Linsen, Trockensoja, Knäckebrot, Brotbackmischungen, Öl, Essig, Instantsaucenwürfel, Konserven aller Art, Suppentüten und -würfel, Kekse, Schokolade, Traubenzucker, Kaffee, Tee, Kakao, Milchpulver, Sirup, Bier, Schnaps, Wein, Hygieneartikel bis hin zum Tampons und Klopapier, Kerzen, Teelichter, Ersatzglühlampen, Batterien, funktionierende Taschenlampen. Dazu noch etwas Werkzeug, ausreichend Bargeld und nicht zuletzt soll man sich jetzt noch die Zähne richten lassen. Diese Liste steht so zwar schon seit zwei Jahren im Netz – das macht aber nichts, weil sie erst jetzt so richtig aktuell ist. Oder in zwei Jahren? Oder in hundert?
Auch Verhaltensmaßregeln gibt es, wie man in der Krise durchkommt. Oberste Regel: Sich unauffällig benehmen. Zu Hause Nahrung und Zeug bunkern, aber niemandem davon erzählen, weil einem sonst die hungrigen Nachbarn auf den Pelz rücken könnten. Am besten sei es, so rät der selbsternannte Endzeit-Experte Michael Winkler aus Würzburg, man bliebe im Haus, halte den Kopf unten und verhalte sich so normal wie möglich. Wenn jemand Hilfe braucht, soll man anpacken, damit der auch anpackt, wenn man selber Hilfe benötigt.
Zur Sicherheit könnte man sich noch ein paar Gold- und Silbermünzen anschaffen, wird ebenfalls geraten. Allerdings: Bis die einsetzbar sind, dürfte ein halbes Jahr vergehen. Zuvor zählen Werkzeuge und Arbeitskraft als Zahlungsmittel.
Übrigens: Ob man das alles nun Ernst nehmen soll oder nicht, das wird sich bald auflösen. Denn die Untergangs-Auguren, wie eben jener Michael Winkler, halten eine Währungsreform schon zu Pfingsten für möglich, wahrscheinlicher aber Ende August. Dann könnte die Mark wieder zurück kommen. Und bald darauf ein neues Enzeit-Szenario durch die Welt geistern – nach Vogelgrippe, Terrorangst und Wirtschaftskrise gibt es bestimmt jemanden mit einer kreativen Idee.
Lothar Wandtner