Rattus Ratze Rex kommt

Hier kann alles nicht-dämonische gepostet werden

Moderator: gabor

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Azazel
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Rattus Ratze Rex kommt

Beitrag von Azazel »

Am Samstag ist es soweit - Die Speerspitze der katholischen Kirche, das Oberhaupt eines korrumpierten Klüngels selbsternannter Stellvertreter eines Gottes hier auf irdischem Terrain, kommt direkt (und das ist eigentlich auch passend) aus der ewigen Stadt ROM, die im Verlauf ihrer Geschichte der Hort für zahlreiche Diktatoren und Thyrannen war, ins verfilzte, bigotte, erzkonservative und durch und durch korrupte Bayern.

Alle eilen diensbeflissen heran, überschlagen sich in Lobhudeleien über diesen Besuch, machen Kasse mit dem Verkauf zahlreicher iditiotischer Devotionalien und geifern vor dem Schleim, der ihren Worten mit entrinnt.
Ganze Autobahnen werden gesperrt, eine Armee an Sicherheitsleuten kontrolliert jede/n der nicht ins bayrischer Lederhosen/Dirndl herumläuft oder zumindest einen Seppelhut als Ehrerbietung vorzuweisen hat.

Das werte Schwestern und Brüder im Geiste nennt man Religion und Glauben :har:
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evoi
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Beitrag von evoi »

:lol:
Es gibt Tage da bin ich nicht in der Stimmung angehimmelt zu werden.
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whitestorm
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Beitrag von whitestorm »

ach ja. Korruption in einer derart puren, reinen Form. Und das doch so nah vor der Haustür. Nur bringt mich niemand freiwillig nach Bayern, geschweige denn auch nur in die Nähe dieses :fu: "Kirchenoberhaupts"

Die Welt spielt verrückt wegen dieser (ich finde keine Worte) Person und in China ist ein Sack Reis umgefallen....wobei mich interessiern würde, ob aus dem Sack viel Reis ausgelaufen ist und ob man ihn wieder ohne Probleme aufrichten kann! :har:
Niveau sieht von unten immer wie Arroganz aus.
"Man kann vieles unbewusst wissen, indem man es nur fühlt aber nicht weiß." F.M.Dostojewski
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Rall Schorrdas
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Beitrag von Rall Schorrdas »

Boah, gez binnich abba froh, aus dem schönen Westfalen zu kommen, wo et keine Korruption in irgendner Form gibt.

:chaos: :cool: :chaos:

Rall
Noriel de Morville
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Beitrag von Noriel de Morville »

[img]undefined://www.my-smileys.de/smileys2/overpape2.gif[/img]

Eine spezielle Internetseite wurde entworfen:

undefined://www.benedikt-in-bayern.de/EMF153/EMF015256.asp

Hier im Saarland fragt man sich: Wo ist Bayern? Auf der Saarlandkarte haben wir es nicht gefunden....

N.
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Azazel
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Beitrag von Azazel »

das fragen wir uns in Franken auch - vorallem wenn es darum geht, dass die Landesregierung die Gelder gerecht verteilt:-))
Gast

Beitrag von Gast »

Eine böse Thematik, Freund...

Wer bezahlt eigentlich die Unsummen, die durch diesen "Hohen Besuch" enstehen...anders formuliert: in welchen Bereich sind die Schuldigen zu finden, denen man diese erneuten Beutestreifzüge durch die leeren Staatskassen in die Schuhe schieben kann?

N
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caligula667
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Beitrag von caligula667 »

werde wohl dasein, da ich eine karte für einen sitzplatz bei der papstmesse vermittelt bekommen habe....*tatsächlich*
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Herr der Schatten
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Beitrag von Herr der Schatten »

Na gut das ich rechtzeitig umgezogen und nicht mehr in Bayern lebe. Nichts gegen Bayern ist schön dort.
LOVE, PEACE und Trommelrythmus
No ULTRA or Commerz-Fan- Just Us!!!!!
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Vamp
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Beitrag von Vamp »

Gibt hier ja sogar Pabstfrei. Die Schulen fangen erst am 13.9 an. Ausser natürlich die FOS, die fängt am 11.9 an. Und ich bin tatsächlich mal stolz zur Schule zu müssen wenn die anderen frei haben.
Wenn Katzen wie Frösche aussähen, so würde uns bald klar, wie gemein die kleinen Teufel sind. (Lords und Ladys; Terry Pratchett)
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ap
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Beitrag von ap »

Cyco hat geschrieben: Ich will doch hoffen, dass diejenigen unter euch, die in Reichweite dieser geschehnisse wohnen, den Herren Obermotz von Jesus altem Fischerverein recht herzlich empfangen ...
*insert diabolic laughing here*
ich wohn nicht nur in Reichweite, ich wohn direkt hier in Regensburg, wo der uns nächste Woche belästigen wird....

....spät. Dienstag, evtl. bis Donnerstag, werde ich ZU FUSS in die Arbeit gehen müssen, weil die ganze Scheißstadt gesperrt ist und ich auch noch punktgenau in der Sperrzone arbeite !! Wers nicht schafft in die Arbeit zu kommen, kann sich in nem Hotel einquartieren lassen, die Verlagsleitung zahlt alles. Ich schaffs leider da rein zu kommen... das Hotel soll chic sein.
Infineon hat Zelte auf seinem Mitarbeiterparkplatz aufgestellt, wo die Angestellten übernachten sollen, wenn sie am nächsten morgen pünktlich in der Arbeit sein wollen.
Ansonsten muß man nen Urlaubstag für Opfern, und das ist der Papst ganz sicher nicht wert.

...ich arbeite bei ner Zeitung wo es auch mal darum geht, Beilagen (Werbung) zu vereteilen. Ein Kunde von mir wollte am Mittwoch dem 13. seine Werbezetteln verteilen und ich mußte ihm sagen, das geht nicht, wir kommen an dem Tag vorraussichtlich nicht aus dem Verlagsgebäude raus, weil der Papst kommt. Das kommentierte er in etwa so: "Scheiße verdammte, wenn der Scheißpapst blos schon wieder weg währ, verdammt!"
Und das im angeblich so erzkonservativen und katholischen Bayern, auch noch am Land draußen !!! Ich fand das toll !

...Zur Papstandenkenabzocke:
witzig: Der Wackelpapst !!! Ähnlich der Wackel-Dackel, fürs Auto, oder zum in Arsch schieben.
traurig: Das Papstfähnchen, fürs Auto. Ähnlich dem Deutschland-Fähnchen zur Weltmeisterschaft fahren hier schon jede Menge Spacken mit so Vatikan-Fähnchen rum. So einem würd ich gern mal frontal reinfahren ! Wohlgemerkt sind das kaum Regensburger selber, sondern hauptsächlich Volk aus dem Umland, Regensbruger Land-Nummern, KEH, SAD, die ganzen Bauern halt...

... offizielle schätzungen gehen mittlerweile wenigstens von 500.000 Pilgern aus, wobei angeblich da schon die ganzen tschechischen und polnischen Pilger einfach vergessen wurden. Schlimmstenfalls können wir also mit bis zu 1.000.000 Pilgern rechnen. Man bedenke: Regensburg hat keine 150.000 Einwohner. Gewehre wären angesagt!
Das heißt zum einen: Ich werde hernach, wenn ich einkaufen gehe, für die ganze nächste Woche einkaufen und Lebensmittel horten, wie zu jeder anderen Naturkatastrophe auch ! Denn die Pilger werden uns die Supermärkte leer Fressen, denn das mit den 2 Broten und 3 Fischen oder wie das war funktioniert in der Realität sicher nicht.
Das heißt zum anderen: Aus Köln hat mir einer erzählt, als der Papst letztes Jahr da war, zu diesem Weltjugendtag, gabs zu wenig Dixi-Klos, und die Christen haben die ganze Stadt voll geschissen !!
Der hat mir aber auch erzählt da währen unter anderem auch jede Menge versauter Katholenbürschchen angereist !! :lol:


So, mein Kommentar zum Papstbesuch.

Wenn er doch blos schon wieder weg währ, verdammt! :lol:
Schwarze Witwe

Beitrag von Schwarze Witwe »

Cyco hat geschrieben:Meine Fresse ... und sowas will die Krone der Schöpfung sein. o__O

Ich will doch hoffen, dass diejenigen unter euch, die in Reichweite dieser geschehnisse wohnen, den Herren Obermotz von Jesus altem Fischerverein recht herzlich empfangen ...
*insert diabolic laughing here*

Greetz

Cy
Das siehst du falsch Cy. Der Papst will nich die Krone der Schöpfung sein. Ich glaub die Päpste werden "Stellvertreter Christi auf Erden" genannt. Als Zeichen dafür, wie pompös es in der himmlischen Wohnstatt des Herren nach dessen Ableben zugeht. (Der Typ is für uns gestorben! Vergiss es nie!) Der Papst selber würde sich nie anmaßen, sich Krone der Schöpfung zu nennen. Über den Papst dürfen sich nur Hexen und ehrwürdige Frauen erheben, die marienlike, ehrlichen Herzens sintflutartige Tränenströme ihre Wangen hinabrinnen lassen. :har:

Also ich jedenfalls nich. Ich werde irgendwann des finsteren Nachts im giftgrünen Flatterhemd mit flammenden Haaren, den Füßen auf nem umgedrehten Kreuz stehend und mich an der Längsstrebe festhaltend vom Himmel schweben und Krieg auf Erden anzetteln. Steht so in meinem geburtsrechtlichem Todesvertrach. *g* Vielleicht zieh ich auchn Pyjama mit Luftballonmuster an. Überleg ich mir noch. Bis die Zeit reif dafür ist...

Liebe Grüße
Schwarze Witwe
Zuletzt geändert von Schwarze Witwe am 9. Sep 2006 15:39, insgesamt 3-mal geändert.
Schwarze Witwe

Beitrag von Schwarze Witwe »

caligula667 hat geschrieben:werde wohl dasein, da ich eine karte für einen sitzplatz bei der papstmesse vermittelt bekommen habe....*tatsächlich*
Und freust du dich jetzt oder wirst du dir deine Schlaf- und Pupskissen mitnehmen? Die Stühle sind zuweilen ganz schön hart. Nicht etwa goldbestickte Thronalien. Genau wie damals auf den obersten Reihen der Tribüne vom Kolloseum, wo die barbarischen Kämpfe stattgefunden haben und sich das Volk an der Grausamkeit, die andren zugefügt wurde, ergötzt hat.

Kriegsch nochn Stück Swin? :au:
devilsnake

Beitrag von devilsnake »

wohn in bayern leider und sogar in der nähe münchen ( is nur ne halbe stunde autofahrt entfernt) und ich bin auf eine weiterführende schule und habe papstfrei *lol* ist eigentlich was sehr schönes hab schließlich erst wieder nächste woche mittwoch schulanfang
also heißt für mich:
lass den papst ma schön reden und in bayern sein und ich :| trink ne tasse kaffee und ließ zeitung
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Mephisto-Michi
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Beitrag von Mephisto-Michi »

nah zum glück bin ich allemannin und 300 km von bayern weg*freu*
das wäre ja fast so schlimm wie wenn tokio hotel durch mein dorf marschieren würden*schüttel*

ich darf gar nicht dran denken

:kotz: :kotz: :kotz:
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Azazel
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Beitrag von Azazel »

ap hat es wohl am schlimmsten erwischt:-)) hier in Franken merkt man nichts vom Pabstbesuch!
Schwarze Witwe

Beitrag von Schwarze Witwe »

Hi Süße

Mittwoch ist ein guter Tag, um mit dem Lernen wieder anzufangen *nick* :har:

Übrigens hab ich dir mal einige Infos zum Parfum zusammengeklaubt. Hattest an andrer Stelle ja danach gefragt. Wikipedia bietet nen ziemlich guten Fundus all möglicher Sachen, die man gerne wissen möchte, aber nie zu fragen wagte. *g* Heftig gruslig ists schon. Da sind mir ja noch Leute lieber, die sich auf der Suche nach menschlicher Wärme mit Brandy innerlich aufheizen, anstatt Hautfetzenkleider zu nähen oder ganz nach Sethianischem Vorbild Menschen zerstückeln.

*sich fürchterbar gruselt*

SW

Am 17. Juli 1738 wird Jean-Baptiste Grenouille in Paris geboren. Sein Leben beginnt in einem Haufen von Fischabfällen. Dort überlässt ihn seine Mutter sich selbst und damit dem sicheren Tod. Grenouilles durchdringendes Schreien macht Passanten auf den Säugling aufmerksam, das Kind wird gerettet und die Mutter wegen vierfachen Kindsmordes hingerichtet. Das Baby wird von Amme zu Amme weitergereicht, denn niemand will das überaus gierige Kind ernähren, das „nicht riecht, wie Kinder riechen sollen“. Schließlich landet Grenouille bei Madame Gaillard, einer Frau, die sich ihr Geld mit Kinderaufziehen verdient. Sie verschmäht den Jungen nicht, da sie seit ihrer Kindheit keinen Geruchssinn und kein Gefühl für menschliche Wärme oder Kälte mehr hat. Trotzdem wächst der Junge gut auf, denn er kann ohne Liebe auskommen und auch schlechtes Essen macht ihm nichts aus. Bereits in der frühen Kindheit können in seinem Verhalten erste Ansätze seiner besonderen Begabung im Bereich der Düfte erkannt werden.

Mit acht Jahren kommt Grenouille zu einem Gerber. Er überlebt die Arbeit mit den giftigen Substanzen, was für seine Zähheit spricht. In seiner Freizeit sucht der Junge in der ganzen Stadt nach Düften. Einmal nimmt er einen ihm völlig unbekannten, anziehenden Duft wahr. Grenouille geht ihm nach und findet schließlich ein Mädchen, von dem der Duft ausgeht. Er bringt das Mädchen um, um ihren Geruch in sich aufzusaugen und zu verwahren. Als er eines Abends Lederhäute zum Parfumeur Baldini bringen soll, demonstriert er diesem auf eindrückliche Weise seine Fähigkeiten im Umgang mit Düften. Baldini lässt sich überzeugen und nimmt Grenouille in die Lehre. Der Junge mischt immer neue, exzellentere Parfums zusammen und macht Baldini zu einem reichen Mann. Gleichzeitig lernt Grenouille viele Verfahren und Techniken kennen, die ihm beim Herstellen von Düften helfen. Doch als er versucht, die in seinem Innern existierenden Düfte real herzustellen, versagt die ihm bekannte Technik der Destillation. Diese Erfahrung trifft ihn sehr hart. Er erkrankt an schwarzer Pest. Als Grenouille auf dem Sterbebett liegend erfährt, dass es noch andere Duftgewinnungsverfahren als das Destillieren gibt, wird er in kurzer Zeit wieder gesund.

Drei Jahre später erhält Grenouille den Gesellenbrief und verlässt Paris. Je mehr er aufs Land hinaus kommt, desto mehr ekelt ihn der Menschengeruch an. Schließlich findet er auf einem Vulkanberg, dem Plomb du Cantal, eine Höhle, wo ihm der Menschengeruch am entferntesten scheint. Sieben Jahre vegetiert er an diesem Ort und berauscht sich an den Düften, die er fest in seinem inneren „Palast der Düfte“ verschlossen hat. Eines Tages erwacht er aus einem Albtraum, in dem er sich selbst in seinem Duft ersticken sieht. Anschließend stellt er fest, dass er selbst keinen Eigengeruch hat und macht sich noch am selben Tag auf den Weg in bewohntes Gebiet. Als er eine Stadt erreicht, behauptet er, sieben Jahre von Räubern in einem Erdloch gefangen gehalten worden zu sein. Ein Forscher diagnostiziert eine "Erdgasvergiftung" und will seine Theorie vor der Öffentlichkeit präsentieren. Er macht mit Grenouille eine „Revitalisierungskur“. Dieser täuscht einen Ohnmachtsanfall vor, welcher angeblich vom Parfum des Marquis ausgelöst wurde. Daraufhin darf Grenouille sein eigenes Parfum mischen. Mit primitiven Mitteln imitiert er einen gewöhnlichen Menschenduft. Bald stellt er fest, dass das Parfum ihm zu Akzeptanz in der Gesellschaft verhilft. Er erkennt damit die Manipulierbarkeit der Menschen. Aber er will nicht nur beachtet werden, er will Macht über die Menschen haben. Er macht sich aus der Stadt auf den Weg nach Grasse, seinem eigentlichen Ziel. Bei Madame Arnulfi und ihrem Gesellen lernt er neue Verfahren der Duftgewinnung kennen. Bei seinem ersten Spaziergang durch die Stadt riecht er ein wunderbar duftendes Mädchen, ähnlich dem, das er in Paris ermordet hat. Da er zudem riecht, dass das Mädchen noch am Anfang seiner Entwicklung zur Frau steht, nimmt er sich vor, wiederzukommen, wenn "Laure" gereift ist und ihr Duft sich vervollkommnet hat.

Nach einiger Zeit gibt es Aufregung in der Stadt. Ein Frauenmörder treibt sein Unwesen. Er mordet sogar in den Häusern und hinterlässt die Opfer nackt und mit geschorenen Köpfen. Die Mädchen sind alle von wunderbarer Schönheit. Nach 24 Morden tritt für einige Zeit Ruhe ein. Antoine Richis, ein reicher Kaufmann, durchschaut das System der Morde und erkennt, dass seine hübsche Tochter Laure die Nächste sein wird. Er flieht mit Laure, aber Grenouille, der Mörder, nimmt die Witterung auf. Schließlich bringt er Laure in einem Gasthof um und reißt ihren Geruch, wie die Düfte der anderen 24 Mädchen, mit seinen neu erlernten Mitteln an sich. Doch Grenouille kann aufgrund von Zeugenaussagen identifiziert werden. Als Motiv gibt er an, die Mädchen „gebraucht“ zu haben, mehr bringt man auch durch Folter nicht aus ihm heraus. Am Hinrichtungstag warten Tausende gespannt auf das Spektakel. Doch als Grenouille auftritt, wird er plötzlich von allen geliebt und verehrt, vergessen ist der vorherige Tag, an dem die Leute seinen Tod sehen wollten. Der Grund dafür ist das aus den Frauendüften hergestellte Parfum, welches ihn wie eine göttliche Aura umgibt. Grenouille wird begnadigt, und Richis will ihn sogar adoptieren. Aber die Erfahrung der Macht hat Grenouille nicht glücklich gemacht, denn er bemerkt, dass nicht er geliebt wird, sondern "das Parfum"; er beschließt, nach Paris zurückzukehren. Er erkennt, dass ihm nur in Hass und Ekel Genugtuung widerfährt. In Paris nähert Grenouille sich einer Subkultur, die an einem Lagerfeuer gerade ihren Akt vollzieht. Er kann sich den Menschen unauffällig nähern und sie akzeptieren ihn. Nachdem er „das Parfum“ beabsichtigt überdosiert aufgetragen hat, ist dessen Wirkung auf die Anwesenden so überwältigend, dass sie ihn für einen Engel halten und jeder ein Stück von ihm besitzen will und sie ihn schließlich zerreißen und auffressen.

Anspielungen

Als Grenouille vom Marquis de la Taillade-Espinasse dem (meist wissenschaftlichen) Publikum vorgestellt wird, geschieht dies in der gleichen Art, wie seinerzeit der Elefantenmensch Joseph Merrick einem ähnlichen Publikum vorgestellt wurde.

Im letzten Abschnitt des 26. Kapitels heißt es: "Und meine Seele spannte / weit ihre Flügel aus / flog durch die stillen Lande / als flöge sie nach Haus". Diese Zeilen sind dem Gedicht "Mondnacht" des Romantikers Eichendorff entnommen. Grenouille verbringt mehrere Jahre in einem Erdloch, ebenso erging es auch dem Findelkind Kaspar Hauser.

Das Buch

Der Roman erschien 1985 im Diogenes Verlag (ISBN 3-257-22800-7).


Der Film

Hauptartikel Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders
Im Jahr 2006 wurde Patrick Süskinds Roman für die Leinwand adaptiert. Für die Regie wurde der Deutsche Tom Tykwer verpflichtet, in der Hauptrolle des Grenouille agiert der eher unbekannte Brite Ben Whishaw. In weiteren Rollen sind u. a. Dustin Hoffman, Alan Rickman, Rachel Hurd-Wood und Corinna Harfouch zu sehen.

Sekundärliteratur

Freudenthal, David: Zeichen der Einsamkeit.Sinnstiftung und Sinnverweigerung im Erzählen von Patrick Süskind. Hamburg, Kovac, 2005, Schriftenreihe Poetica, ISBN 3-8300-1729-4
Fritz, Werner: Patrick Süskind, Das Parfum: Interpretation / von Werner Frizen und Marilies Spancken. - 2., überarb. und korrigierte Aufl. - München: Oldenbourg, 1998, ISBN 3-486-88677-0
Ohl, Michael: Schwimm nicht mit Jean-Baptiste. Roman, Norderstedt: BoD, 2006. ISBN 3-8334-5178-5 [1]

Der sehr medienscheue Autor Patrick Süskind zögerte lange, die Filmrechte für Das Parfum zu verkaufen.

Die Thematik des Romans wird in Helmut Dietls Film Rossini – oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief (1997), bei dem Süskind auch als Co-Autor beteiligt war, aufgegriffen.

Weiterhin war Süskind neben Dietl als Drehbuchautor für den Kinofilm „Vom Suchen und Finden der Liebe“ (2004/2005) tätig.
Der Song „Scentless Apprentice“ der Grungeband Nirvana basiert zum Teil auf diesem Roman, ebenso wie „Du riechst so gut“ der deutschen Band Rammstein.

Aufgrund des Verkaufserfolges war das Buch ungewöhnlich lange (fast zehn Jahre) nur als Hardcover erhältlich.
Das Buch stand neun Jahre lang in der Bestsellerliste des Magazins Der Spiegel.

Im Juni 2006 erschien der Roman "Schwimm nicht mit Jean-Baptiste" (ISBN 3-8334-5178-5) von Michael Ohl, in dem ein "Parfum-Besessener" der Frage nachgeht: Was wäre, wenn die Romangestalt Jean-Baptiste überhaupt nicht von dem scheuen Autor (der keine Interviews gibt und nichts mehr veröffentlicht) erfunden ist?
Zuletzt geändert von Schwarze Witwe am 10. Sep 2006 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
devilsnake

Beitrag von devilsnake »

danke schwarze witwe ^^*freu* denn muss ich mir wirklich angucken :lol:
Schwarze Witwe

Beitrag von Schwarze Witwe »

devilsnake hat geschrieben:danke schwarze witwe ^^*freu* denn muss ich mir wirklich angucken :lol:
Bitte :D Bei gmx hamse auch schon von dem Film geschrieben und einige Fotos davon standen zur Auswahl. Werbung machen sie jedenfalls ganz gut dafür. Mal gucken, ob der Film auch hält, was andre von ihm versprochen haben. Ist ja immer so ne Sache. *gggg*

lg
SW
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Mephisto-Michi
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Beitrag von Mephisto-Michi »

das buch is jedenfalls der hammer
...der Wahnsinn ist nur eine schmale Brücke// die Ufer sind Vernunft und Trieb...
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tlahuizcalpantecutli
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Beitrag von tlahuizcalpantecutli »

allerdings!
Aber kann es sein, dass die schwarze Witwe sich im Forumsteilversehen hat?
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Noriel de Morville
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Beitrag von Noriel de Morville »

Aber Freund Tla, von "Rattus Ratte Rex" (Sehr interessante Wortschöpfung, Freund Azazel...) zu Literatur und besonders Patrick Süsskinds "Parfum"... dies ist doch eine zu begrüßende und sehr erfreuliche Entwicklung...

Habe Dank, Schwärzeste aller Witwen....

Ich habe "Das Parfum" in seinem Erscheinungsjahr gelesen und war sofort absolut begeistert. Die Filmpics zeigten Jean-Baptiste Grenouille anders, als er im Buch beschrieben wird, aber ich freue mich sehr über diese Verfilmung, die ich geniessen werde....

N.
Zuletzt geändert von Noriel de Morville am 11. Sep 2006 16:02, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Azazel »

Gibt es dazu wohl 'Gerüchte'? Wußte ich gar nicht, dass die Autorenschaft angezweifelt wird.
Gast

Beitrag von Gast »

Mein Fehler, Aza, ich sollte nicht 4 Dinge gleichzeitig tun...Sorry...

N.
Noriel de Morville
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Beitrag von Noriel de Morville »

Ich war der Gast...

Noriel