Hexenverfolgung

Hier kann alles nicht-dämonische gepostet werden

Moderator: gabor

Lord_Diabolus

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Lord_Diabolus »

Bild

:rolleyes: DU SOLLSCH DIE HÄNN VOM GESICHT HOLLE UN LÄÄSE, WAT LO STEHT, BUB!!!

Meine Güte, man versucht doch schon, es Dir ruhig und geduldig zu erklären!
Lös Dich mal ein wenig los von Deiner Meinung und versuch, analytisch vorzugehen.
Und erzähl nichts von Wicca in der Steinzeit - nicht jede Naturverbundenheit ist automatisch wiccanischer Natur! (Ha, Wortwitz gemacht)
Zudem geht mir dieses intolerant-faschistische Gelaber auf den Senkel, das Christentum sei auszurotten, doch der Hexenkult solle bestehen!
Denn das Gleiche erzählen auch Christen über Andersgläubige, Moslems über böse Christen und Nationalsozialisten über Juden.
AUGEN AUF!!!

Zugeschneite Grüße
Diabolus
Clown
Beiträge: 3565
Registriert: 16. Mai 2009 09:26

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Clown »

gabor hat geschrieben:Auf die Lösungsvorschläge,wie man den Menschen dort zur "Vernunft"verhelfen könnte,bin ich ja nun echt gespannt!Nicht das wir in unserer Aroganz den Indios auch noch ihre Schamanen wegnehmen.....
Freundschaft!
Erste Regel. Man darf nur niemanden wie dich da hinschicken :D Der Rest erledigt sich von alleine...mal im Ernst. Die Frage finde ich jetzt wirklich nicht Beantwortungswert. Da gibt´s 1000nde Möglichkeiten der Hilfe zur Vernunft.

@Alveradis...es sind nunmal 2 paar Schuhe ob man Runen studiert und das göttliche sucht...oder die Nachbarin verbrennt weil Sie nicht mit einem in´s Bett steigen wollte...ich hoffe das versteht man jetzt so. :vamp:
Benutzeravatar
Alveradis
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 4340
Registriert: 16. Apr 2008 16:23
Religionszugehörigkeit: alveradisch...

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Alveradis »

Clown hat geschrieben: @Alveradis...es sind nunmal 2 paar Schuhe ob man Runen studiert und das göttliche sucht...oder die Nachbarin verbrennt weil Sie nicht mit einem in´s Bett steigen wollte...ich hoffe das versteht man jetzt so. :vamp:
Ich halte es fuer eben so falsch, "germanisches Heidentum" auf das Studieren von Runen und das Suchen von "Goettlichem" zu reduzieren, wie eine Reduzierung des Christentums auf Hexenverbrennungen.
Das ist eine Trivialisierung, die zwangslaeufig zu Fehlurteilen fuehrt.
Mal abgesehen davon, dass ich denke, dass das Wissen, dass keine Religion die Richtige oder einzig Wahre ist, im heidnischen Weltvestaendnis verankert liegt.
- Harmony, like a following breeze // at sea, is the exception." (Harvey Oxenhorn, Turning the rig)
- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

PS: Suchfunktion!
Benutzeravatar
Luzifer-0125
Beiträge: 1418
Registriert: 5. Aug 2007 13:39
Religionszugehörigkeit: Der Alte pfad der Mg
Wohnort: EINMAL FÄLLT JEDER
Kontaktdaten:

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Luzifer-0125 »

Stimmt genau das sehe ich jetzt auch so wenn man genauer betrachtet
wollte Jesus ja das Judentum Reformieren.
Vielleicht sollte man das Christentum mal Reformieren? :???:
Ich will ja nur sagen das man das Christentum Reformieren sollte und nicht auszurotten!
Ich meine das Chrsitentum ist eine Stifterreligion aber auch Naturreligion.
Aber um Hexe zu sein muss man keiner bestimmten Religion angehören.
Also wie gesagt ich will Reformieren und nicht auszurotten das wäre gegen meine Natur, ich will das Christentum Reformieren es ist zu Reformieren...

Besten Grüßen Luzifer-0125
Dunkelheit!
Benutzeravatar
pazuzu
Beiträge: 630
Registriert: 2. Feb 2008 14:28
Wohnort: Incende quod adorasti !
Kontaktdaten:

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von pazuzu »

@Hexenblut66


hexenverfolgung in afrika hat ja auch reale hintergründe.


Hexerei in Afrika heute


Welt Online, 27.10.2008
Ostafrika: Mörderbanden machen Jagd auf Albinos


Mindestens 26 Albinos sind allein in Tansania im Laufe der vergangenen zwölf Monate getötet worden. Die meisten von ihnen waren Frauen oder Kinder. Selbsternannte Hexer kaufen Leichenteile, Blut und Organe und mixen daraus angebliche Zaubertränke, die vor allem eines bringen sollen: Reichtum.
Das vorerst letzte Opfer des Aberglaubens war erst zehn Jahre alt. Die kleine Esther Charles wurde vor wenigen Tagen in ihrem Dorf Shilela im Westen von Tansania getötet, dann zerhackten die Mörder ihren Körper und verkauften die Teile. Esther war ein Albino-Mädchen, durch einen Gendefekt fehlte ihr das Pigment Melanin. Sie hatte weiße Haut, weißes Haar und empfindliche rote Augen. Genau das wurde ihr zum Verhängnis. Im ostafrikanischen Tansania gelten Albinos als Glücksbringer und Vorboten des Wohlstands.
In jüngster Zeit häufen sich die Berichte über regelrechte Menschenjagden: Mörderbanden schlachten Albinos ab, selbsternannte Hexer kaufen Leichenteile, Blut und Organe und mixen ihren Kunden daraus angebliche Zaubertränke, die vor allem eines bringen sollen: Reichtum. Unter den rund 150.000 Albinos im Land herrscht Panik. „Ich kenne einen Fall, da hat sich eine Frau mehr als drei Monate versteckt, nachdem ihre Schwester ermordet worden ist“, sagt Ernest Kimaya, Vorsitzender der Tansanischen Albino-Gesellschaft (TAS).
Mindestens 26 Albinos sind allein in Tansania im Laufe der vergangenen zwölf Monate getötet worden. Die meisten von ihnen waren Frauen oder Kinder. Im vergangenen Jahr hatte die Polizei bereits mehrfach von Grabschändungen berichtet. Die Räuber hatten Leichen von Kindern ausgegraben, um Genitalien, Augen oder andere Organe herauszuschneiden. Mittlerweile hat sich der Horror rund um das Hexengeschäft auch auf Tansanias Nachbarländer ausbreitet. In der Demokratischen Republik Kongo, in der der Aberglaube blüht, herrscht große Nachfrage nach Albino-Haut. Auch in Kenia und Burundi verschärften die Behörden ihre Sicherheitsmaßnahmen, weil sich dort die Morde an Albinos häufen.
Dem 19-jährigen Richard Ciza saß der Tod schon im Nacken. „Die Menschen sagen, dass Körperteile von Albinos in Tansania über Goldminen abgelegt werden, damit das Gold an die Oberfläche gelangt“, sagt der junge Burunder, und dabei steigt ihm die Angst in die Augen. „Manchmal benutzen Fischer die Teile auch als Köder, weil sie glauben, dass die damit gefangenen Fische Gold im Bauch haben.“ Richard steht unter Schock. Es ist erst wenige Tage her, dass der 19-Jährige aus seinem Heimatdorf floh. Nachbarn hatten ihn gewarnt. Zwei Tage schlug sich der Junge durch den Dschungel, die Mörder immer auf den Fersen.
„Richard Ciza ist von vier Mördern mit Gewehren verfolgt worden“, berichtet Nicodeme Gahimbare, bei dem der junge Mann Zuflucht fand. Gahimbare ist der Oberste Staatsanwalt der burundischen Provinz Ruyigi. Sein Wohnhaus gleicht einer Festung. Drei Meter hohe Mauern umgebe das Anwesen, denn Gahimbare hat sich entschlossen, alle 45 Albinos der Region bei sich aufzunehmen, um ihnen Schutz zu gewähren.
Etwa 25 haben sich bislang zu ihm durchgeschlagen, darunter auch der kleine Ephrem. Mehr als zehn Kilometer Fußweg bewältigte der achtjährige Junge an der Seite seines Vaters. „Mein Sohn lebt in ständiger Panik, seit er gehört hat, was passiert ist“, sagt der zehnfache Familienvater Protais Muzoya. Als auf dem langen Marsch nach Ruyigi ein freundlicher Autofahrer die beiden Wanderer mitnehmen wollte, fing Ephrem an zu schreien und wild um sich zu treten. „Wenn er die Straße entlanggeht, sagen die Leute zu ihm: ’Unser Glück geht vorbei“, erzählt Muzoya.
Gerüchten zufolge ließen sich umgerechnet rund 380.000 Euro mit der Leiche eines Albinos verdienen, sagt der Jurist Gahimbare. „Das Schicksal der Albinos sollte zur Staatsangelegenheit werden“, fordert er. In Tansania versuchen die Behörden, dem Morden Einhalt zu gebieten. Die Polizei nahm 47 Verdächtige fest; genützt hat es wenig. „Es ist absolut hirnrissig, wenn einige glauben, dass Albinos magische Kräfte haben und man durch deren Körperteile reich werden kann“, sagte Präsident Jakaya Kikwete am Sonntag. „Die Menschen sollten sich bilden und einsehen, dass sie nur durch harte Arbeit Erfolg haben können und nicht, indem sie die Leichenteile von Albinos verkaufen.“ Wenige Stunden später war die kleine Esther tot.
http://news.de.msn.com/panorama/Article ... d=10432445

4.11.2008
Gabun: 23 Festnahmen wegen Hexerei

Wegen mutmaßlichen Menschenhandels für
Zwecke der Hexerei sind in Gabun 23
Verdächtige festgenommen worden. Darun-
ter sei auch ein evangelischer Pastor,
berichtete die Zeitung "L'Union". Ein
mit den Ermittlungen betrauter Natur-
heiler habe bei den Verdächtigen in der
Region Oyem im Norden des Landes zahl-
reiche für schwarze Magie benutzte
Gegenstände gefunden, darunter zwei
menschliche Schädel, Flaschen mit
menschlichem Blut und Fett.

Die Ermittlungsbehörden in Oyem hätten
in jüngster Zeit zahlreiche Klagen über
verdächtige Todesfälle erhalten.

http://www.ard-text.de/videotext/index.html?tafel=163

6.12.2008
Schamane soll 110 Kinder getötet haben
Die Polizei im Süden von Nigeria hat einen Mann verhaftet, der in einer TV-Dokumentation erklärt hat, 110 Kinder getötet zu haben. Der „Schamane“ glaubte, die Kinder seien vom „Bösen“ besessen. Menschenrechtsorganisationen weisen darauf hin, dass die so genannten „Hexer“ und betrügerischen Priester in weiten Teilen von Nigeria immer wieder Eltern überzeugen, dass ihre Kinder besessen seien und Unglück über die Familie bringen würden. Hintergrund der Behauptung ist, dass diese Priester Geld dafür verlangen, die Kinder von den Geistern zu befreien. Einige der beschuldigten Jungen und Mädchen werden nach solchen Vorwürfen auch an Menschen-Händler abgegeben.Mittlerweile befindet sich der obskure „Bischof“ Sunday Ulup-Aya zusammen mit weiteren sechs Verdächtigen in einem Gefängnis in der nigerianischen Stadt Mbo in der Provinz Akwa Imbo.


http://news.de.msn.com/Galerien/kurznot ... =9#9444743
Bild
Clown
Beiträge: 3565
Registriert: 16. Mai 2009 09:26

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Clown »

Alveradis hat geschrieben: Ich halte es fuer eben so falsch, "germanisches Heidentum" auf das Studieren von Runen und das Suchen von "Goettlichem" zu reduzieren, wie eine Reduzierung des Christentums auf Hexenverbrennungen.


Ja da gebe ich dir Recht...und? Deswegen ist es nicht falsch so etwas anzusprechen oder? :| Immerhin ist es ein Teil dessen...und wenn was reduziert ist...dann zugreifen solange die Preise niedrig sind :au: ...

@pazuzu.
Da siehste mal was da unten abgeht. Ich habe nen Mitbewohner der hat Familie in Tansania. Was der da unten schon alles erlebt hat sind echt die grauenvollsten Geschichten die mir je jemand von seinem Leben berichtet hat.
Lord_Diabolus

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Lord_Diabolus »

Ja da gebe ich dir Recht...und? Deswegen ist es nicht falsch so etwas anzusprechen oder? :| Immerhin ist es ein Teil dessen...und wenn was reduziert ist...dann zugreifen solange die Preise niedrig sind
Weißt Du eigentlich, was Du da laberst?
Zugreifen, solange die Preise niedrig sind?
Sinn?!
Clown
Beiträge: 3565
Registriert: 16. Mai 2009 09:26

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Clown »

Lord_Diabolus hat geschrieben: Weißt Du eigentlich, was Du da laberst?
Zugreifen, solange die Preise niedrig sind?
Sinn?!
Verstehst du überhaupt Spass oder kennst du nur Worte wie "labern" usw...hm? :| Nicht alles was nicht in dein Schema passt ist "gelaber"...und manchmal soll "gelaber" auch zu einem Lächeln animieren...aber wenn dir die Lächel-Backen durch paar Schellen eingetäubt sind kann ich nichts für, liegt vermutlich an deiner Ausdrucksweise zu Andersn.
Benutzeravatar
pazuzu
Beiträge: 630
Registriert: 2. Feb 2008 14:28
Wohnort: Incende quod adorasti !
Kontaktdaten:

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von pazuzu »

nur mal zur erinnerung

auch in europa gab es früher leute, bei denen hexenverfolgung berechtigt war.


Catherine Monvoisin


Catherine Monvoisin lebte am Stadtrand von Paris. Zusammen mit ihrer Tochter und mehreren Kolleginnen weissagte sie gegen hohe Honorare die Zukunft, erstellte Horoskope, verkaufte Gift, Liebestränke, betrieb Voodoo-Zauber und brach unerwünschte Schwangerschaften ab. Außerdem zelebrierte sie gemeinsam mit dem Abbé de Guiborg, der aus dem Priesteramt verstoßen worden war, schwarze Messen, bei denen angeblich Säuglinge geopfert wurden. Das Blut der Kinder verwendete Madame La Voisin für ihre Zaubertränke. Neben dem Hellfire Club gilt somit der Hexenzirkel der La Voisin als eines der ältesten Zeugnisse des Satanismus.

Viele Mitglieder des Hochadels gehörten zu ihrer Kundschaft, darunter auch Madame de Montespan, die langjährige Mätresse Ludwigs XIV., die bei La Voisin Zaubertränke kaufte und sie dem König heimlich in Essen und Trinken mischte, um sich seine Gunst zu erhalten.

1679 kamen in der Folge des Prozesses gegen die Marquise de Brinvilliers wegen Giftmischerei in Paris Gerüchte auf, denen zufolge in der Stadt zahlreiche weitere Giftmorde verübt worden waren. Ludwig XIV. erkannte den Skandal, der sogar seinem Hof drohte, und setzte eine Sonderkommission ein, die den Anschuldigungen nachgehen sollte. Die Kommission wurde unter dem Namen Chambre ardente (franz. glühende Kammer) bekannt, da ihre Verfahren in einem schwarz verhängten, durch Kerzen erhellten Raum stattfanden.



Die Chambre ardente [Bearbeiten]Die Chambre ardente war zu verschiedenen Zeiten in Frankreich ein außerordentlicher Gerichtshof, der sehr harte Strafen, meist den Feuertod, verhängte. Unter Franz I. (1535) wurde die Chambre ardente als außerordentliches Inquisitionstribunal zur Verfolgung der Protestanten (Hugenotten) eingesetzt und galt als zweite Instanz der Inquisitionstribunale. Die vom Papst ernannten Mitglieder wurden Spürhunde des Herrn (domini canes) genannt, deckten Ketzerei auf und instruierten die Prozesse. Die Chambre ardente übernahm den letzten Urteilsspruch und die Vollziehung der Strafe. Unter Heinrich II. war die Chambre ardente erneut in der Verfolgung der Ketzerei tätig.




Die Ermittlungen 1677 befahl Ludwig XIV. dem Polizeikommissar von Paris, Nicholas de La Reynie, strenge Untersuchungen im sog. Cour des poisons einzuleiten. Dieser bestand von 1677-80. Die Affäre zog schnell immer weitere Kreise. Ein angeblicher Pariser Hexenzirkel würde Frankreichs Aristokraten mit Gift versorgen und einige Mitglieder des französischen Hofs seien schon durch Vergiftung getötet worden. Reynie entlarvte mehrere Mitglieder des Zirkels, darunter Adlige, einen Bankier und einen Rechtsanwalt.

Die Nachforschungen richteten sich auch gegen den angesehenen Apotheker und Chemiker Christophe Glaser, aus dessen Apotheke die Marquise de Brinvilliers und der Chevalier Sainte-Croix die nötigen Zutaten bezogen hatten. Dieser wurde zwar entlastet, aber in der Folge wurde Apothekern und Drogisten in Frankreich gesetzlich auferlegt, ein so genanntes Giftbuch zu führen, in dem die Namen der Käufer von Giften aufgeführt werden mussten. Reynie ließ auch Giftvorräte, die an verschiedenen Orten in ganz Frankreich versteckt waren, beschlagnahmen. Es gelang ihm jedoch nicht Informationen über weitere Mittäter in Erfahrung zu bringen.

Durch Zufall wurde ein Jurist auf eine Wahrsagerin, Marie Bosse, aufmerksam, die sich brüstete, dass es nur noch dreier Giftmorde bedürfe, und sie sich dann zur Ruhe setzen könne. Der Jurist benachrichtigte daraufhin die Polizei. Um etwas gegen Marie Bosse in der Hand zu haben, stellte Reynie ihr eine Falle. Eine Agentin, die eine Ehefrau spielte, die ihren Mann loswerden wollte, kaufte von der Verdächtigen eine Flasche Gift. Daraufhin drang die Polizei in das Haus ein und verhaftete Marie Bosse, eine andere Wahrsagerin, La Dame Vigoreux (die ehemalige Geliebte von Bosses zwei früheren Ehemännern), und deren Tochter und zwei Söhne.

Die beiden Wahrsagerinnen leugneten alle Anschuldigungen, beschuldigten sich gegenseitig, nannten aber die Namen von Komplizen. Ein Mann namens Vanens, die Kontaktperson zu dem Giftring, sowie die Wahrsagerin Catherine Monvoisin, bekannt als La Voisin. Diese sollte ihren ersten Ehemann vergiftet, Abtreibungen vorgenommen, Liebestränke zubereitet und Gift an den Hochadel verkauft haben. In ihrem Garten befand sich eine Kapelle in der Astaroth und Asmodi angebetet wurden. Zu den Gästen dieser schwarzen Messen gehörten Prinzessinnen, Höflinge und sogar der Scharfrichter selbst. Eine andere Mittäterin war La Lepere, die Abtreibungen vornahm.

Die Wahrsagerin La Filastre gestand bei einer schwarzen Messe ihr eigenes Neugeborenes geopfert zu haben. Eine weitere Wahrsagerin, Lesage, wurde durch Folter zu einem Geständnis gezwungen und denunzierte Pater Davot und Abbé Mariette. Beide sollen in La Voisins Kapelle über den Leibern nackter Mädchen schwarze Messen gelesen haben. Pater Touret sollte in der Öffentlichkeit Geschlechtsverkehr mit einem Mädchen gehabt haben. Auch Abbé Guibourg war angeklagt, schwarze Messen mit nackten Frauen durchgeführt zu haben. Unter der Folter gestand er den Mord an einem Kind, dem er die Kehle durchschnitt und das Blut in einem Kelch auffing. Das Herz und die Eingeweide wurden bei späteren Messen verwendet. La Voisins sechzehnjährige Tochter und eine der drei Geliebten des Abbés bestätigten diese Darstellung. Bei einer anderen Messe vermischte Guibourg das Menstruationsblut von Mademoiselle des Œillets, der Kammerzofe von Madame de Montespan, mit dem Samen ihres Gefährten und dem getrockneten Blut von Fledermäusen um einen Trank herzustellen, der ihren Einfluss auf den König vergrössern sollte. Auch an die Witwe des verstorbenen Präsidenten des französischen Parlaments sowie an den Cousin eines der Richter in dem Prozess wurde Gift verkauft.



Der französische Hof unter Verdacht [Bearbeiten]Nachdem Gerüchte aufkamen, dass die Herzogin von Orléans, von deren Gatten, dem Bruder des Königs und dessen Favoriten, dem Chevalier de Lorraine, vergiftet worden sei, konzentrierte sich Reynie in seinen Ermittlungen auf die Hofgesellschaft in Versailles.

Erst wurde Madame de Poulaillon entlarvt, die versucht hatte, ihren alten Ehemann zu vergiften, um in den Besitz seines Vermögens zu gelangen. Aber dieser hatte die Gefahr geahnt und war in ein Kloster geflohen.
Nach und nach wurden immer höhergestelltere Verdächtige angeklagt, unter ihnen der Schauspieldichter Jean Racine, der zwar eine Haftstrafe erhielt, sie aber nicht antrat. Madame de Lusignan wurde vorgeworfen, mit ihrem Priester nackt im Wald herumgesprungen zu sein und eine Osterkerze zu obszönen Zwecken missbraucht zu haben.

Am 23. Januar 1680 wurden die Comtesse de Soissons, Olympe Mancini (Kardinal Mazarins Nichte), die Marquise d' Allnye, die Marquise von Polignac, die Herzogin von Bouillon, der Graf von Clermont, die Herzogin von Angoulême, die Prinzessin von Tingry, die Marquise von Roure, der Herzog von Luxemburg und der Marquis von Feuquieres verhaftet und ins Gefängnis gebracht. Manche von ihnen schafften es aber zu entkommen und das Land zu verlassen.

Da die verhafteten Personen von hohem Stand und Mitglieder des Hofes waren, mussten eindeutige Beweise erbracht werden. Deshalb wurde La Voisin und die anderen durch den Spanischen Stiefel, der Streckbank und der Wasserfolter gezwungen, eine Aussage zu machen. La Voisin bestand bis zum Schluss darauf, keine Hexe zu sein.

Reynie war von den Geständnissen so überzeugt, dass er sagte:
„Ich habe alles, was man mir möglicherweise einreden konnte, dass die Anschuldigungen falsch seien, wieder und wieder überprüft, doch eine solche Schlussfolgerung ist einfach nicht möglich.“

Jedoch wurden die belastenden Aussagen durch die Folter erreicht und viele Hauptzeugen waren von zweifelhaftem Ruf, die sich selbst widersprachen und ihre Geständnisse auf dem Scheiterhaufen zurücknahmen (z. B. La Filastre). Es wurden aber in den Häusern der angeklagten Wahrsagerinnen zahlreiche Beweisstücke gefunden, wie Gifte, Wachspuppen, schwarze Kerzen und schwarzmagische Bücher. Deshalb glaubte auch die Mehrheit der französischen Gesellschaft, dass Hexerei eindeutig erwiesen sei, und Ludwig XIV. musste handeln, um eine gegen seinen Hof gerichtete Empörung zu verhindern.

Strafen Im Zuge der Ermittlungen wurden 319 Personen verhaftet und 218 verhört - zum Teil unter Folter -, 36 wurden durch das Schwert oder auf dem Scheiterhaufen hingerichtet, 4 auf die Galeeren geschickt, 34 verbannt und 30 freigesprochen. Andere, wie der Abbé Guibourg, kamen in Kerkern in Einzelhaft. Bei Grabungen auf La Voisins Grundstück fand man die Überreste von 2500 abgetriebenen, tot-, früh- oder neugeborenen Säuglingen. Das Blut der Kinder war für Zaubertränke verwendet worden.

Am 22. Februar 1680 wurden La Voisin, Marie Bosse und La Vigoreux zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Der Sohn von Marie Bosse, Francois, wurde zum Tod durch Erhängen verurteilt. Madame de Poulaillon wurde ins Exil geschickt.

Madame de Sévigné war Zeugin der Hinrichtung von La Voisin und schrieb in ihren Briefen:
„Vor Notre-Dame hat sie sich geweigert, Abbitte zu leisten, und auf dem Greve-Platz sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, auszusteigen. Man zog sie heraus und brachte sie auf den Holzstoß, band sie in sitzender Stellung mit eisernen Ketten fest, bedeckte sie mit Stroh. Sie fluchte drauflos, stieß fünf- oder sechsmal das Stroh weg, aber schließlich loderte das Feuer auf, und sie ward nicht mehr gesehen. Ihre Asche fliegt jetzt in der Luft herum. So starb Frau Voisin, berühmt für ihre Verbrechen und ihren heidnischen Unglauben.“




Marquise de Montespan
Françoise-Athénaïs de Rochechouart de Mortemart, Marquise de MontespanOffiziell stellte die Chambre ardente im August 1680 ihre Arbeit ein. Reynie war jedoch angewiesen worden, den Aussagen über Madame de Montespan im geheimen nachzugehen, da der Name ihrer Kammerfrau, Claude des Œillets, oft in den Aussageprotokollen vor der Chambre Ardente auftauchte.
Erst jetzt wurde Ludwig XIV. klar, warum er nach jedem Abend mit seiner Geliebten am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen erwachte. Über die Jahre hinweg musste er Unmengen von Gift zu sich genommen haben. Man behauptete auch, dass die Montespan nach der Einführung in La Voisins und Abbe Guibourgs Hexenzirkel an verschiedenen Zeremonien teilgenommen habe, um ihren besonderen Status als Favoritin des Königs zu erhalten.
Angeblich wurde bei diesen Zeremonien Madame de Montespan nackt auf einen Altar gelegt, während man ihre Bitten um die Gunst des Königs an den christlichen Gott und die Götter der Unterwelt weitergab. Sie soll sogar Guibourg erlaubt haben, eine Hostie in ihre Vagina einzuführen und dann mit ihr Geschlechtsverkehr zu haben, während er betete.
Die Marquise de Montespan geriet sogar in den Verdacht am plötzlichen Tod der nachfolgenden Mätresse des Königs, Angélique de Fontanges, schuldig zu sein. Neuere Untersuchungen ergaben aber, dass die Herzogin von Fontanges an einer Brustfellentzündung starb.
Reynie verbrachte zwei Jahre damit, Beweismaterial gegen Madame de Montespan zusammenzustellen. Aber Madame de Maintenon, Minister Colbert und der Marquis de Louvois halfen, die Affäre zu vertuschen, da die Montespan die Mutter der legitimierten Kinder des Königs war und es für Ludwig eine Blamage bedeutet hätte, wenn herausgekommen wäre, dass er durch Liebestränke verführt worden war. Die Gunst des Königs hatte Madame de Montespan jedoch unwiederbringlich verloren. Ebenso wurde Reynie nahegelegt, seine weiteren Untersuchungen einzustellen, da befürchtet wurde, dass noch mehr Mitglieder des Hochadels aus direkter Nähe des Königs in einen Skandal verwickelt werden könnten.


Folgen Die Giftaffäre endete mit einer letzten Hinrichtung im Juli 1683. Wenige Tage später erließ der König ein Gesetz, das den Handel mit Giftstoffen regelte. Ludwig XIV. ließ Wahrsagerei in ganz Frankreich verbieten.
Die Hexerei wurde 1682 mit einem Erlass zu Täuschung und Einbildung erklärt und dadurch das Ende des Hexenwahns in Frankreich verkündet.

Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Catherine_Monvoisin


Gilles des Rais





(auch Gilles de Retz, Gilles des Rais, Gilles de Rays, Giles de Raiz, 1404 bis 1440) Ein 1404 auf Schloß Machecoul bei Nantes, Frankreich, als Gilles de Laval geborener Baron von Rays, der Mitkämpfer der Johanna von Orléans wurde, dazu einer der reichsten Männer Frankreichs. Während der Herrschaft Karls VII. hatte er „wegen seiner Beschäftigung mit der schwarzen Magie einen schlechten Ruf” und wurde wegen dieser Neigung 1440 hingerichtet. (PICKERING, 247) Denn hundertvierzig Kinder, nach anderen über zweihundert oder gar achthundert, sollen seinen verbrecherischen Verirrungen zum Opfer gefallen sein. (SCHREIBER, 300f.) Dieser Edelmann wird als „Inbegriff des mittelalterlichen Satanisten schlechthin” bezeichnet, der zum „eher verharmlosenden Vorbild der Blaubart-Figur” geriet. (DAXELMÜLLER, 147f.)


Der aus vornehmen Geschlecht stammende Gilles de Rais hatte im Alter von elf Jahren seinen Vater verloren und wurde von seinem schwachen Großvater Jean de Craon erzogen. „Zügellos und von maßlosem Ehrgeiz besessen wuchs er auf.” Kraft der ererbten Güter war er der Vornehmste des bretonischen Adels und seine Heirat ließ ihn einer der reichsten Männer Frankreichs werden, (ZACHARIAS, 98), nach PICKERING sogar reichster Adeliger Europas. (Lex. d. Magie u. Hexerei, 247)

Gilles de Rais zeichnete sich in mehreren Feldzügen auf das Hervorragendste aus, zudem war er von außerordentlicher Bildung und interessierte sich für Bücher, Musik und Theater. Er wurde Berater und Leibwächter der Johanna von Orléans (Jeanne d’Arc). (ZACHARIAS, 98)

Anläßlich der Krönungsfeierlichkeiten in Reims 1429 wurde der Baron zum Marschall von Frankreich ernannt (ZACHARIAS, 98) — eine außergewöhnliche Ehre für den zu jener Zeit noch sehr jungen Mann.
1432 (PICKERING, 247) bzw. 1433 zog er sich auf sein Schloß Tiffauges in der Vendée zurück (SCHREIBER, 300) und „begann ein Leben der Verschwendung und Ausschweifung”. (ZACHARIAS, 98) Hernach galt er weniger als Kenner der Musik und des Theaters, denn mehr noch festigte sich sein Ruf als Schwarzkünstler, der allerlei Scharlatane auf sein Schloß lud und mit denen geheimnisvolle Rituale zelebrierte. (PICKERING, 247)

Unter dem Einfluß des ehemaligen Priesters Francesco Prelati aus Montecatini bei Pistoia, ein Schüler des Arztes und Alchimisten Fontanelles in Florenz, wandte er sich seit 1438 der schwärzesten Magie zu und soll Teufelsbeschwörungen versucht haben. Zu dem Zwecke habe er zahlreiche Kinder entführen lassen und ermordet.

Zunächst aber soll Gilles de Rais sich mit Alchemie beschäftigt und dazu die Hilfe des Priesters Gilles de Sillé von St. Malo in Anspruch genommen haben. Da erfolglos, suchten sie Hilfe beim Teufel und bei einem Zauberer namens Du Memie, der ihnen den Blutkontrakt [mit dem Teufel] angeraten habe. (HABIGER-TUCZAY, 226



Der Baron hatte seinen Besitz Chantocé (oder Chapotoce) verkauft und war wegen der jahrelangen Ausschweifungen eines Gutteils seines Vermögens verlustig geworden. Das erklärt sein anfängliches Begehren, durch Verpflichtung eines Alchimisten zu grenzenlosen Reichtum zu kommen und er schreckte auch vor einem Pakt mit dem Teufel nicht zurück, wie Prelati ihm empfohlen hatte. De Rais hatte aber keine Neigung, Seele oder Leib dem Teufel zu überlassen und schlug Prelati die Unterschiebung eines Strohmannes vor. „Auf diese Weise scheint das erste der vielen jugendlichen und unschuldigen Opfer der beiden den Tod gefunden zu haben.” (SCHREIBER, 300f.)

Der Erfolg dieses Teufelspakts blieb aus, aber des Barons „zerrütteter Verstand hatte an dem Gefallen gefunden, was nur ein Behelf sein sollte.” Prelati fürchtete nun um die Entdeckung seiner Machtlosigkeit und „lieferte im Verein mit zwei Dienern immer neue Opfer einer nunmehr offensichtlich sexuellen Verirrung.” (SCHREIBER, 301)

Nachdem schon zahlreiche Kinder verschwunden waren, regte sich der Verdacht gegen Gilles de Rais und am 22. Oktober 1440 wurde er seinen Richtern zugeführt. (SCHREIBER, 301) Daß de Rais vor geistlichen und weltlichen Gericht angeklagt wurde, soll der Feindschaft ebenso neidischer wie einflußreicher Adeliger zu verdanken sein. (ZACHARIAS, 99)

Zu dem Verfahren war es wegen einer für damalige Verhältnisse als Lappalie einzustufenden Tat gekommen. Gilles de Rais hatte nämlich Jean le Ferron, den Bruder des bretonischen Schatzmeisters, prügeln und einsperren lassen. Jean le Ferron war allerdings Geistlicher und so bot sich für die Kirche, welche auch Interesse am Reichtum Gilles de Rais’ gehabt haben dürfte und längst eine passende Anklageschrift vorbereitet hatte, ein Anlaß, gegen den Adeligen vorzugehen. Also wurde aus der Anklage wegen der Mißhandlung des Jean le Ferron eine Anklageschrift, welche unter anderem den Mord an mehr als einhundertvierzig Kindern beinhaltete. Zudem sollte er ein vom rechten Glauben abgekommener Häretiker sein, ein Dämonenbeschwörer, Sodomit und Besitzer von verbotenen Büchern über die schwarzen Künste. (PICKERING, 247)

Im Verlauf des Prozesses, verhört wurde er durch den Bischof von Nantes (Jean de Malestroit, PICKERING, 247) und Pierre de l’Hôpital, dem Vorsitzenden des bretonischen Parlaments (BIEDERMANN, 180), gestand er, in den Gemächern und Gewölben seiner Schlösser, so in der Krypta von Tiffauges, etwa einhundertvierzig Kinder abgeschlachtet zu haben, „um sie dem Satan beziehungsweise einem Dämon zu opfern oder nur um seine sadistische Lust zu befriedigen.” An die Kinder sei man durch Anlockung, Raub oder Kauf gelangt. (ZACHARIAS, 98f.)

Francesco Pelati soll einen Dämonen namens Baron beschworen haben, der den beiden Männern versprochen habe, ihnen das Geheimnis des Goldmachens zu entdecken. Der Preis sei die Abhaltung scheußlicher Riten und Zeremonien gewesen. Gilles soll das Angebot angenommen haben und seine Helfer Gilles de Sillé, ein Cousin von ihm, Roger de Briqueville, ein verarmter Aristokrat, Etienette Blanchu und eine „La Meffray” genannte Frau eine Unzahl Kinder entführen lassen haben, welche er mißbraucht, verstümmelt und ermordet habe. Unter der Folter gestanden Francesco Prelati, La Meffraye und Etienette Blanchu die ihnen zur Last gelegten Verbrechen, auch Gilles de Rais legte später ein unter der Folter erpreßtes Geständnis ab. Bei der Gerichtsverhandlung soll das Grauen angesichts der gestandenen Verbrechen derart gewesen sein, daß man das Kruzifix an der Wand des Gerichtssaales verhängt habe. (PICKERING, 248)
Es heißt, Gilles de Rais habe sich auf den Bauch der Kinder gesetzt und sich am meisten daran ergötzt, sie so sterben zu sehen und sei darüber in Lachen ausgebrochen. Das Töten und das Zusehen bei deren Sterben sowie der Anblick ihres Blutes habe ihm mehr Lust verschafft, als die eigentliche Unzucht mit den Unglücklichen. (ZACHARIAS, 99)

Während des Verfahrens erging sich de Rais in Selbstanklagen und Reuebekundungen, deren Lauterheit sich nicht mehr klären läßt. (ZACHARIAS, 99) Der Bischof von Nantes hatte noch die Hoffnung geäußert, der Gefangene könne durch Gebete erlöst werden, doch war die Todesstrafe unumgänglich. Ein Chor sang zu seiner Hinrichtung Gebete für seine Erlösung. (PICKERING, 248) Am 26. Oktober 1440 (nach anderen Quellen am 23. Februar, BIEDERMANN, 180, PICKERING nennt den 29. Oktober) wurde der Verurteilte zusammen mit seinen Dienern gehängt — „unter dem Mitleid des durch die Schuldbekenntnisse und Bitten um Vergebung umgestimmten Volkes.” (ZACHARIAS, 99)



http://sungaya.de/schwarz/diverse/Namen ... deRais.htm

Elisabeth Báthory Die Blutgräfin

sorry ihr müßt selbst klicken
auf den sehr interessanten quellen liegt coyright


http://home.arcor.de/zordan666/Bathory/bathory.html
Bild
Lord_Diabolus

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Lord_Diabolus »

Verstehst du überhaupt Spass oder kennst du nur Worte wie "labern" usw...hm? :| Nicht alles was nicht in dein Schema passt ist "gelaber"...und manchmal soll "gelaber" auch zu einem Lächeln animieren...aber wenn dir die Lächel-Backen durch paar Schellen eingetäubt sind kann ich nichts für, liegt vermutlich an deiner Ausdrucksweise zu Andersn.
Entschuldige, aber ohne Grundaussage Deines Textes kann niemand was damit anfangen.
Clown
Beiträge: 3565
Registriert: 16. Mai 2009 09:26

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Clown »

@pazuzu. Ja danke für die Texte... ob das nun wahr ist oder nicht, ich denke früher gab es jedenfalls viel mehr vom Wahnsinn beseelte als heute in den Tagen der Aufklärung.
Lord_Diabolus hat geschrieben: Entschuldige, aber ohne Grundaussage Deines Textes kann niemand was damit anfangen.
Brauchst dich nicht entschuldigen...mir tut meine Ausfälligkeit ja auch wieder leid :au:
Also. Ich habe mir dabei schon etwas gedacht als ich das geschrieben habe.

Es ist so dass Kirche, Heiden etc...einfach alles was einmal billigen Mist produziert hat damit rechnen muss dass es einem vorgeworfen wird. Das ist nunmal so und lässt sich nicht ändern.

Hätte ich als Beispiel einmal einen Menschen verletzt, werde ich bei diesem Menschen immer auf die Verletzung reduziert, es wäre eine Dummheit des Verletzten das einfach zu ignorieren. :let's rock:

Deswegen schrieb ich das, dass das Reduzierte (Mist gebaut, schlechte Vergangenheit) oft vergriffen wird wie die herabgesetzte Ware in einem Laden. Wer Mist baut muss das immer ausbaden. Das ist für manche Menschen krass bis sogar unerträglich aber meine Fresse so ist das nunmal. :|
Benutzeravatar
gabor
Moderator
Moderator
Beiträge: 9491
Registriert: 8. Apr 2009 16:18
Religionszugehörigkeit: Nihilist
Wohnort: Silencium est Aureum!

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von gabor »

Na,dass es heute weniger Bekloppte gibt,möchte ich mal noch anzweifeln!
Und sich in die Menschen aus der dritten Welt reinzudenken...schwierig,bis unmöglich.
Freundschaft!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
Benutzeravatar
pazuzu
Beiträge: 630
Registriert: 2. Feb 2008 14:28
Wohnort: Incende quod adorasti !
Kontaktdaten:

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von pazuzu »

gabor hat geschrieben:Na,dass es heute weniger Bekloppte gibt,möchte ich mal noch anzweifeln!
Und sich in die Menschen aus der dritten Welt reinzudenken...schwierig,bis unmöglich.
Freundschaft!

klar gibt es das auch heute noch.


Satan hat es uns befohlen!

Ruda



In einer deutschen Kleinstadt wird ein tief religiöser junger Mann in einer schwarz gestrichenen Wohnung bestialisch ermordet. Neben einem Sarg, neben Kreuzen. Ein Menschenopfer!

Polizeipräsidium Bochum, spät in der Nacht. Das Satans-Paar von Witten im ersten Verhör. In getrennten Räumen. Die Beamten bieten Daniel Ruda (25) an: „Wollen Sie einen Anwalt?“ Er: „Nee, brauche ich nicht. Fragen Sie, ich antworte.“

Kernfrage der Beamten: „Wieso dieser entsetzliche Mord? Warum hat Ihre Frau da mitgemacht?“ Er lehnt sich zurück, schaut erstaunt und sagt: „Wir haben uns eben gesucht und ergänzt. Wir taten es auf Befehl Satans.“

Fast zeitgleich im Nebenraum: Auch das Manuela (22) gesteht. Entsetzen bei den Ermittlern: Wie ihr Mann spricht auch sie vom Teufel. Ja, er habe beide beauftragt, ihm ein Menschenopfer zu bringen. Dass es Frank H. (33) traf, einen Arbeitskollegen ihres Mannes, dass ausgerechnet er mit Hammer und Machete umgebracht wurde, sei „reiner Zufall“: „Wir hätten auch jeden anderen nehmen können. Wir haben ihn zu einer Party eingeladen, er ging einfach so mit.“

Oder haben die Satanisten ihr Opfer doch gezielt ausgesucht? Fest steht: Frank H. war sehr gläubig. Pastor Samuel Warwel, Datteln: „Er kam zum Gottesdienst zu uns, er war offen für den christlichen Glauben.“ War Frank H. deshalb das „ideale“ Opfer?
66 Verletzungen stellten die Gerichtsmediziner bei ihm fest. Die „66“, Zahl des Teufels. Hat das Satanspaar bei seinen Stichen, Schnitten und Hieben vielleicht sogar mitgezählt? Staatsanwalt Dieter Justinsky: „Details dieser Art sind noch ungeklärt und deshalb Spekulation. Aber ich bestätige: Es war ein Ritualmord.“

Gestern bei der Pressekonferenz in Bochum: Der Staatsanwalt zeigt sich geschockt über die Gefühlskälte der Teufelsanbeter:
"Es gab während ihrer Geständnisse kein Anzeichen von Reue und keine Spur von Schuldgefühl.“ Hat ihr Satanskult sie so im Griff, dass sie zu menschlicher Regung nicht mehr fähig sind? Oder steuern sie schon auf „Schuldunfähigkeit“ zu, auf Einweisung in die Psychiatrie?


http://www.satanshimmel.de/prozess.htm



Manson

Am 16. August 1969 wurden Manson und Mitglieder seiner Family unter dem Verdacht des Autodiebstahls auf Spahn's Movie Ranch in den Santa Susanna Mountains festgenommen. Einige Tage später wurden sie aus Mangel an Beweisen wieder auf freien Fuß gesetzt. Am 12. Oktober 1969 fand auf der Barker Ranch im Death-Valley-Nationalpark, wohin Manson und seine Anhänger inzwischen umgezogen waren, eine Polizei-Razzia statt. Angeklagt wegen Brandstiftung und schweren Diebstahls, wurde Manson gemeinsam mit zahlreichen Gefolgsleuten verhaftet. Erst in den darauffolgenden Wochen wurde nach und nach durch polizeiliche Ermittlungen und Zeugenaussagen die Urheberschaft der Manson-Family am Tate-Massaker, an den Morden am Ehepaar LaBianca, am Musiklehrer Gary Allen Hinman und dem Cowboy Donald Jerome Shea deutlich. Am 24. Juli 1970 begann der Tate-LaBianca-Mordprozess gegen Charles Manson, Susan Atkins, Patricia Krenwinkel und Leslie Van Houten in Los Angeles. In einem der bis dahin längsten Strafverfahren der US-Geschichte verbrachten die Geschworenen 225 Tage isoliert im Ambassador Hotel. Der Prozess verlief turbulent. Mansons weibliche Mitangeklagte trugen bizarre Selbstbezichtigungen vor und beteuerten die Unschuld ihres Gruppenführers. Die skurrile Selbststilisierung der Beschuldigten, die schockierende Grausamkeit der Taten und der ungeklärte Mord an Ronald Hughes, der Strafverteidiger der 4 Angeklagten der sich bei der Family unbeliebt gemacht hatte da er Manson die Hauptschuld gab, sorgten für ein beispielloses Medieninteresse. Am 29. März 1971 verurteilte die Jury die vier Angeklagten zum Tod in der Gaskammer. Der vorsitzende Richter Charles Older bestätigte das Urteil am 19. April 1971.
Bild
Benutzeravatar
Jana
Beiträge: 327
Registriert: 20. Okt 2005 20:50
Wohnort: Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Jana »

@ pazuzu
Jope, danke für die Texte, gerade das mit den Albinos war mir neu und schockt mich. Ich mag Albinos an und für sich nämlich gerade "weil" sie anders sind. Dass sie quasi wie Schlachtvieh systematisch getötet werden ist schrecklich.

zu Wicca und Steinzeit:
Ich bin mir ziemlich sicher dass die Menschen damals keine Ahnung hatten was Wicca ist. Dass sie eine Art Naturglauben gehabt haben ist wohl insofern logisch, weil es in ihrer Welt damals noch nicht viel mehr als Natur gegeben hat. Aber ich wette dass, wenn wir die Gelegenheit hätten mit einem Steinzeitmenschen zu sprechen, echt überrascht wären. :peace:
Benutzeravatar
Vamp
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 3788
Registriert: 21. Mär 2005 13:34
Wohnort: Die Lösung ist Vanillefish...

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Vamp »

@luzifer
Vielleicht sollte man das Christentum mal Reformieren?

Da gab es 1517 so einen Kerl der hat so 95 Thesen aufgeschrieben und diese an einen Bischof und einige Freunde weitergegeben... diese Bewegung nannte sich... hm, wie war das gleich? Ach ja, Reformationsbewegung.
Wenn Katzen wie Frösche aussähen, so würde uns bald klar, wie gemein die kleinen Teufel sind. (Lords und Ladys; Terry Pratchett)
Benutzeravatar
gabor
Moderator
Moderator
Beiträge: 9491
Registriert: 8. Apr 2009 16:18
Religionszugehörigkeit: Nihilist
Wohnort: Silencium est Aureum!

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von gabor »

Und hat der seine Thesen nicht sogar ANGENAGELT?
Schönes sprachliches Bild! :lol:
Freundschaft!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
Benutzeravatar
Jana
Beiträge: 327
Registriert: 20. Okt 2005 20:50
Wohnort: Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont.

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Jana »

Wie du sagst, das war 1517, schön langsam wärs mal wieder zeit dass jemand 95 neue Thesen an die Wand nagelt :har:

Wobei... heute würden sie den Typen vermutlich wegen religiöser Wahnvorstellungen einliefern XD
Lord_Diabolus

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Lord_Diabolus »

Wobei... heute würden sie den Typen vermutlich wegen religiöser Wahnvorstellungen einliefern
Ironischerweise küssen sie dem Papst die Hand!
Irgendwas läuft schief.

Nachdenklich
Diabolus
Benutzeravatar
Geextah
Beiträge: 149
Registriert: 22. Nov 2009 20:27
Religionszugehörigkeit: Caesar
Wohnort: "Mir geht nichts über Mich!" (M. Stirner)

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Geextah »

Ob man Martin Luther so viel Ehre zuteil kommen lassen sollte wage ich zu bezweifeln... als wäre er der Mensch, der für das Ende der Hexenverfolgung zuständig gewesen wäre. Da gab es viel höhere Geister, die sich gegen die Hexenverfolgung aussprachen, die jedoch nicht gehört wurden.

Martin Luther selbst sagte sinngemäß, dass Kinder von ungewöhnlichem Aussehen vom Teufel gezeugte Kinder seien, die man am Besten ertränken sollte.

Dazu auch noch ganz nett folgende Seite bei dem ein Vergleich zwischen Luther und Jesus geschaffen wird.
Luther war ehrlich gesagt ziemlich kaputt im Kopf und kein Deut besser als die Vertreter der katholischen Kirche...

Klick
"I Hate Therefore I Am" (My Darkest Hate)

"I'm as mad as Hell, and I'm not going to take this anymore!" (Howard Beale)
Benutzeravatar
pazuzu
Beiträge: 630
Registriert: 2. Feb 2008 14:28
Wohnort: Incende quod adorasti !
Kontaktdaten:

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von pazuzu »

luthers anhänger haben weiter eifrig hexen verbrannt.

zb . meine ahnfrau.

http://pazuzu01.spaces.live.com/blog/cn ... 1244.entry


"Ich will kein Mitleid für diese Hexen, ich wünsche, daß man sie Stück für Stück verbrenne." (Martin Luther)
Bild
Benutzeravatar
gabor
Moderator
Moderator
Beiträge: 9491
Registriert: 8. Apr 2009 16:18
Religionszugehörigkeit: Nihilist
Wohnort: Silencium est Aureum!

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von gabor »

Ich versteh die Aufregung nicht!Das waren eben andere Zeiten!Keine DVD`s,keine Konsole,kein Kino,kein Handy.......
Hexenverfolgung ist doch nur ein Wort,geprägt durch den Klerus und Co..Man darf nicht vergessen,das Staat und Kirche untrennbar verbunden waren,und es deshalb weniger um die Verfolgung von"Hexen"ging,als um die Auslöschung von Gegnern/Kritikern.Naja,und was nicht in dieses Raster passt....Volksbelustigung.
Heute heisst das Ganze anders,aber das Prinzip ist das Selbe.Gut,das Blut sparen wir uns,denn dafür gibt es ja oben genannte technische Lösungen,aber Querulanten mundtot machen,ist doch total"in"!
Freundschaft!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
Benutzeravatar
gabor
Moderator
Moderator
Beiträge: 9491
Registriert: 8. Apr 2009 16:18
Religionszugehörigkeit: Nihilist
Wohnort: Silencium est Aureum!

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von gabor »

Hab noch was vergessen....was ist eine "Ahnfrau"?
Freundschaft!
Woher soll ich wissen, ob die Vergangenheit keine Fiktion ist, die nur erfunden wurde, um den Zwiespalt zwischen meinen augenblicklichen Sinneswahrnehmungen und meiner Geistesverfassung zu erklären?
Clown
Beiträge: 3565
Registriert: 16. Mai 2009 09:26

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Clown »

Naja ich finde es gibt verdammt wenige satanistische Ritualmorde. Ich wette sogar es gibt 1000Mal und mehr christliche Ritualmorde. Aber wer erkennt es schon wenn jemand in einem weiss angestrichenem Haus umgebracht wird wo ein Kreuz an der Wand hängt??? :| :au: Aber so ist es.
...deswegen ist das einfach nur ein Witz wenn man bedenkt wie viele Satanisten es gibt.
Ich glaube das liegt daran weil Christen mehr "Wunder" erwarten und dann mehr Enttäuschungen erfahren, dadurch schneller austicken und *bummm!* dann ihre Nächsten schächten und vor Allem beschuldigen. :leier:
Benutzeravatar
pazuzu
Beiträge: 630
Registriert: 2. Feb 2008 14:28
Wohnort: Incende quod adorasti !
Kontaktdaten:

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von pazuzu »

gabor hat geschrieben:Hab noch was vergessen....was ist eine "Ahnfrau"?
Freundschaft!

mein ur-ur-ur---- großmutter, so um 1669.
Bild
Benutzeravatar
Alveradis
Co-Admin
Co-Admin
Beiträge: 4340
Registriert: 16. Apr 2008 16:23
Religionszugehörigkeit: alveradisch...

Re: Hexenverfolgung

Beitrag von Alveradis »

gabor hat geschrieben:Ich versteh die Aufregung nicht!Das waren eben andere Zeiten!Keine DVD`s,keine Konsole,kein Kino,kein Handy.......
Hexenverfolgung ist doch nur ein Wort,geprägt durch den Klerus und Co..Man darf nicht vergessen,das Staat und Kirche untrennbar verbunden waren,und es deshalb weniger um die Verfolgung von"Hexen"ging,als um die Auslöschung von Gegnern/Kritikern.Naja,und was nicht in dieses Raster passt....Volksbelustigung.
Heute heisst das Ganze anders,aber das Prinzip ist das Selbe.Gut,das Blut sparen wir uns,denn dafür gibt es ja oben genannte technische Lösungen,aber Querulanten mundtot machen,ist doch total"in"!
Freundschaft!
Ganz. Viel. Zustimmung.
- Harmony, like a following breeze // at sea, is the exception." (Harvey Oxenhorn, Turning the rig)
- Der beste Ort, das Kriegsbeil zu begraben ist in deinem Gegner!"

PS: Suchfunktion!