Hass auf Emos im Irak
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Re: Hass auf Emos im Irak
Immer bereit!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
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Cass XI
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Re: Hass auf Emos im Irak
Ich kann Emos auch nicht leiden, aber gleich steinigen?
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Re: Hass auf Emos im Irak
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Re: Hass auf Emos im Irak
Ja, aber wurde mittlerweile wieder gelöscht:Ich hat geschrieben:Gibt es bislang (außer dieser Bezeichnung) zu den Vorfällen selbst eine offizielle Stellungnahme seitens der irakischen Regierung?
http://scottlong1980.files.wordpress.co ... i-page.jpg
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Re: Hass auf Emos im Irak
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Re: Hass auf Emos im Irak
Was erwartest Du von Politikern, ICH?
Abgesehen davon das ich solche Subkulturen als eher schwach und krank betrachte, ist der Umgang mit Schwächeren in einer Kultur immer sehr bezeichnend für die Kultur insgesamt.
mi
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Re: Hass auf Emos im Irak
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Zuletzt geändert von Ich am 27. Jun 2012 03:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hass auf Emos im Irak
Für den Islam ist Homosexualität eine Sünde, der Shiitenführer Ayatollah Al-Sistani hatte wohl auf seiner Website einen Aufruf Homosexuelle zu töten veröffentlicht. Dementsprechend entstammen die Mörder der schiitischen Asaib Ahl al-Haq, der Liga der Gerechten. Die Regierung wiegelt mittlerweile ab (deshalb ist der verhetzende Text vom Ministerium des Inneren gelöscht worden, dieser Text bezeichnete nämlich Emos als Satanisten und Homosexuelle), die Morde werden als kriminelle Einzelfälle dargestellt, Emos gehörten in die Psychiatrie (wenn sie älter als 17 sind), heißt es da zur Zeit. Aktuell ist dieser Blog.
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Re: Hass auf Emos im Irak
Hier haben wir nun wieder ein Paradebeispiel westlicher Berichterstattung, differenziert, fundiert und auf keinen Fall tendenziös. Natürlich gibt es im Irak zwar so gut wie keine sonstigen staatlichen Strukturen - aber da es ein islamisches Land ist, gibt es natürlich eine Polizei, die für Moral zuständig ist. Und da der Irak gerade in der momentanen Lage geradezu weltmeisterliche Statistikämter hat, kann man die Zahl von 90 toten Emos als 100% sicher annehmen. Statistikbeamte haben erst die Opfer mittels Fragebogen erfasst und dann nach dem Ableben Strichlisten geführt...
Schlimm, schlimm, lasst uns alle von unseren bequemen Sesselchen aufstehen und ein wenig panisch hin und her rennnen. Der Irak, der Islam, die armen Emos, Ogottogottogott...
Mag sich zynisch anhören.
Den größeren Zynismus aber empfinde ich, die Tatsache zu verschweigen, dass im Irak jede Menge geistesgestörte Fanatiker jeglicher Coleur herumrennen und alle töten, die sich nicht ihrem gedanklichen und glaubensbegründetem Diktat unterwerfen. Und in der Regel sind die Opfer Menschen, die eigentlich nur ein normales Leben führen wollen. Internetblogger, Emos, Frauen die als Lehrerin tätig sind, Christen, Moslems, Heiden und so weiter, alle müssen sie daran glauben.
Und den größten Zynismus empfinde ich, wenn verschwiegen wird, wo die Ursachen liegen. Verblüffenderweise nämlich zu einem nicht unbedeutenden Teil bei uns. Im Westen. Huch...Ups...!
Und nun zu Dir, lieber "Ich". Hör auf, der Nestbeschmutzer unserer westlichen Gutmenschenglückseligkeit zu sein und hör auf, zu hinterfragen. Das gehört sich nicht. Renne gefälligst mit der Horde Schafe ein wenig panisch hin und her. Und wenn Dir das nicht passt, geh doch nach drüben.
Schlimm, schlimm, lasst uns alle von unseren bequemen Sesselchen aufstehen und ein wenig panisch hin und her rennnen. Der Irak, der Islam, die armen Emos, Ogottogottogott...
Mag sich zynisch anhören.
Den größeren Zynismus aber empfinde ich, die Tatsache zu verschweigen, dass im Irak jede Menge geistesgestörte Fanatiker jeglicher Coleur herumrennen und alle töten, die sich nicht ihrem gedanklichen und glaubensbegründetem Diktat unterwerfen. Und in der Regel sind die Opfer Menschen, die eigentlich nur ein normales Leben führen wollen. Internetblogger, Emos, Frauen die als Lehrerin tätig sind, Christen, Moslems, Heiden und so weiter, alle müssen sie daran glauben.
Und den größten Zynismus empfinde ich, wenn verschwiegen wird, wo die Ursachen liegen. Verblüffenderweise nämlich zu einem nicht unbedeutenden Teil bei uns. Im Westen. Huch...Ups...!
Und nun zu Dir, lieber "Ich". Hör auf, der Nestbeschmutzer unserer westlichen Gutmenschenglückseligkeit zu sein und hör auf, zu hinterfragen. Das gehört sich nicht. Renne gefälligst mit der Horde Schafe ein wenig panisch hin und her. Und wenn Dir das nicht passt, geh doch nach drüben.
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Re: Hass auf Emos im Irak
Was hat der Westen denn mit der eigennützigen Auslegung des Koran durch die islamischen Gelehrten zu tun?triyann hat geschrieben:Verblüffenderweise nämlich zu einem nicht unbedeutenden Teil bei uns. Im Westen.
Der Islam hat seinen religiösen Imperialismus, wohl gemerkt, nicht aus dem Westen entnommen. Das haben
Muhammeds Nachfolger sehr gut alleine hin bekommen.
@Ich:
Dir ist aber schon klar, dass die Drahtzieher (wer auch immer das sein mag) alles daran setzen werden, dass sich diese Fragen,
die du stellst, nicht beantworten lassen? Meiner Meinung nach ist es bei solch altbekannnten Mustern nicht wirklich verkehrt
auf sein Gespür zu hören und die "Fakten" Fakten sein zu lassen.
Zum Thema:
So wie ich das sehe, ist eigentlich nur eine Frage relevant und die lässt sich relativ einfach beantworten:
Wer hätte genau was davon wahllos Mitglieder der Emo-Szene zu töten?
Meine Antwort:
Die religiösen Führer der Moslems. Genau so wie der Papst seine rauflustigen, seinem Griff langsam entgleitenden Adeligen mit einer
lustigen und blutigen Reise nach Jerusalem bei Laune halten wollte, wollen die entsprechenden Gegenstücke des Islam, die Ayatollahs
- genauer gesagt die Ulama - ihre rauflustigen, ihrem Griff langsam entgleitenden Gotteskrieger bei Laune halten.
Was aber tun, wenn alle möglichen Feindbilder aber schon zu genüge mit gläubigen Idioten versorgt sind? ...Genau! Ein neuer Feind muss her!
"Hm..., sie tragen Schwarz; sie schminken sich; sie sind anders als die anderen... Satanisten! U-und homosexuell sind sie
auch noch!! Ja-ha, ihr habt richtig gehört Satanisten UND Homosexuelle! Für jeden, den ihr lyncht, kommt ihr also ZWEIMAL
so schnell in den Himmel. Und jetzt ab mit euch, ihr gottlosen Brüder, sonst seid IHR nächste Woche an der Reihe!"
Sind die Verantwortlichen denn wirklich so schwer zu enttarnen? Wenn in Amerika Homosexuelle an den Pranger gestellt werden,
weiss man doch auch immer sofort, wer hinter der Hetzerei steckt.
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Re: Hass auf Emos im Irak
Auf die Gefahr hin, wie ein Papagei zu klingen, aber der Verantwortliche heißt Ayatollah Al-Sistani. Er hat 2005 diese Fatwa gegen Homosexuelle ausgesprochen (kill homosexuals in the “worst, most severe way possible”) und diese Fatwa nie zurückgenommen (nur von der Homepage, aber das bedeutet nichts).Daimao_Koopa hat geschrieben:Sind die Verantwortlichen denn wirklich so schwer zu enttarnen?
Es ist sehr lohnenswert, sich die Gesetze und Meinungen des obersten irakischen Religionsführers mal durchzulesen: Link
Er haßt Schwule, er haßt Magie, er duldet keine Spiele (ausser Schach und Backgammon), er haßt Masturbation, er haßt Musik, er haßt Raucher und überhaupt, er haßt alle, die nicht so kleinkariert und spießbürgerlich denken, wie er selbst. Was er aber liebt, ist Gewalt, je brutaler und blutiger, desto besser.
Mit dem Westen hat das nicht direkt etwas zu tun, indirekt aber schon, denn zu Saddams Zeiten wurden die Schiiten verfolgt, Al-Sistani ist einer der Überlebenden von damals...
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Re: Hass auf Emos im Irak
Wer ist denn bitteschön der oberste irakische Religionsführer?Thefalus hat geschrieben:Es ist sehr lohnenswert, sich die Gesetze und Meinungen des obersten irakischen Religionsführers mal durchzulesen:
@ Daimo
Ein Blick in Geschichtsbücher ist manchmal sehr hilfreich. So kommt man schnell darauf, dass nicht der böse Islam schnurgerade Grenzen in die Wüsten setzte und ein Konglomerat an Stämmen, Völkern und Glaubensrichtungen hinterließ. Und auch der böse Islam hat nicht die diktatorischen Herrscherhäuser bezahlt und gestützt. Er hat auch nicht diese Länder als unselbstständige Kolonien gehalten. Ja, er hat noch nicht einmal die Taliban, die Hisbollah und sogar die AlKaida gegründet. Für diese glorreichen Taten zeichnet sich einzig und alleine der Westen, zu dem ich jetzt auch mal Israel zähle, verantwortlich.
Und dies Treiben geht weiter. In Syrien. Wo man schmachtend und an die französische Revolution denkend einen "Volksaufstand" herbei jubiliert. Dass es sich dabei um eine Abrechnung zwischen Aleviten, die das Herrscherhaus stellen und bisher vom Westen hofiert wurden, und den Sunniten handelt, ist hier noch nicht angekommen. Und ein grosser Teil der Sunniten, die also jetzt den Westen zu Tränen rühren ob ihres "Volksaufstandes", sind die Wahhabiten. Das sind die mit der Scharia, Frauenvermummung, Steinigung und so.
Und wieviele verschiedene Volksgruppen und Religionsrichtungen in Syrien noch so kreuchen und fleuchen, kann man bei Wikipedia nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Syrien
Und im Irak sieht das genauso aus.
Nein, nein. Der Westen ist unschuldig. Ist klar. Wenn man über fast ein Jahrhundert eine Region aufgrund eigener Interessen destabilisiert, muss man sich nicht wundern, dass einem ab und dann die Brocken um die Ohren fliegen. Leider trifts meist die Falschen.
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Re: Hass auf Emos im Irak
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Re: Hass auf Emos im Irak
Großajatollah Ali as-Sistani ist der bedeutendste schiitische Geistliche im heutigen Irak.triyann hat geschrieben:Wer ist denn bitteschön der oberste irakische Religionsführer?
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Re: Hass auf Emos im Irak
@triyann:
Sicherlich hat der Westen den arabischen Ländern in letzter Zeit ziemlich zugesetzt, doch hat das - wie "Ich" bereits bemerkt hat - nichts mit
der religiösen Grundeinstellung der Moslems zu tun. Das Ganze begann vielmehr schon zur Zeit Muhammads (~600 bis 632), da er als letzter
Prophet des abrahamitischen Gottes (und somit im Besitz der wahren Lehre) damit begann den Expansions- und Eroberungswillen der Muslime
voran zu treiben. Laut Muhammads Worten war es den arabischen Stämmen von nun an verboten gegeneinander zu kämpfen, wodurch sie
ihren Kriegswillen von Innen nach Außen verlegten und die Länder um die arabische Halbinsel, zu Ehren Allahs, zu erobern begannen.
Das war noch zu Muhammads Lebzeiten, also wesentlich früher als 1990.
Außerdem war es Muhammad mit seinem Gefolge, die sämtliche Juden - nach der Hidschra aus Mekka - aus Medina vertrieben hatten.
Zudem wurden 630, nachdem Muhammad nach Mekka zurück kehrte und die dortigen Eliten der Quraisch besiegte, sämtliche Nicht-Muslime
aus den Gebetsstätten vertrieben (wenn ich mich recht erinnere sogar ganz aus Mekka verbannt). Tja, und nachdem Muhammad starb, tat(en)
sein(e) Nachfolger exakt das, was die Anhänger von Jesus taten... Worte nach eigenem Ermessen und Nutzen auslegen.
Nochmal: Du hast schon recht und natürlich ist der Westen an der Gesinnung mancher Islamisten nicht ganz unschuldig, doch würden
Islamisten und auch gemäßigtere muslimische Führer trotzdem Mittel und Wege finden, um ihre Heimat und deren Bevölkerung zu terrorisieren.

allesamt Mitglieder und Vertreter der Ulama (geistliche Gelehrte) wären. Egal in welche islamische Sub-Religion man hinein sieht, alle haben
eine höchste Autorität oder ein höchstes Amt, das zu den Ulama gehört. Insofern passt "religiöse Führer der Moslems" so oder so.
Oder geht es dir mehr darum, dass sich z.B. Sunniten als Shi´iten ausgeben und in deren Namen Unsinn stiften, um Gründe für Racheakte zu haben?
Sicherlich hat der Westen den arabischen Ländern in letzter Zeit ziemlich zugesetzt, doch hat das - wie "Ich" bereits bemerkt hat - nichts mit
der religiösen Grundeinstellung der Moslems zu tun. Das Ganze begann vielmehr schon zur Zeit Muhammads (~600 bis 632), da er als letzter
Prophet des abrahamitischen Gottes (und somit im Besitz der wahren Lehre) damit begann den Expansions- und Eroberungswillen der Muslime
voran zu treiben. Laut Muhammads Worten war es den arabischen Stämmen von nun an verboten gegeneinander zu kämpfen, wodurch sie
ihren Kriegswillen von Innen nach Außen verlegten und die Länder um die arabische Halbinsel, zu Ehren Allahs, zu erobern begannen.
Das war noch zu Muhammads Lebzeiten, also wesentlich früher als 1990.
Außerdem war es Muhammad mit seinem Gefolge, die sämtliche Juden - nach der Hidschra aus Mekka - aus Medina vertrieben hatten.
Zudem wurden 630, nachdem Muhammad nach Mekka zurück kehrte und die dortigen Eliten der Quraisch besiegte, sämtliche Nicht-Muslime
aus den Gebetsstätten vertrieben (wenn ich mich recht erinnere sogar ganz aus Mekka verbannt). Tja, und nachdem Muhammad starb, tat(en)
sein(e) Nachfolger exakt das, was die Anhänger von Jesus taten... Worte nach eigenem Ermessen und Nutzen auslegen.
Nochmal: Du hast schon recht und natürlich ist der Westen an der Gesinnung mancher Islamisten nicht ganz unschuldig, doch würden
Islamisten und auch gemäßigtere muslimische Führer trotzdem Mittel und Wege finden, um ihre Heimat und deren Bevölkerung zu terrorisieren.
Fein. Aber eigentlich heißt es "Cui" und nicht "Qui"Ich hat geschrieben:Deshalb schrieb Ich ja auch oben schon: Qui bono?
Da würde ich dir schon recht geben, wenn die Ayatollahs (höchstes Amt der Shi´iten) und Imame (höchste Autoritäten der Sunniten) nichtIch hat geschrieben:Daimao, in diesem Kontext von "die religiösen Führer der Moslems" zu sprechen, ist aufgrund der dortigen heterogenen islamischen (und miteinander verfeindeten) Gruppen auch keine Antwort.
allesamt Mitglieder und Vertreter der Ulama (geistliche Gelehrte) wären. Egal in welche islamische Sub-Religion man hinein sieht, alle haben
eine höchste Autorität oder ein höchstes Amt, das zu den Ulama gehört. Insofern passt "religiöse Führer der Moslems" so oder so.
Oder geht es dir mehr darum, dass sich z.B. Sunniten als Shi´iten ausgeben und in deren Namen Unsinn stiften, um Gründe für Racheakte zu haben?
- triyann
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Re: Hass auf Emos im Irak
@ Thefalus
Dann sag das doch gleich. Die Schiiten sind nicht der Irak.
@ Daimao
Also ersten hat der Westen den islamischen Staaten nicht erst in letzter Zeit zugesetzt, sondern schon seit 150 Jahren, sieht man von den Kreuzzügen ab.
Was ich bemängele, ist eine typisch westliche Kurzsichtigkeit gegenüber den Problematiken dort. Es fängt damit an, von dem Islam zu sprechen, in völliger Unkenntnis dessen, dass die Auseinandersetzungen wesentlich tiefere Ursachen haben, wesentlich mehr Fraktionen und Interessen dort ausgefochten werden, als man sich hier vorstellen kann. Es geht hier nicht nur um Sunniten und Schiiten, auch um Perschmerga und Paschtunen, Aleviten, Kurden, Wahhabiten und was weiß ich nicht alles.
Wir haben nun die Situation, dass wir vor ehemaligen Kolonien stehen, deren gewalttätige Herrscherhäuser, gestützt von westlichen Regierungen, zwar lange Zeit mithilfe massivster Menschenrechtsverletzungen und Massenmorden eine gewisse Ruhe halten konnten, nach den unvermeidlichen Zusammenbrüchen brechen die teilweise uralten Konflikte wieder aus.
Hinzu kommt, dass gerade radikale Gruppen Gründungen und Protegés westlicher Regierungen sind und waren, die, nachdem die politische Lage sich änderte, fallengelassen wurden.
Der Iran war bis zum Sturz des Schahs 1979 nicht ein einziges Mal wirklich unabhängig, die Taliban eine willkommene Partei im Stellvertreterkrieg gegen die UDSSR.
Kurz, der Westen hat im gesamten Nahen Osten ein politisches Trümmerfeld hinterlassen, wo Radikalisierungen eine unausweichliche Folge sind. Ich empfehle dazu Bücher von Peter Scholl-Latour, sehr einfach zu lesen, dennoch öffnen sie ein wenig die Augen für die schwer durchschaubare Lage.
Dass sich in der Radikalität auf eine Religion berufen wird, ist nur ein Aspekt.
Und um das Verstehen dafür zu fördern, verweise ich auf Nordirland. Wer mag da behaupten, es handelte sich dort um einen reinen Konflikt zwischen Katholen und Protestanten? Vermutlich nur Bildzeitungs und Weltleser, die meisten anderen dürften wissen, dass es dabei auch um ganz andere Sachen ging, um Grundkonflikte in einem politischen Trümmerfeld, welches die Briten hinterließen. Die Religion war nur der Aufhänger.
Natürlich mag man sich fragen, was das jetzt alles mit den Emos zu tun hat. Eigentlich ganz einfach. Hier wird wieder ein Fragment in den Focus gerückt, der das ganze Bild unberücksichtigt lässt. Es ist natürlich einfach, sich über den bösen Islam zu empören, Tränen über die Opfer zu vergiessen und fröhlich herum zu hopsen, wenn irgendwelche Leute vorgauckeln, einen Volksaufstand gegen eine böse Diktatur zu veranstalten.
Dass das aber der blanke Zynismus in seiner reinsten Form ist, das möchte man hier im Westen nicht wahrhaben.
Dann sag das doch gleich. Die Schiiten sind nicht der Irak.
@ Daimao
Also ersten hat der Westen den islamischen Staaten nicht erst in letzter Zeit zugesetzt, sondern schon seit 150 Jahren, sieht man von den Kreuzzügen ab.
Was ich bemängele, ist eine typisch westliche Kurzsichtigkeit gegenüber den Problematiken dort. Es fängt damit an, von dem Islam zu sprechen, in völliger Unkenntnis dessen, dass die Auseinandersetzungen wesentlich tiefere Ursachen haben, wesentlich mehr Fraktionen und Interessen dort ausgefochten werden, als man sich hier vorstellen kann. Es geht hier nicht nur um Sunniten und Schiiten, auch um Perschmerga und Paschtunen, Aleviten, Kurden, Wahhabiten und was weiß ich nicht alles.
Wir haben nun die Situation, dass wir vor ehemaligen Kolonien stehen, deren gewalttätige Herrscherhäuser, gestützt von westlichen Regierungen, zwar lange Zeit mithilfe massivster Menschenrechtsverletzungen und Massenmorden eine gewisse Ruhe halten konnten, nach den unvermeidlichen Zusammenbrüchen brechen die teilweise uralten Konflikte wieder aus.
Hinzu kommt, dass gerade radikale Gruppen Gründungen und Protegés westlicher Regierungen sind und waren, die, nachdem die politische Lage sich änderte, fallengelassen wurden.
Der Iran war bis zum Sturz des Schahs 1979 nicht ein einziges Mal wirklich unabhängig, die Taliban eine willkommene Partei im Stellvertreterkrieg gegen die UDSSR.
Kurz, der Westen hat im gesamten Nahen Osten ein politisches Trümmerfeld hinterlassen, wo Radikalisierungen eine unausweichliche Folge sind. Ich empfehle dazu Bücher von Peter Scholl-Latour, sehr einfach zu lesen, dennoch öffnen sie ein wenig die Augen für die schwer durchschaubare Lage.
Dass sich in der Radikalität auf eine Religion berufen wird, ist nur ein Aspekt.
Und um das Verstehen dafür zu fördern, verweise ich auf Nordirland. Wer mag da behaupten, es handelte sich dort um einen reinen Konflikt zwischen Katholen und Protestanten? Vermutlich nur Bildzeitungs und Weltleser, die meisten anderen dürften wissen, dass es dabei auch um ganz andere Sachen ging, um Grundkonflikte in einem politischen Trümmerfeld, welches die Briten hinterließen. Die Religion war nur der Aufhänger.
Natürlich mag man sich fragen, was das jetzt alles mit den Emos zu tun hat. Eigentlich ganz einfach. Hier wird wieder ein Fragment in den Focus gerückt, der das ganze Bild unberücksichtigt lässt. Es ist natürlich einfach, sich über den bösen Islam zu empören, Tränen über die Opfer zu vergiessen und fröhlich herum zu hopsen, wenn irgendwelche Leute vorgauckeln, einen Volksaufstand gegen eine böse Diktatur zu veranstalten.
Dass das aber der blanke Zynismus in seiner reinsten Form ist, das möchte man hier im Westen nicht wahrhaben.
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Zuletzt geändert von Ich am 27. Jun 2012 03:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hass auf Emos im Irak
Das habe ich auch nie behauptet. Nur: Al-Sistani gilt Beobachtern als der mächtigste Mann im Irak. Und wenn der sagt, schlagt die Schwulen tot, dann wird das auch durchgeführt. Und zwar nicht von Juden, von denen es nach den brutalen Vertreibungen sowieso keine Handvoll mehr gibt und sicher auch nicht von den Christen, von denen in den letzten Jahren auch zweieinhalb Millionen aus dem Irak vertrieben wurden, nein, von schiitischen Mördertruppen, die den Befehlen ihres schiitischen Oberhaupts Großayatollah Ali Al-Sistani Folge leisten.triyann hat geschrieben:Dann sag das doch gleich. Die Schiiten sind nicht der Irak.
Dieser Zusammenhang ist so klar und transparent, daß er sogar Vorhersagen zuläßt: Sobald die Konferenz der Arabischen-Liga in Baghdad vorbei ist, sind nämlich die Lesben dran, die entsprechenden Todeslisten sind schon fertig. Also werden wir die Leichen der zerschundenen Mädels dann auch zu sehen bekommen. Weil der muslimische Religionsführer Al-Sistani das so will.
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