Fantasy-Filmfestival 2008

Horror, Thriller, Fantasy, Sci-Fi, Mystery

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Azazel
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Fantasy-Filmfestival 2008

Beitrag von Azazel »

Das Fanatasy-Filmfest gibt es nun seit gut 20 Jahren – was als kleines Festival für Insider begann, hat sich nun zu einem Großevent gemausert und es ist für alle Regisseure aus den Genres Horror und Thriller eine Ehre dort mit ihren Filmen vertreten zu sein. So gibt es auch dieses Jahr eine Mischung aus altbekannten Meistern des Horror-Bizs und Newcomern, die mit ihren Erstlingen für Furore sorgen. Ich habe Euch aus den knapp 70 Filmen ein paar Highlights und Geheimtipps herausgesucht, die man sich auf jeden Fall anschauen sollte.
Als erstes ist da gleich mal der Opener des Festivals Eden Lake zu nennen.
Die Kindergärtnerin Jenny und ihr Freund Steve fahren übers Wochenende zum Zelten an den Eden Lake, ein idyllische Fleckchen Erde. Am See befindet sich eine Gruppe von Jugendlichen die mit lauter Musik und ihren mitgeführten Kampfhunden dem Paar schon bald auf den Zeiger gehen. Als nach der ersten Nacht am nächsten Morgen das Auto der beiden verschwunden ist und sie die Kids in verdacht haben und zur Rede stellen eskaliert die Situation blitzartig und es kommt zu einer folgenschweren Auseinandersetzung.
EDEN LAKE wird von einer Brutalität beherrscht, die einigen Zuschauern schwer auf den Magen schlagen dürfte. Ein Horrorschocker der sich in das Gehirn einbrennen wird.

Der Grandseigneur des italienischen Horrorfilms Dario Argento himself hat mit dem dritten Teil seiner Mütter-Trilogie Mother of Tears hat damit einen der Highlights auf dem Festival gesetzt. Mehr als 30 Jahre ist es her, dass mit SUSPIRIA sein zentrales Horrormeisterwerk erschien. Das surreale Hexenballett und sein Nachfolger INFERNO sind die wohl bekannteste unvollendete Filmtrilogie – bis jetzt: Nach der Mater Suspiriorum und Mater Tenebrarum finden Friedhofsarbeiter einen auf 1815 datierten Sarg mit den Überresten der Mater Lacrimarum – der dritten Hexe. Dieser Fund belebt den unseligen Kult erneut und die Jünger der 3 Hexen sorgen für Terror. Die Kirche prohezeit das Ende der Welt und Rom wird zum Pilgerort des Untergangs. Argento ist in seinem Element und jagt seine Tochter Asia durch ein Szenario des Schreckens in bekannt düsterer und morbider Splattermanier. Ein würdiger finaler Abschluss einer meisterlichen Trilogie…

Schon seit ein paar Jahren hat sich das Produzieren guter Horrorfilme nach Europa verlagert. Spanien, Englands und Frankreichs Filmundustrie haben ihre am. Konkurrenz hinter sich gelassen und mit gewagten Horrorwerken die Grenzen weit überschritten. Nun kommt so langsam auch aus Deutschland das eine oder andere Werk, dass sich mit diesen Perlen messen kann. In Virus Undead beweist Regisseur Wolf Wolff, dass auch aus good old germany Horrorfilme kommen können. Der Hype um die Vogelgrippe bildet die Basis für einen Zombieschocker. Das sie auf den Menschen übertragbar ist wissen wir, aber dass ein mutierter Ableger derselben weitaus schlimmeres schafft als Kranke ist bis dato noch nicht bekannt gewesen. Medizinstudent Robert kehrt in seine brandenburgische Heimat zurück, um die Angelegenheiten seines verstorbenen Großvaters Professor Bergen zu regeln. Jener Professor, eine Koryphäe der Wissenschaft, hat seinem Enkel nicht nur ein vernachlässigtes Anwesen im Nirgendwo hinterlassen ..ein Film der nicht wie 28 weeks later mit schnellen Schnitten arbeitet sondern gegen den Trend langsame Fahrten der Kamera und ruhigere Bilder zeigt…doch der Schrecken ist deswegen nicht minder intensiv – Zombiehorror vom Feinsten aus Deutschland…

Von einem Wegbereiter der harten Splatterliteratur Clive Barker kommt eine weitere Kurzgeschichte aus den Books of Blood zu Filmehren, doch nicht der Meister himself sondern der am. Regisseur Kitamura setzt den Mitternachtsfleischzug in Szene.
Der Fotograf Leon Kauffman steht kurz vor dem künstlerischen Durchbruch. Die berühmte Galeristin Susan Hoff (Brooke Shields) hat seine Arbeiten begutachtet und wünscht eine Serie von Großstadtimpressionen. Seine Vorgabe – die Motive sollen morbide sein und die abartige Seite der Stadt zeigen. Also beginnt Leon auf der Suche nach dem perfekten Bild und zum Entsetzen seiner besorgten Freundin des Nachts die Unterwelt zu durchstreifen. Bald stechen ihm zwei furchtbare Zusammenhänge ins Auge: Menschen, die er fotografiert hat, werden anderntags als vermisst oder tot gemeldet und er trifft auf den möglichen Mörder! Da ist sich Leon todsicher: Es muss der korrekt gekleidete Hüne mit der verdächtigen Ledertasche sein, dem er im Morgengrauen in der Subway begegnet und den er fortan verfolgt. Seine Begeisterung eventuell eine Mordserie aufklären zu können schlägt in jähes Entsetzen um, als er regsitriert wem er da wirklich auf der Spur ist…

Spaniens Filmproduktion spuckt einen guten Regisseur nach dem anderen aus und alle verstehen ihr Handwerk perfekt wie zuletzt schon Balanguero mit dem Film REC bewiesen hat. In Shiver versucht sich nun Isidro Ortiz an einem klassichen Thema des Horrorgenres den Gestaltwandlern..
Der Teenager Santi leidet unter einer ausgeprägten Lichtallergie. Der Arzt rät dringend zum Ortswechsel und so ziehen Santi und seine Mutter in ein kleines Dorf in den Pyrenäen, das nur selten von der Sonne gestreift wird. Doch das schattige Glück samt einer hübschen Mitschülerin, die sich für den scheuen Jungen interessiert, währt nicht sehr lange: Nachts werden Schafe gerissen, irgendetwas jagt im Wald, neuerdings auch Menschen. Zuerst stirbt ein Hirte, dann wird einem Mitschüler die Kehle zerfetzt – und was liegt näher für die grimmigen Dörfler, als den Zugezogenen zu beschuldigen? Derart in die Enge getrieben, nimmt der von den Ereignissen völlig verängstigte Santi seinen ganzen Mut zusammen und beginnt selbst, nach der Ursache des blutigen Mordens zu suchen ...

Alexandre Aja der sich mit seinem Remake vom Hügel der blutigen Augen einen Namen in der Horrorgemeinde beschaffen hat ist nun mit einem Remake des Koreanischen Horrorfilms Mirrors auf dem Festival vetreten und soviel sei gleich mal gesagt..ab und an sind die Remakes besser als die Originale..zwar selten aber Aja gelingt dieses Kunststück ohne Probleme. Ben Carson arbeitet neuerdings als Wachmann die Nachtschicht in einem alten Kaufhausgebäude, das kurz vor dem Abriss steht. Der riesige Spiegel des einst prunkvollen Eingangsfoyers zieht ihn unmittelbar in den Bann, denn Ben fühlt sich äußerst unwohl und vermeint Böses in dem Spiegel. Wie recht er hat, denn ein uralter Dämon benutzt den Spiegel als Tor in unsere Welt und er will nur eines – Töten!. Das erste Opfer ist Bens Schwester, auf grausamste Alexandre Aja-typische Weise niedergemetzelt. Damit sind die Fronten geklärt, für den verzweifelten Carson steht fest: Auch wenn ihn alle für verrückt halten, ganz gleich, ob ihm jemand dabei hilft oder nicht – er wird das wütende Wesen notfalls im Alleingang stoppen, bevor es Ehefrau Amy und seinem Sohn Michael an den Kragen geht ... Perfekte Spiegelbildverzerrungen und congenialer Sound machen Mirrors zu einem Film den man sich ansehen muss…


Aus Australien kommt ein Beitrag auf das Festival der einem zeigt, dass man sich immer überlegen sollte mit wem man sich einlässt. Regisseur John Hewitt zeigt mit seinem Werk Acolytes, dass auch aus Down under Horrorfilme mit Esprit kommen. Jahrelang wurden Mark und James auf grausamste Weise drangsaliert, gequält, in Todesangst versetzt. Ihr Peiniger Gary Parker wohnt im gleichen Kaff und weiß, dass den Jungen niemand glaubt. Als sich zufällig eine endgültige Lösung für das Problem auftut, ist das ein echter Lichtblick für die Highschool-Freunde: Bei einem Waldspaziergang beobachtet Mark einen Mann, der etwas im Boden vergräbt … die Leiche einer Touristin. Deren Mörder wohnt nicht weit entfernt und führt ein vordergründig normales Leben. Die Jungen beschließen niemand etwas zu erzählen sondern den Mörder zu erpressen – er soll sich ihr schweigen mit dem Mord an ihrem gehassten peiniger erkaufen. Doch die düstere Welt eines Psychopathen, welche die Jugendlichen soeben betreten haben, funktioniert nach eigenen Gesetzen. Ein barbarisches Spiel um Leben und Tod nimmt seinen Lauf ... Nicht nur der Film auch der Soundtrack überzeugen bei Acolyth..


Harter Horrorstoff kommt aus Frankreich…ein Satz dessen Wahrheistgehalt mehr als einmal bewiesen ist..ich verweise da nur auf High Tension, Inside oder Frontiers und so ist es auch mit Martyrs von Pascal Laugier.
Frankreich, Anfang der 70er-Jahre, ein verlassenes Industriegelände. Keine Menschenseele ist zu sehen, als sich die zehnjährige Julie schreiend und blutend durch die staubigen Straßen schleppt, dem Wahnsinn nahe, auf der Flucht vor unbekannten Peinigern. Als sie endlich aufgefunden wird, weist ihr geschundener Körper die Merkmale monatelanger Entbehrungen auf, aber keinerlei Anzeichen sexueller Gewalt. Das Mädchen wird in ein Krankenhaus eingewiesen. Täter und Motiv bleiben im Dunkeln. 15 Jahre später klingelt es an der Tür einer vierköpfigen Familie. Als der Herr des Hauses öffnet, sieht er sich Julie gegenüber – und dem todbringenden Lauf eines Jagdgewehrs…eine rechnung soll bezahlt werden! ... MARTYRS ist ein Test. Pascal Laugiers Extremschocker sprengt Grenzen, probiert aus, wie weit man gehen kann, ohne sich davon beeinflussen zu lassen, wie weit man gehen sollte. MARTYRS ist ein metaphysisches Experiment in purem Schmerz, dessen unbequem reales Szenario das unvorbereitete Publikum mit der Wucht eines Vorschlaghammers trifft. …Splatter pur aus Frankreich dessen junge Regisseursgarde keine Tabus mehr kennt…


England ist unter anderem mit dem Film Hush auf dem Festival vertreten.
Eine nächtliche Fahrt im Regen auf der Schnellstraße. Das Pärchen Zakes und Beth sind mitten im heftigsten Streit wie immer in der letzten zeit –Da plötzlich klappt vom LKW vor ihnen die Rücktür auf und enthüllt, für den Bruchteil einer Sekunde nur, eine schreiende Frau in einem Käfig! Das Nummernschild ist nicht zu erkennen, sodass der Anruf bei der Polizei zwecklos erscheint. Doch Beth, die die Frau selbst gar nicht sehen konnte, drängt darauf, der Eingesperrten irgendwie zu helfen. Weiterer Zündstoff für das Pärchen in der Krise. Beth hat die Schnauze gestrichen voll von Zakes Loser-Mentalität und hegt den heimlichen Gedanken, zu ihrem nach wie vor interessierten Ex zurückzukehren ... bevor sie bei der nächsten Pinkelpause urplötzlich und spurlos verschwindet. Klar, da braucht Zakes nur zwei und zwei zusammenzuzählen: Sicher hat das mit dem Laster zu tun, sicher ist hier ein Maniac mit Appetit auf frisches Frauenfleisch unterwegs. In einer hammerharten, langen Nacht des Grauens wird Beths Freund weit mehr Chancen erhalten, den von ihr geforderten Mumm unter Beweis zu stellen, als ein Einzelner im üblichen verkraften kann ... die Frage stellt sich wie weit geht man um eine Freundin zu retten, die einen ja anscheinend nicht mehr wirklich liebt? Hammerhartes Actionkino Hush ….ein Muss für Frauen, die ihre Freunde immer unterschätzen…

Das war ein Excerpt vom Fantasy-Filmfest 2008 – wer jetzt Blut geleckt hat und sich einige Filme reinziehen will..das festival findet wie folgt statt:

Berlin 12 – 20 August 2008 im Cinemaxx
Hamburg 13 – 20 August 2008 im Cinemaxx
Köln 20 – 27 August 2008 im Cinedom
Dortmund 20 – 27 August 2008 im Cinestar
Frankfurt 27 Aug – 03 Sept 2008 im Cinestar Metropolis
Nürnberg 27 Aug – 03 Sept 2008 im Cinecitta
Stuttgart 03 – 10 September 2008 im Metropol
Und München 03 – 10 September 2008 im Cinema + City


Trailer dazu:

[url=undefined://www.fuenf-filmfreunde.de/2007/09/03/mot ... s-trailer/]Mothers of Tears[/url]

[url=undefined://www.virus-undead.com/cms/front_content.php?idart=103]Virus Undead[/url]

[url=undefined://uk.movies.ign.com/dor/objects/953258/midnight-meat-train/videos/midnight_meat_100407.html]Der Mitternachtsfleischzug[/url]

[url=undefined://www.kino-zeit.de/filme/artikel/trailer_ ... hiver.html]Shiver[/url]

[url=undefined://www.moviegod.de/kino/meldung/15453/mirr ... sutherland]Mirrors[/url]

[url=undefined://www.brightcove.tv/title.jsp?title=16625 ... 1214718128]Acolytes[/url]

[url=undefined://jadedviewer.com/2008/07/martyrs-trailer.html]Matyrs[/url]

Quelle: [url=undefined://www.fantasyfilmfest.com/]Fantasy-Filmfest[/url] und eigene Impressionen

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