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Todesgedanken
Verfasst: 22. Apr 2005 18:46
von darkwitchds
Todesgedanken / Gedichte
Von dem Mut traurig zu sein .
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Sterben
ist nichts anderes
als das Umblättern einer Seite
im Buch des Lebens .
In den Augen der Anderen
ist es der Tod ,
für die aber , die sterben
ist es das Leben .
Hazrat Inayat Khan
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Der Tod
treibt die Kostbarkeit des Lebens
auf die Spitze
ich habe es gesehen
bei meinen Großeltern
in den letzten Jahren ihres Lebens
da lebten sie mit dem Tod
der Tod ist unser Freund
sagte meine Großmutter
das spürte man
jeden Tag
wie die Liebe und Sorge füreinander
kostbarer wurden
und manchmal dachte ich :
bei ihnen
ist diesseits und jenseits
schon eins
Wilhelm Wills
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ich hörte die Stimmen von Astaroth , Asmodi und Leviathan , sie forderten mich auf
mit ihnen durch die Luft zu gleiten , mit ihnen zu fliegen und so stieg ich auf die Balkonbrüstung felsenfest davon überzeugt fliegen zu können .
und nun frag ich dich ,
kannst du verstehen ,
wenn ich sage
auch ein Abgrundt ist ein Weg ,
denn erst im Falle wachsen Flügel ,
und bevor man aufschlägt ,
weiß man das es nochmal weitergeht .
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weißt du eigentlich ,
wie sehr ich mir wünschte
Flügel zu haben
um dich hinüber zu tragen
über die Abgründe
deiner Todesangst
und dir Halt zu geben
in den letzten Stunden
deines Lebens .
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im Leben muss man viele Tode sterben ,
der Letzte ist nicht der Bitterste .
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schöne grüße
darkwitchds
Verfasst: 22. Apr 2005 19:03
von darkwitchds
Zitate
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Der Tod kann uns von den Menschen trennen ,
der zu uns gehörte ,
aber er kann uns nicht das nehmen ,
was uns mit ihm verbunden hat .
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wie ein Treibholz am Strand
hat dein Tod
mich zurückgelassen .
Seidem warte ich ,
bis die Flut meiner Tränen
mich zurückträgt ins Leben .
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er ist nicht tot , und seine Worte schweben
im Raum des Geistes über unserem Leben .
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darkwitchds
Verfasst: 22. Apr 2005 19:08
von darkwitchds
Du magst suchen
und suchen .
Letzte Antwort
auf die Frage
nach dem Leid
wirst du nicht finden
in dieser Welt .
Doch suche
dies Geheimnis zu ergründen ,
woran es liegt ,
dass Menschen versteinern
unter ihrer Leidenslast ,
verhärten und verbittern ,
und anderen
wird das schmerzdurchpflügte Herz
zum Acker .
Die Tränensaat geht auf
zu Güte , Verstehen und Erbarmen .
Sabine Naegeli
Verfasst: 22. Apr 2005 19:24
von darkwitchds
Es heißt , wenn du jemanden wirklich liebst , kannst du dir sehr wohl wünschen , er möge als Erster sterben .
Da deine Sorge um das sanfte Hinscheiden dieses Menschen so groß ist , bist du bereit , am Ende als Letzter zu gehen , um ihn das zu ersparen .
Stephen Levine
Verfasst: 22. Apr 2005 19:52
von darkwitchds
Das Leben hört nicht auf ,
es fliegt nur davon in eine andere Welt .
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I`m dying and never others ,
they haven´t Pain ,
they don´t know me ,
they don´t understand me .
Alone I break .
be left in the cold ,
darkwitchds
Verfasst: 22. Apr 2005 20:11
von darkwitchds
Jede Dummheit findet einen , der sie macht .
Verfasst: 27. Apr 2005 13:44
von Lilienkind
der tod dauert das ganze leben und hört vermutlich auf, wenn er eintritt.
aus: bandits
Verfasst: 28. Apr 2005 15:20
von darkwitchds
Berthold Brecht
Wer sich wehrt
Wer sich wehrt, weil ihm die Luft weggenommen wird
Indem man ihm den Hals zupreßt, vor den stellt sich ein
Paragraph
Und schreit, er hat in Notwehr gehandelt. Aber
Dieser selbe Paragraph wendet sein Gesicht weg und tritt
auf die Seite
Wenn ihr euch wehrt, weil euch das Brot weggenommen
wird.
Und doch stirbt, wer nicht ißt und wer zu wenig ißt
Wenn auch langsam. Alle die Jahre, die er stirbt
Darf er sich nicht wehren.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:30
von darkwitchds
Du spürst
die Zeit zum Abschied nehmen.
Versuche nicht
- so krampfhaft -
zu retten,
wiederherzustellen,
was nicht mehr existiert.
Es tut weh -
mehr nicht.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:31
von darkwitchds
Im Himmel ist ein Engel nichts besonderes.
Das Wort, das dir hilft, kannst du dir nicht selber sagen.
Nur die Sache ist verloren, die man aufgibt.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:40
von darkwitchds
Sogar der Specht verdankt seinen Erfolg der Tatsache,
daß er seinen Kopf benutzt.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:41
von darkwitchds
Einen Gescheiten kann man überzeugen, einen Dummen muß man überreden.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:44
von darkwitchds
Was wir behalten wollen, macht uns abhängig.
Ehrlichkeit ist so gefährlich, daß sie einem das Herz brechen kann.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:55
von darkwitchds
Wenn man sich einsam fühlt, liegt es daran,
daß man Mauern baut statt Brücken.
Verfasst: 28. Apr 2005 15:59
von darkwitchds
Viele Menschen glauben, einen Fehler zuzugeben bedeutete, ihn nicht mehr korrigieren zu müssen.
Verfasst: 28. Apr 2005 16:01
von darkwitchds
Der Kluge sucht nicht den Weg, er fragt danach.
Verfasst: 28. Apr 2005 16:04
von darkwitchds
Ein Freund ist jemand,
der die Melodie deines Herzens hört
und sie dir vorsingt,
wenn du sie vergessen hast.
Verfasst: 28. Apr 2005 17:10
von darkwitchds
Geh nicht da, wo ein breiter Weg führt, sondern dort, wo es keinen Weg gibt, und hinterlasse eine Spur.
Verfasst: 28. Apr 2005 17:28
von darkwitchds
Die beste Art, sich zu rächen: nicht Gleiches mit Gleichem vergelten.
Verfasst: 28. Apr 2005 17:29
von darkwitchds
Sprich leise und langsam, und vor allem rede nicht zu viel.
Verfasst: 28. Apr 2005 17:31
von darkwitchds
Die ganze Kunst der Sprache besteht darin, verstanden zu werden.
Verfasst: 2. Mai 2005 19:12
von darkwitchds
Der Abgerissen Strick
Der abgerissene Strick
kann wieder geknotet werden
er hält wieder, aber
er ist zerrissen.
Vielleicht begegnen
wir uns wieder,
aber da,
wo du mich verlassen hast
triffst du mich
nicht wieder.
Bertholt Brecht
Verfasst: 2. Mai 2005 19:15
von darkwitchds
Im Nebel
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Einsam ist jeder Busch und Stein,
Kein Baum sieht den andern,
Jeder ist allein.
Voll von Freunden war mir die Welt
Als noch mein Leben licht war;
Nun, da der Nebel fällt,
Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise,
Der nicht das Dunkel kennt,
Das unentrinnbar und leise
Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern!
Leben ist Einsamsein.
Kein Mensch kennt den andern,
Jeder ist allein.
Hermann Hesse
Vor der Gedächtniskirche
Verfasst: 14. Jun 2005 16:59
von darkwitchds
Vor der Gedächtniskirche
Nicht eine Hand reicht ihnen Hilfe .
Sie liegen vor blau schimmernder Kirche ,
Verkommen , verlaust , verloren .
Es schreit in ihnen .
Ich höre den lautlosen Hilferuf
Bis zu den Wolken dröhnen .
Doch der marmorne Jesus
Streckt nur hilflos die Hände aus .
Einsam steht er in vergittertem Turm ,
Und seine Priester gehen vorüber
Wie einst .
Sie recken die Köpfe gen Himmel
Und wollen nicht sehen ,
Was da im Dreck liegt
Und lautlos winselt .
aus dem buch ,
Michael im Teufelskreis
von Carlo Ross
zuviel
Verfasst: 15. Jun 2005 12:52
von Azazel
Hi Darkwiitchds,
Du beschäftigst Dich zuviel mit dem Tod - dämonisch gut leben heißt die Devise
